Am Ende eines Sportjahres: Ein Rückblick auf die Erfolge
Wer Sport treibt, ist glücklicher
Thilo Becker ehrte „Glückskinder“ und weitere SportlerInnen für herausragende sportliche Leistungen
Höhr-Grenzhausen. Bei der diesjährigen Sportlerehrung konnte Verbandsbürgermeister Thilo Becker fast 50 Einzelpersonen und 13 Mannschaften ehren, die im Jahr 2018 erfolgreich die Verbandsgemeinde und Stadt Höhr-Grenzhausen sowie die Ortsgemeinden präsentiert und vertreten haben. Zu Beginn begrüßte Becker die Vertreter der Kommunalpolitik und den Vorsitzenden des Sportkreises Westerwald, Albrecht Gehlbach, sowie alle „Glückskinder“, die der Einladung gefolgt waren. Das Rätsel um den von ihm gewählten Begriff löste Becker mit den folgenden Ausführungen auf: „Mediziner und Psychologen haben festgestellt, Sport setzt Glückshormone im Körper frei. Wer Sport treibt, ist optimistischer, fröhlicher, einfach glücklicher als andere.“
In seiner Begrüßung ließ Becker die sportlichen (Miss-)Erfolge der Deutschen auf internationaler und nationaler Ebene noch einmal Revue passieren. Im Folgenden würdigte er die Erfolge der Sportlerinnen und Sportler der Verbandsgemeinde im Team, als Mannschaft und Einzelsportler als tollen persönlichen Erfolg.
Höhr-Grenzhausen bringt erneut Deutsche Meister hervor
Dass sich nicht nur ein ereignisreiches, sondern auch ein erfolgreiches Sportjahr langsam dem Ende neigt, bewiesen die Ehrungen des Abends. Mit Nina und Lars Blomberg von den Bogensportfreunden Kannenbäckerland traten zwei Deutsche Meister vor, die durch den Verbandsbürgermeister und seine Frau Krista ihre Urkunden und Medaillen entgegennahmen. Bei der Kreismeisterschaft Luftgewehr, KK 100m und KK liegend, belegte die 16-jährige Leonie Kauert den ersten Platz, wurde Bezirksmeisterin und qualifizierte sich damit für die Landesverbandsmeisterschaft. Den Kreispokalsieg heimsten die B- und C-Jugend der JSG Kannenbäckerland ein, um hier nur einige der wirklich herausragenden Erfolge der Sportlerinnen und Sportler aufzuführen.
Anerkennung und Würdigung der sportlichen Leistungen
Doch diese Erfolge stellen sich nicht von selbst ein. Wie Becker in seiner Ansprache betonte, stehen dahinter Motivation und die Lust auf Leistung sowie die Leidenschaft für die jeweils ausgeübte Sportart. „Wenn ich gleich jedem Einzelnen oder den Mannschaften Urkunden und Plaketten überreiche, erfolgt dies mit Freude und Bewunderung. Sie alle haben sich in überregionalen Wettkämpfen ausgezeichnet und tolle Leistungen vollbracht, auf die Sie zurecht stolz sein können. Sicher haben Sie dafür hart trainiert und manches Opfer bringen müssen, damit der sportliche Erfolg eingefahren werden kann. Fleiß, Zielstrebigkeit und Konzentration sind die Stärken, die auch im Sport den Erfolg garantieren.“, würdigte Thilo Becker den Einsatz und das Engagement der Anwesenden Erfolgsträger.
Fußball, Fußball und nochmal Fußball
Aber Thilo Becker wäre nicht Thilo Becker, wenn er trotz all der hervorragenden Leistungen, Erfolge und Verdienste den Sport beziehungsweise das Sportangebot nicht auch von anderer Seite beleuchten würde. „Wenn wir gleich die Sportlerinnen und Sportler ehren, wird Ihnen im Nachgang vielleicht etwas auffallen. Trotz hervorragender Übungsbedingungen werden wir feststellen müssen, dass die Urform des Sports, die Leichtathletik, heute Abend nicht vertreten ist. Ist Laufen, egal über welche Distanz, oder Springen, gleichgültig ob hoch oder weit, nicht mehr ‚in‘? Ist das breite Freizeitangebot ein Hindernis für intensives Training? Und stiehlt die öffentliche Wahrnehmung des Fußballs allen anderen Sportarten die Attraktivität?“ Worte und Fragen, die zum Nachdenken anregen sollen. So fokussiere sich auch die Berichterstattung in den Medien sehr stark auf den Fußball, so Becker, der selbst fußballbegeistert ist, dem aber nach eigenen Worten die Leichtathletik in der öffentlichen Wahrnehmung definitiv zu kurz komme. Sein Appell richtete sich an die Vereine, sich dieser Sportart wieder mehr verpflichtet zu fühlen. Becker betonte zum Schluss, dass er mit seinen Worten niemanden verletzen oder brüskieren wolle, sondern einfach Anregung zum Nachdenken geben wolle.
Wenn das Hobby Sport zur Passion wird
Woche für Woche gehen jedoch nicht nur die Sporttreibenden an den Start, sondern auch die Trainerinnen und Trainer sowie ehrenamtliche Vereinsmitglieder, die durch ihren unermüdlichen Einsatz den Regionalsport und ihren Verein unterstützen. Dafür wurden ihm Rahmen der diesjährigen Sportlerehrung Heidrun Schneider und Günther Kesberg geehrt.
Frau Schneider hat ihr Leben dem Rollsport verschrieben und stand bereits mit neun Jahren auf Rollschuhen. Zahlreiche Erfolge begleiteten ihre Laufbahn und sie war und ist als Übungsleiterin, Wertrichterin und Trainerin aktiv. Mit ihren heute 73 Jahren rollt sie noch immer begeistert auf Rollschuhen durchs Leben.
Als Abteilungsleiter Volleyball und Mitglied des Hauptvorstandes des TuS Hilgert hat Günther Kesberg sich durch seinen verlässlichen Einsatz und seine immerwährende Hilfestellung um die Abteilung und seinen Verein verdient gemacht. Dies tut er nicht nur auf Nachfrage, sondern stets aus Eigeninitiative und bindet selbst Familienmitglieder mit seinem Enthusiasmus ein.
Alles Geehrte gebührt also großer Respekt vor ihrer Leistung, ihrem Engagement sowie ihrem Einsatz, den sie Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr für ihren Verein erbringen. Mit großen Schritten nähert sich 2018 dem Ende und bestimmt stehen schon alle in den Startlöchern für 2019.
Thilo Becker freute sich mit den Sportlerinnen und Sportlern über die diesjährigen Erfolge.
Thilo Becker beglückwünschte die B-Jugend der JSG Kannenbäckerlang.
Der Verbandsbürgermeister dankte Heidrun Schneider für ihren unermüdlichen Einsatz.
Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler 2018 der Verbandsgemeinde.
