Marienkrankenhaus Cochem
Weniger ist manchmal mehr
Cochem. Am Mittwoch, 5. April, findet ab 18.30 Uhr im Marienkrankenhaus Cochem ein Vortrag zum Thema „Besonderheiten der Arzneimitteltherapie älterer Menschen“ statt. Dr. Horst-Peter Wagner, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin ll/Akut-Geriatrie, wird an diesem Abend in den Räumen der Krankenpflegeschule Interessierte ausführlich darüber informieren, was im Rahmen einer Medikation zu beachten ist.
„Fünf oder mehr Arzneimittel an jedem Tag einzunehmen, ist im Alter keine Seltenheit. Die große Schwierigkeit besteht darin, diese Multimedikation verträglich zu halten oder zugunsten der Gesundheit des Patienten zu reduzieren. Denn eine mögliche schwere Nebenwirkung von Multimedikation oder potenziell inadäquaten Medikamenten sind Stürze. Allein in deutschen Pflegeheimen werden über eine halbe Millionen Stürze oder Verwirrtheitszustände auf die Folgen einer suboptimalen Medikation zurückgeführt“, erklärt Dr. Wagner.
Ein vom Bundesgesundheitsministerium beauftragter Untersuchungsbericht von 2011 hat festgestellt, dass 66 Prozent dieser „Nebenwirkungen“ potenziell vermeidbar oder zumindest in ihrem Ausmaß begrenzbar sind. „Dies ist ein wichtiger Ansatz, den wir Mediziner in unserer täglichen Arbeit berücksichtigen müssen. Denn verständlicherweise haben ältere Menschen vor solchen Folgen, besonders vor Stürzen, Angst“, ergänzt der Chefarzt der Abteilung für Altersmedizin im Marienkrankenhaus Cochem. Weitere Informationen unter www.marienkrankenhaus-cochem.de.
