Allgemeine Berichte | 20.06.2018, 12:15 Uhr

Integrationszentrum setzt auf ehrenamtliche Dolmetscher

Weltflüchtlingstag

Rhein-Sieg-Kreis. Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises treibt sein Projekt „ehrenamtlicher Sprachmittlerpool“ weiter voran. „Unser Projekt ist ein wichtiger Beitrag für eine gelingende Integration“, sagt die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Antje Dinstühler, anlässlich des Weltflüchtlingstages. Ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und Sprachmittler unterschiedlicher Herkunft helfen geflüchteten oder zugewanderten Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, die Sprachbarriere zu überwinden. Die Freiwilligen begleiten zum Beispiel zu Elterngesprächen und Terminen bei Behörden oder sind bei der Anmeldung eines Kindes im Kindergarten behilflich. Knapp 25 verschiedene Sprachen sind mittlerweile im Pool vorhanden.

„Die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler werden von Einzelpersonen, Vereinen oder Institutionen hinzugezogen, um sprachliche Defizite auszugleichen und auch bei kulturellen Unterschieden zu vermitteln“, sagt Antje Dinstühler. Der Pool aus Hobby-Dolmetscherinnen und -Dolmetschern wird stetig erweitert. Das Kommunale Integrationszentrum führt zudem regelmäßige Fortbildungen für die Freiwilligen durch. So soll die Qualität des Angebotes nicht nur gehalten, sondern gesteigert werden. Wer sich als Sprachmittlerin oder Sprachmittler engagieren möchte, kann sich an das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises wenden. Ansprechpartnerin ist Maria Zacharioudaki. Sie ist unter der Telefonnummer (0 22 41) 13 31 80 oder per E-Mail an maria.zacharioudaki@rhein-sieg-kreis.de erreichbar. Pro Einsatz, der über das Kommunale Integrationszentrum beauftragt wurde, erhalten die Freiwilligen eine Aufwandspauschale.

Kreisangehörige Kommunen, Verbände oder Institutionen können beim Kommunalen Integrationszentrum einen ehrenamtlichen Sprachmittlerdienst beantragen. Anfragen müssen mindesten fünf Werktage vor dem geplanten Termin per E-Mail eingereicht werden. Im „Sprachmittlerpool“ helfen Freiwillige bereits seit 2015 geflüchteten und zugewanderten Menschen, sich im Alltag zurechtzufinden. Im Jahr 2016 lag die Zahl der Asylbewerber im Rhein-Sieg-Kreis (ohne Troisdorf) bei 5.067, im Jahr 2018 liegt die Zahl der Asylbewerber bisher bei etwa 2.250.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

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