Allgemeine Berichte | 21.08.2026

Weitere Untersuchungen beim Ahrradweg nötig

Am Ahrradweg tut sich etwas.  Foto: WITE

Reimerzhoven/Laach. Während der Wiederaufbau des Ahr-Radweges im unteren Bereich sichtbare Fortschritte macht, gibt es an den beiden neuralgischen Punkten zwischen Ahrbrück und Kreuzberg sowie Reimerzhoven und Laach noch Schwierigkeiten. Das Projekt an der Mittelahr liegt nicht in den Händen des Landesbtriebes für Mobilität (LBM). Wie der LBM auf Nachfrage von Blick Aktuell mitteilte, ist dieser nicht Träger dieser Baumaßnahme. Es gibt dort keinen extra Radweg. Vielmehr wird die Radtrasse auf einer Gemeindestraße mitgeführt. Für die Strecke zwischen Altenahr und Reimerhofen rechnet der LBM mit einer Fertigstellung im August/September 2026.

Der Problempunkt zwischen Laach/Reimerzhoven und Laach hingegen liegt hingegen in der Zuständigkeit des LBM. Die Radbrücke dort wurde bei der Ahr-Flutkatastrophe komplett weggeschwemmt. Ein Neubau an dieser Stelle scheidet daher aus. Hier muss eine andere Lösung gefunden werden (Blick Aktuell berichtete bereits). Auf Anfrage von Blick Aktuell beim LBM teile dieser hierzu jetzt mit: „Die Stelle ist wasserwirtschaftlich herausfordernd. Da auf Grund der örtlichen Randbedingungen ein Brückenbauwerk an alter Stelle die Anforderungen aus dem Hochwasserschutz nicht erfüllen könnte - der erforderliche freie Hochwasserabfluss wäre bei einer neuen Brücke nicht eingehalten. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie und einer Voruntersuchung wurden daher verschiedene Varianten für eine neue Trassenführung bzw. neue Brückenkonstruktionen untersucht. Im Ergebnis zeigte sich, dass eine Querung der Ahr wasserwirtschaftlich nicht möglich ist, und zur Führung eines Radweges eine Lösung ohne neue Ahrquerung derzeit weiter zu verfolgen ist.“

Die derzeitigen Lösungsmöglichkeiten sehen eine Führung des Radweges entlang des Ahrhangs/-Felsen mittels einer Tragkonstruktion vor (rund 300 Meter langes Galeriebauwerk unterhalb des Ahrhangs / beginnend unter der Bahnttrasse). Das Bauwerk wird - mit Ausnahme des Anschlusses im Osten - oberhalb des „HQ 100+1“ verlaufen, und stellt daher kein Ablusshindernis der Ahr dar. Narturschutzfachlich ist die Planung anspruchsvoll, da das Plangebiet für die Hangstrecke in einem bisher nicht erschlossenen, mit Hainbuchen/Eichenniederwald bestockten, steilen Felshang liegt. Der Hang ist Teil des FFH-Gebietes Ahrtal sowie des Vogelschutzgebietes „Ahrgebirge“ - und ist damit Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000. Aufgrund der fehlenden Bewirtschaftung ist anzunehmen, dass der Hang Rückzugsort für verschiedene geschützte Tier- und höchstwahrscheinlich auch Pflanzenarten darstellt.“

Am Ahrradweg tut sich etwas. Foto: WITE

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