Allgemeine Berichte | 16.01.2019

Karnevalsfreunde Merzbach/Neukirchen feiern Jubiläum

Wer 25 Jahre den Karneval lebt, der macht alles richtig

RKK-Präsident Hans Mayer persönlich überreichte dem Präsidenten Jürgen Schöneweiß die Jubiläumsurkunde im vollbesetzten Grundschul-Gürzenich

RKK-Präsident Hans Mayer (zweiter von links) überreichte anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Karnevalsfreunde Merzbach/Neukirchen eine Jubiläumsurkunde an den Vorstand mit (von links) Kassiererin Marlies Lanzrath, Präsident Jürgen Schöneweiß und Vizepräsident Thomas Jäckel. Foto: -JOST-

Merzbach. Kein Geringerer als der Präsident der Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK), Hans Mayer, gab sich die Ehre und gratulierte den Karnevalsfreunden Merzbach/Neukirchen zu ihrem Silberjubiläum. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hatten die Rheinbacher Höhenort-Jecken nämlich zum Jubiläumsfrühschoppen in die Aula der Grundschule Merzbach eingeladen, und zahlreiche Karnevalsgesellschaften aus der Region gaben sich mit ihren Tollitäten ein Stelldichein.

„Wer 25 Jahre den Karneval lebt, der macht alles richtig“, wusste RKK-Präsident Mayer, denn er trage dazu bei, die Menschen miteinander zu verbinden und leistet damit einen Beitrag, dass die Gesellschaft insgesamt enger zusammenrücken. Hier würden nicht nur das Brauchtum und die Tradition fortgeführt, sondern auch die Jugend in die richtigen Bahnen gelenkt und somit die Zukunft des Rheinischen Brauchtums dauerhaft gesichert, lobte er das Geburtstagskind. Nicht zuletzt sei der Karneval auch ein Brückenbauer zwischen den Kulturen, wobei Mayer unter dem Beifall der Gäste auch einschränkte: „Wer unsere Kultur ablehnt, hat hier nichts zu suchen.“

Ein zusätzlicher Rentenpunkt für Ehrenamtliche

Meyer rief aber auch in Erinnerung, dass das Ehrenamt in Deutschland pro Jahr 4,3 Milliarden Arbeitsstunden unentgeltlich leiste, weshalb der RKK jetzt im Bundestag eine Petition eingebracht habe: Wer 30 Jahre lang ehrenamtliche Arbeit geleistet hat, soll einen zusätzlichen Rentenpunkt bekommen. „Dafür wollen wir kämpfen, nicht zuletzt, um wieder junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern“, rief er aus. Und natürlich hatte er für den Jubiläumsverein auch eine große Jubiläumsurkunde mit dabei, die er an den Präsidenten Jürgen Schöneweiß, seinen Stellvertreter Thomas Jäckel und Kassiererin Marlies Lanzrath überreichte. Da musste Schöneweiß gerührt eingestehen: „Jetzt hab‘ ich Pippi in den Augen – da weiß man, wofür man 25 Jahre lang gearbeitet hat.“

Dabei hatte sich im Oktober 1994 wohl niemand träumen lassen, dass der Verein einmal eine so wichtige Rolle im Dorfleben von Merzbach und Neukirchen spielen sollte. Damals hatten sich auf Initiative des heutigen Ehrenpräsidenten Peter Lanzrath eine Hand voll Jecken erstmals getroffen, um den Saalkarneval möglichst auf eine breitere Basis zu stellen und attraktiver zu gestalten. So wurde von 26 Karnevalsverrückten kurz vor Silvester 1994 die Gründung der Karnevalsfreunde Merzbach/Neukirchen beschlossen, und schon in der gleichen Session wurden die Saalveranstaltungen in den beiden Ortschaften übernommen.

In der ersten Sitzung gab es ein Kinderdreigestirn

Der Anfang fiel nicht schwer, da zum Glück in dieser Session ein Kinderdreigestirn vorhanden war. Die Resonanz auf die vier angebotenen Saalveranstaltungen übertraf alle Erwartungen, insbesondere der Ball am Karnevalssamstag war restlos ausverkauft, wie sich Lanzrath erinnerte. Am 12. Oktober 1995 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister, seither ist der gemeinnützige Verein auch berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

Schon im Mai 1995 wurde eine Kindertanzgruppe mit anfangs einem Dutzend Kindern ins Leben gerufen, und bis heute sind die mittlerweile drei Tanzgruppen der ganze Stolz der KG. 1996 wurde das erste erwachsene Prinzenpaar proklamiert, Prinz Willi I. (Wexler) und Prinzessin Peter I. (Nussbaum) regierten damals über die Jecken in der „Sürsch“. Allerdings setzte sich die Tradition der Tollitäten nicht wirklich durch, immer wieder gab es längere Phasen ohne närrischen Herrscher über die Rheinbacher Höhenorte. Zuletzt gab es 2016/2017 ein Prinzenpaar mit Prinz Ralf II. und Prinzessin Heike I. (Thomm).

Grundschule wird regelmäßig zum Gürzenich umfunktioniert

Seit 1996 ist die Aula der Grundschule regelmäßig zum „Gürzenich“ umfunktioniert worden, wo in diesem Jahr die 21. Prunksitzung am 8. Februar stattfinden wird. 1997 fand erstmals ein Kinder- und Jugendgardetreffen statt, was bis heute alljährlich weitergeführt wird. 2004 wurde die Anschaffung eines eigenen Karnevalswagens beschlossen, der zunächst in vielen freiwilligen Arbeitsstunden von Grund auf saniert wurde und heute als Komiteewagen beim alljährlichen Rosenmontagszug unterwegs ist. Fleißig waren die Mitglieder auch 2002, als erstmals eine richtige Bühne in der Grundschule-Aula aufgebaut wurde. Dadurch ging zwar eine Reihe von Sitzplätzen verloren, doch das Publikum kann das Programm jetzt sehr viel besser verfolgen und genießen.

So auch beim Jubiläumsfrühschoppen, bei dem unter anderem „Die drei Colonias“ und „Schwaadlappe“ (Hermann Scotty Rheindorf) auftraten und sowohl die „positiven Funken“ wie auch die „Sürsche Mädche“ Kostproben ihres tänzerischen Könnens gaben. Natürlich wurden auch noch jede Menge Orden und Ehrenabzeichen verteilt, und Vizelandrätin Silke Josten-Schneider lobte in ihrer Jubiläumsansprache noch einmal die Verdienste der Karnevalsfreunde Merzbach/Neukirchen. JOST

RKK-Präsident Hans Mayer (zweiter von links) überreichte anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Karnevalsfreunde Merzbach/Neukirchen eine Jubiläumsurkunde an den Vorstand mit (von links) Kassiererin Marlies Lanzrath, Präsident Jürgen Schöneweiß und Vizepräsident Thomas Jäckel. Foto: -JOST- Foto: Volker Jost

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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