Allgemeine Berichte | 20.04.2023

Vor allem Realschulen plus verzeichnen erhebliche Zuwächse – Zusätzlicher Raumbedarf an fünf Schulen des Kreises Neuwied

Weiterführende Schulen: Anmeldezahlen steigen deutlich

Kreis Neuwied. Mehr als 1600 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr an einer der weiterführenden Schulen des Kreises Neuwied eingeschult. Wie Mechtild Laupichler als zuständige Referatsleiterin der Neuwieder Kreisverwaltung in der jüngsten Sitzung des Schulträgerausschusses berichtete, sind das rund 120 Fünftklässler mehr als 2022/23.

Konkret sind derzeit 619 Mädchen und Jungen für einen Platz an einem der fünf Gymnasien angemeldet und 903 an einer der zwölf Realschulen plus. Das ist vor allem im Bereich der Realschulen eine satte Steigerung gegenüber den Vorjahren, in denen dort in der Regel knapp unter 800 Kinder angemeldet wurden. Ungebrochener Beliebtheit bei den Eltern erfreut sich die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Neuwied, die wieder die Maximalzahl von 112 Anmeldungen angenommen hat. Die Zahl der Bewerbungen ist aber noch einmal deutlich in die Höhe geschossen: Für 2023/24 hätten Eltern gern 243 Kinder angemeldet, in den beiden Vorjahren waren es jeweils 181.

Die gute Nachricht der neuen Anmeldezahlen: War in früheren Jahren der Fortbestand kleinerer Schulen wie der Deutschherrenschule in Waldbreitbach noch in der Diskussion, so dürfte der Bedarf hier mittlerweile unstrittig sein – zumal der Blick in die Grundschulen erkennen lässt, dass die Zahlen zumindest in der näheren Zukunft noch weiter hochgehen werden. Wie Kreis-Beigeordneter Michael Mahlert in der Ausschuss-Sitzung ausführte, liegt das übrigens nur zu einem kleinen Teil an Flüchtlingen. „Das ist eine allgemeine Entwicklung. Die Zahlen würden auch ohne sie steigen“, stellte er klar.

Die Kehrseite der Medaille: Wo mehr Schüler sind, wird auch mehr Platz gebraucht. Wie Mechtild Laupichler berichtete, haben vor allem drei Real- und zwei Förderschulen Raumbedarf:

- Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule plus in Puderbach war vormals eine zweizügige Regionale Schule, ist aber seit Jahren stabil dreizügig. In den kommenden Jahren wird sie voraussichtlich teilweise auch vierzügig sein. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Bedarf von vier allgemeinen Unterrichts- und fünf Fachräumen sowie einer Bibliothek. Als Interimslösung sind im laufenden Schuljahr drei Räume der benachbarten Grundschule angemietet worden, in Kürze könnte ein weiterer hinzukommen. Die Realschule soll einen Anbau bekommen. Die Verwaltung führt hierzu schon die notwendigen Abstimmung mit der Schulaufsicht der ADD durch.

- Die Heinrich-Heine-Realschule plus in Neuwied war ehemals dreizügig. Nachdem die Schülerzahlen zwischenzeitlich eingebrochen waren, haben sie sich mittlerweile wieder deutlich stabilisiert und werden laut Prognose weiter steigen. Eine nachhaltige Vierzügigkeit ist dadurch noch nicht sicher, aber nicht unwahrscheinlich. Außerdem gehört die „Heine“ dem „S4 - Schule stärken, starke Schule!“-Projekt des Landes an, mit dem „Schulen in herausfordernden sozialen Lagen“ unterstützt werden sollen. Auch hieraus ergibt sich ein zusätzlicher Raumbedarf. Als Interimslösung wird eine Umnutzung des Hausmeisterhauses geprüft. Alternativ werden für das kommende Schuljahr zwei Container angemietet. Langfristig sollen zusätzliche Räume angebaut werden.

- Die Römerwall-Realschule plus in Rheinbrohl war ehemals eine zweieinhalb-zügige Regionale Schule, ist aber bereits seit Jahren dreizügig und wird das laut Prognose auch bleiben. Eine Vierzügigkeit ist möglich. Deshalb besteht ein zusätzlicher Bedarf an sechs allgemeinen Unterrichtsräumen und vier Fachräumen sowie diversen Nebenräumen (Arztzimmer, SV, Schulsozialarbeit). Die Kreisverwaltung hat bereits fünf Räume im Schulungszentrum der Handwerkskammer und einen Raum in der Grundschule angemietet. Für das kommende Schuljahr sollen zwei zusätzliche Containerklassen eingerichtet werden. Langfristig sollen auch hier weitere Räume zugebaut werden unter Berücksichtigung der Gesamtsituation im örtlichen Schulzentrum.

- Die Maximilian-Kolbe-Schule in Rheinbrohl hatte früher den ausschließlichen Förderschwerpunkt „L“ („Lernen“), seit 2020/21 zusätzlich aber auch den Förderschwerpunkt „G“ („Ganzheitliche Entwicklung“). Seitdem ist die Klassenzahl von 9 auf 12 gestiegen. Da der Bedarf gerade im G-Bereich deutlich weiter steigt, ist bei dem bis 2031/32 vorgesehenen Vollausbau mit 16 bis 17 Klassen zu rechnen. Der zusätzliche Bedarf ist groß: acht allgemeine Unterrichtsräume, diverse Fachräume, Räume für Lehrer, eine Gymnastikhalle und eine Erweiterung der Mensa. Als Interimslösung soll zu den bislang angemieteten zwei Klassencontainern ein weiterer hinzukommen. Langfristig steht auch hier ein Zubau unter Berücksichtigung der Gesamtsituation des Schulzentrums auf der Agenda.

- Die Carl-Orff-Schule in Neuwied-Engers ist eine Förderschule „G“ (Ganzheitliche Entwicklung) und verzeichnet kontinuierlich steigende Schülerzahlen. Bereits seit 2011 sind zur Unterbringung der Werkstufe Räume im Gebäude einer örtlichen, für die Schüler aber nur schwer fußläufig zu erreichenden Bank sowie zwei Klassencontainer angemietet. Bedarf besteht an sieben bis acht zusätzlichen allgemeinen Unterrichtsräumen, vier Kursräumen und diversen Fachräumen sowie Räumen für Lehrer. Kurzfristig sollen daher im kommenden Schuljahr zwei weitere Container aufgestellt werden. Perspektivisch ist auch hier ein Zubau notwendig, wobei die ausgelagerten Klassen möglichst wieder an einem Standort nahe des Hauptgebäudes zusammengeführt werden sollen.

Michael Mahlert stellte in seinen abschließenden Worten zur Raumsituation zwei Punkte in den Vordergrund. Bezüglich der angesprochenen Erweiterungen ist die Verwaltung derzeit um die Erfassung belastbarer Daten zur Weiterentwicklung der Standorte bemüht. Daran anschließend ist der Dialog mit den betroffenen Schulen und den Kommunen zu führen, damit Lösungen gefunden werden, die von allen Akteuren getragen werden können. Daneben stellt er weiter klar, dass die Verwaltung auch die anderen Standorte im Blick behält, um auch hier bei solide belegbaren Bedarfen frühzeitig reagieren zu können.Pressemitteilung

der Kreisverwaltung Neuwied

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