Allgemeine Berichte | 10.01.2019

Projekt „Pausentaste“ bietet ein bundesweites Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche

Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe

Die Vorstellung des Projekts „Pausentaste“ sorgte auch bei Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in Berlin für große Begeisterung.privat

Berlin. Seit Januar 2018 gibt es das Projekt „Pausentaste“, mit dem das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit der Nummer gegen Kummer e.V. ein bundesweites Beratungsangebot für Kinder-und Jugendliche bereitstellt, die ihre Angehörigen pflegen und sich um ihre Familien kümmern. Laut Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) gibt es bundesweit mehr als 230.000 Kinder und Jugendliche, die ihre Angehörigen versorgen und pflegen. Doch die Dunkelziffer ist wesentlich höher, da viele Mädchen und Jungen nicht über ihre Situation zu Hause reden. Im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin fand ein Fachtag, mit anschließendem Netzwerkstreffen zum Thema pflegende Kinder und Jugendliche statt. Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey würdigte das Engagement der Akteure und deren Einsatz für die Belange pflegender Kinder und Jugendlicher. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe allen Kindern und Jugendlichen, die pflegen, den Rücken zu stärken. Wir kümmern uns um die Kümmerer. Kinder und Jugendliche, die pflegen, sind besondere Kümmerer. Sie brauchen Entlastung und Hilfe.“

Das Projekt „Pausentaste“

Die Projektleiterin des Kinder-und Jugendtelefons und des Elterntelefons der Nummer gegen Kummer e.V. in Neuwied, Gaby Uhr, nahm an diesem Fachtag teil und stellte die telefonische Beratung und Email-Beratung im Rahmen des Projektes „Pausentaste“ vor. „Am Telefon und in der Email-Beratung haben wir häufig mit Kindern und Jugendlichen Kontakt, die kranke Eltern, Großeltern oder Geschwister haben und in die Pflege eingebunden sind und manchmal auch darüber hinaus im Haushalt helfen müssen. Die Kinder äußern zu Beginn unspezifische Symptome oder schreiben, dass es ihnen nicht gut geht, sie häufig müde sind, unkonzentriert, schlecht schlafen oder traurig sind. Diese Symptome sind oft begleitet durch Suizidgedanken und selbstverletzendem Verhalten. Wir stellen dann gezielt Fragen, seit wann das so ist und ob damals etwas passiert ist oder sich in der Familie etwas verändert hat. Dann erfahren wir nach und nach, in welchen schwierigen Verhältnissen das Kind lebt. Im Schutze der Anonymität reden und schreiben die Kinder sich alles von der Seele. Wir nehmen uns viel Zeit für die Gespräche und überlegen dann gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, welche Lösungen und Hilfsangebote für sie in Frage kommen und wer ihnen vor Ort bei der Umsetzung helfen könnte. Am Ende des Gesprächs ist uns wichtig zu erwähnen, dass die Kinder jederzeit wieder anrufen können.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Neuwied, unserem Träger, suchen wir auch in diesem Jahr für unsere Projekte Kinder-und Jugendtelefon, Jugendliche beraten Jugendliche und das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer e.V. wieder Ehrenamtliche, die von uns kostenlos zum Telefonberater ausgebildet werden. Für das Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ können sich Jugendliche ab 16 Jahren engagieren“, so Gaby Uhr. Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit, bitte an die Projektleiter Gaby Uhr, (0 17 8) 51 93 02 9, Gabi-u@t-online.de oder Gerd Steuer, (0 17 3) 53 85 55 6, jbjprojekt.neuwied@t-online.de oder direkt an den Kinderschutzbund Neuwied, Tel. (0 26 31) 28 52 1, info@kinderschutzbund-neuwied.de wenden.

Die Vorstellung des Projekts „Pausentaste“ sorgte auch bei Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in Berlin für große Begeisterung.Foto: privat

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