PolkapoyZ begeisterten die Fangemeinde in der „Kulturwerkstatt“
Weihnachtliche Stimmung meets Wiesengaudi
„Trump“ weiß es: Jesus was „Born in the USA“
Remagen. Wenn die PolkapoyZ um Ralf Alex zum Weihnachtskonzert in die „Kulturwerkstatt“ laden, ist die Fangemeinde elektrisiert. Der adventlich gestimmte Musikliebhaber erwartet eine besondere Mischung von weihnachtlicher Stimmung, Wiesengaudi und fetzender Musik. In diesem Jahr übertrafen sich die Mannen auf der Bühne selbst. Die hochgerüstete Technik mit Lichterspektakel und High-Tech-Sound tat ein Übriges. Nicht zu vergessen das von „Snoopy“ natürlich wieder in allerletzter Minute genial gefertigte Bühnenbild mit Freiheitsstatue und Marterpfahl, das einer Drehbühne in einem richtigen Theater alle Ehre gemacht hätte. Die Fangemeinde kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, was an Witz, Einfällen und musikalischem Polka-Feuerwerk geboten wurde. Schon der Auftakt: Der beste „Elvis-Imitator aller Zeiten“ trat vor den Vorhang, in Begleitung eines dröhnenden Einspielers. „Playback ab“, so sein Ruf. Nichts kam, eine Panne? Nein, gewollt - die Bläser ersetzten das Playback. „White Christmas“ erklang - in der Elvisversion - tosender Applaus für Ralf Alex und die Crew. Doch die eigentliche Geschichte begann mit „Spiel mir das Lied vom Tod“. Durch die Wüstenlandschaft kamen zwei Cowboys angeritten - Archi (Grams) und Martin (Beck). Gewaltig vervollständigte Sitting Bull alias Dirk (Meyer) das Trio. Donald Trump betrat die Bühne der Welt - Ralf Alex kann so glatt als Double auftreten, toll geschminkt. Er, der größte Macher aller Zeiten, erzählt dem Volk, was eigentlich Weihnachten wirklich los war: „Alles Fake News“. Jesus ist nicht in Bethlehem geboren. Trump weiß es: He is „Born in the USA“. Und er war ein Indianer, und der beste Freund von Winnetou, und er träumte von einer Squaw - und das alles zu den Klängen von „Hol das Lasso raus“. Klar gibt es laut Trump Weihnachten eine Christmett(ss)e. Also für VIPs. Mit Mett und Messwein kann das Krippenspiel genossen werden, zur Musik von „Rata, rata, ratata“ und „Im Wagen vor mir“.
Na gut, irgendwann kam es raus, zu der fetzigen Musik von „Smoth-Operator“, ich bin ein Hirnamputierter, so die Übersetzung der „PolkapoyZ“. „Ich weiß nicht, wie es geschah, plötzlich war ich Präsident der USA“, formulierte der blond gelockte Erste Mann des Staates von den Brettern, die die Welt bedeuten sollen unter dem Beifall des begeisterten Publikums. Und Schnee fiel vom Himmel, ausgespuckt von der Schneekanone. Und „We are the Champions“ wurde zu „wir feiern Weihnacht, das Fest der Liebe auf das wir uns alle freuen“. Und zu den Klängen von „Leise rieselt der Schnee“ im PolkapoyZ –Rhythmus gab es natürlich auch den berühmt-berüchtigten Eierlikör. Und zu „Endless love“ versprachen die PolkapoyZ ihrer Fangemeinde „Weihnachten ist alles weiß“. Dann wurde noch fleißig abgerockt, das Publikum stellte die tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis, und die Zugaben sollten fast kein Ende nehmen. Für das Publikum stand fest: „PolkapoyZ make Weihnacht great again“. AB
