Weihnachtszauber 2020 in Linz am Rhein
Weihnachtlich herausgeputzt mit vielen liebevollen Details
Die Bunte Stadt am Rhein findet stimmiges Ersatzkonzept für den beliebten Weihnachtsmarkt
Linz. Dass sich die Linzer von der Corona-Pandemie nicht einschüchtern lassen, lässt sich bei einem gemütlichen vorweihnachtlichen Bummel durch die Straßen der Stadt wunderbar am eigenen Leib erfahren. Die ganze Altstadt ist mit stimmungsvollen Lichtern geschmückt, Sterne leuchten über den Gassen, wichtige Gebäude werden mit bunten LED-Scheinwerfern in Szene gesetzt. Bunt geschmückte Tannenbäume säumen die Straßen und Plätze, vor dem Rathaus steht eine prächtige Tanne, behängt mit den liebevoll gestalteten Anhängern der Kinder der städtischen KiTa „Strünzer Pänz“. Auf dem Buttermarkt bezaubert ein ganz besonderer Baum den Betrachter: über und über glänzen bunte, von Linzer Bürgern gestiftete, Glaskugeln dicht an dicht an den Zweigen um die Wette.
Viele kreative Ideen wurden in der Linzer Altstadt umgesetzt
Doch dabei haben es die Linzer Gewerbetreibenden nicht belassen wollen, als klar wurde, dass in diesem Jahr auch der Weihnachtsmarkt dem Corona-Virus zum Opfer fallen würde. Doch was tun? Es musste ein Konzept her, das den aktuellen Corona-Verordnungen folgte und trotzdem ein wenig „Weihnachtsmarkt-Feeling“ verströmt. Das Ergebnis dieser Ideenschmiede können Besucher und Einheimische jetzt überall in der Altstadt bewundern. In wochenlanger, liebevoller Handarbeit wurden Holzverkleidungen für die Ladenfronten geschaffen, die den Geschäften nun ein gewisses „Weihnachtsmarkt-Buden-Aussehen“ verleihen. Kurz vor dem 1. Advent wurden sie angebracht und von den Geschäfts- und Restaurantbesitzern individuell und liebevoll geschmückt. Das Ergebnis ist absolut sehenswert und lädt dazu ein, von Geschäft zu Geschäft zu bummeln und die völlig unterschiedlichen Gestaltungen zu bewundern.
Eine weitere neue Idee, die besonders den Kleinen viel Freude machen wird, ist der Weihnachtsbriefkasten, der direkt vor dem alten Rathaus seinen Platz gefunden hat. In den Briefkasten können alle Kinder ihre Bilder und Briefe an das Christkind einwerfen. Die Bilder werden anschließend in den Linzer Gewerbebetrieben ausgestellt und alle Briefe beantwortet. Auch die Linzer Krippenausstellung, die sonst Jahr für Jahr in der Pfarrkirche St. Martin zu bewundern ist, hat in den Schaufenstern ein neues Zuhause gefunden. Die kleinen und großen Krippen sind verteilt über die ganze Altstadt zu finden, eine besonders schöne findet sich in der Tourist Information im Alten Rathaus.
Schwieriger Balance-Akt für Stadt und Gewerbetreibende
„Es ist ein schwieriger Balance-Akt“, so Didi Pörzgen, Vorsitzender der Linzer Werbegemeinschaft, „einerseits möchten wir für die Besucher eine schöne Alternative für unseren überregional bekannten und beliebten Weihnachtsmarkt schaffen. Andererseits möchten wir auch nicht zu viel machen – zu viel bieten. Denn dann besteht die Gefahr, dass zu viele Besucher den Weg in unsere Altstadt finden und sich etwa Warteschlangen vor den Geschäften bilden oder Abstände nicht mehr eingehalten werden können.“
So festlich und stimmungsvoll der Linzer Weihnachtszauber auch ist, unterscheidet er sich doch deutlich vom gewohnten Weihnachtsmarkt mit seinen Glühweinständen und abendlichen Konzerten.
Ein Gedränge um einzelne Buden ist nicht nötig – das Linzer Weihnachtsdorf wird vom ersten bis vierten Adventswochenende an allen Tagen zu den üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Wer ein bisschen mehr Vorsicht walten lassen möchte, kann sich also einfach an einem Mittwochvormittag oder Montagnachmittag in Weihnachtsstimmung bringen lassen.
Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Didi Pörzgen freut sich sehr über die vielen fantasievollen Dekorationen der Teilnehmenden.
Für die Kinder steht vor dem Rathaus ein Briefkasten bereit - die Post geht direkt an den Weihnachtsmann.
Die kleinen Geschäfte, Restaurants und Boutiquen der Stadt haben sich in zauberhafte "Weihnachtsbuden" verwandelt.
