Ahrweiler Winzer-Verein spendet 2.000 Euro für die Außensanierung der Laurentiuskirche
Weine füllen das Spendenbarometer
Viele der Spendengelder kommen aus der umliegenden Bevölkerung
Ahrweiler. Vielfältig waren die Ideen, wie man die Außensanierung der Ahrweiler St. Laurentiuskirche über Spenden teilfinanzieren kann. Die lange geplante Sanierung mit Anstrich und zahlreichen weiteren Maßnahmen kostet schließlich mehr als eine Million Euro, von denen eigentlich 300.000 Euro ungedeckt waren und über Spenden finanziert werden sollten. Stetig steigende Baukosten haben den Anteil des durch Zuwendungen aufzubringenden Parts mittlerweile auf 350.000 Euro anwachsen lassen. Damit der Finanzbedarf nicht noch weiter steigt, wurde Anfang Juli das Gerüst an der Nordseite der Kirche aufgebaut und mit den Arbeiten begonnen. Während die Malerarbeiten bereits in vollen Zügen voranschreiten, wird in diesen Tagen der Dachdecker erwartet und auch die Fenster sollen bald in Angriff genommen werden. Später wird das Gerüst weiter im Uhrzeigersinn wandern, bis es schließlich am Hauptportal ankommen wird, wo die Arbeiten dann enden. Würde man die Kirche komplett einrüsten, entstünden nicht nur enorme Gerüstkosten, auch könnte man dann die Aufträge nicht an die heimischen, kleinen Handwerksbetriebe vergeben, sondern müsste sich an große Restaurierungsunternehmen werden. Das will man aber in St. Laurentius nicht, denn auch viele der Spendengelder kommen aus der umliegenden Bevölkerung.
Am Mittwoch überbrachten Stephan Esser und Alexander Müller vom Ahrweiler Winzer-Verein weitere 2.000 Euro. Erlöse aus dem Verkauf eines speziellen Weines. Einen 2016er Spätburgunder aus der Lage Daubhaus hatte man mit einem Spendenetikett versehen. 1,50 Euro jeder verkauften Flasche sollten für die Außensanierung der Laurentiuskirche gespendet werden. Mittlerweile sind fast 1.300 Flaschen verkauft. „Sogar weit außerhalb von Ahrweiler über unseren Shop“, freut sich Winzer-Vereins-Betriebsleiter Alexander Müller über das rege Interesse am Spendenwein, während Geschäftsführer Stephan Esser das an der Kirche angebrachte Spendenbarometer weiter füllte. Die Genossenschaft hatte den erzielten Betrag großzügig auf 2.000 Euro aufgerundet.
Derweil machte Paul Radermacher als Vorsitzender des Verwaltungsrates von St. Laurentius aber auch deutlich, dass es noch eines ganzen Batzens an Zuwendungen bedarf. Immerhin beläuft sich der aktuelle Spendenstand auf 265.000 Euro, es fehlen noch 85.000 Euro. Radermacher ist zuversichtlich, dass man diesen Betrag noch erreicht. Denn es kommen immer noch regelmäßig kleinere und größere Summen auf den Spendenkonten an. Jüngst waren erst wieder 600 Euro aus Frankfurt gespendet worden. Dem wollte der Verwaltungsratsvorsitzende nachgehen und erfuhr, dass die Spenderin zwei Mal im Jahr in Ahrweiler zu Besuch ist und dann immer auch Gottesdienste in St. Laurentius besucht. Größere Aktionen oder Veranstaltungen sind derzeit auch wegen der Corona-Pandemie nicht geplant, allerdings wird das Gotteshaus demnächst noch einmal erhöhte Aufmerksamkeit erfahren. Am 25. Oktober wird das Hochamt um 10 Uhr im Radiosender Deutschlandfunk übertragen. Pastor Jörg Meyrer dürfte die Gelegenheit nutzen, um dabei auf die Außenrenovierung aufmerksam zu machen.
Die Spendenkonten
Spenden für die Außensanierung der St. Laurentiuskirche können unter dem Stichwort „Alles für LAU“ überwiesen werden an die Volksbank RheinAhrEifel (IBAN DE92 5776 1591 0501 4284 00) oder die Kreissparkasse Ahrweiler (IBAN DE91 5775 1310 0000 8060 34). Informationen erteilt das Pfarramt unter der Nummer 02641/34737.
Stephan Esser (2.v.l.) füllt das Spendenbarometer, darüber freuen sich (v.l.) Anne Eich, Paul Radermacher, Willi Busch und Alexander Müller.
