Mayener Verwaltungs-Hochschule feierte Jubiläum mit „präsidialen Gästen“
„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...“
Mayen. „Die Lehrgangs-Teilnehmer und Studierenden sind hier in Mayen gut aufgehoben“, stellte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der Aula der Verwaltungshochschule des Landes Rheinland-Pfalz anerkennend fest. Eine Festveranstaltung zum Jubiläum der Hochschule für öffentliche Verwaltung (HöV, 35 Jahre) und der Zentralen Verwaltungsschule RP (ZVS, 40 Jahre) gaben ihr und weiteren Festrednern die Gelegenheit zu einem Rückblick der Ressort-übergreifenden Aus- und Fortbildung, die ich hier in sehr guten Händen weiß. Die Qualität der ‚Mayener Ausbildung‘ ist bekannt und wird geschätzt, bestätigen auch die derzeit ansteigenden Teilnehmerzahlen und die Feststellung, dass die hier ausgebildeten Fachkräfte den Anforderungen der Praxis absolut gewachsen sind.“
„Unsere Kundschaft ist die Gesellschaft“
Die Anwesenheit von 200 Ehrengästen bei der Jubiläums-Feierstunde verdeutlichte die Wertschätzung, die insbesondere Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz und der Kommunen „ihrer Mayener Schule“ entgegenbringen. Hierfür dankte der Schulleiter, Direktor Klaus Weisbrod, bei seinem Willkommensgruß –stellvertretend für viele weitere Ehrengäste- der Ministerpräsidentin RP Malu Dreyer und dem Landtags-Präsidenten Hendrik Hering sowie den Landtags-Abgeordneten Dr. Adolf Weiland und Benedikt Oster sowie Hedi Thelen und Monika Becker, beiden auch als ehemalige HöV-Absolventinnen. „Sie finden solche ‚Mayener‘ heute nahezu in allen Bereichen der Verwaltung in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus“, listete Direktor Weisbrod beispielhaft weitere ehemaligen „Mayener Studenten“ auf, unter anderem Sozialministerin Sabine Bätzung-Lichtenthäler, Innen-Staatssekretär Günter Kern und einige der zahlreichen kommunalen Führungs-Persönlichkeiten, die „durch die Mayener Schule gegangen sind“.
Auch wenn die Geschichte der HöV/ZVS offenbar eine Erfolgsgeschichte ist (s. „BLICK aktuell“ 44/16), dürfe man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, so der Schulleiter. „Unsere Kundschaft ist die Gesellschaft“, lautet ein Slogan der Mayener Verwaltungs-Hochschule. Hierbei seien die Anforderungen maßgeblich, die Verwaltungspraxis und letztlich der Bürger an seine Verwaltung stellt. Für diese Herausforderungen auch an die Mayener Verwaltungs-Hochschule wünschte der Mayener Oberbürgermeister Wolfgang Treis in seinem Grußwort „weiterhin ein gutes Gelingen und eine glückliche Hand. Die bedeutende Entwicklung der Schule meisterte schon so manche Veränderungen in den ersten vier Jahrzehnten. Und in all den Jahren war die Stadt Mayen froh und dankbar, die Verwaltungs-Hochschule in unserer Stadt zu wissen und auch das gute Miteinander, das wir miteinander pflegen“.
Digitalisierung verändert Aufgabenfelder
Die Erwartungen an Qualität und Schnelligkeit öffentlicher Dienstleistungen werden zunehmend komplexer und anspruchsvoller. „Das hängt ganz wesentlich mit einer wichtigen Veränderung unserer Gesellschaft zusammen, nämlich der Digitalisierung. Wir müssen die Digitalisierung als positive Möglichkeit begreifen. Denn: So wie die Bürgerinnen und Bürger inzwischen über das Internet einkaufen, möchten sie auch Verwaltungsleistungen abrufen können,“ thematisierten sowohl die Ministerpräsidentin als auch der Schulleiter einen Blick in sich verändernde Aktionsfelder in Verwaltung und (ihrer) Schule. „Es kann und darf nicht sein, dass die Verwaltung in einem Flächenland mit großen räumlichen Entfernungen wie Rheinland-Pfalz in Sachen ‚Digitalisierung‘ nicht mithalten kann. Sie muss mit gutem Beispiel vorangehen, statt Hemmschuh zu sein,“ so der gemeinsame Tenor zu der Zeit angepassten Verwaltungshandeln und entsprechender schulischer Begleitung.
Die musikalische Umrahmung des Jubiläumsfestes gelang der Band KONFLUX sehr trefflich.
Einen humorvollen Abschluss des Jubiläumsfestes bildete das Improvisations-Theater SUBITO mit einer Impro-Show, zu der die Festgäste mit Zurufen zu bestimmten Fragestellungen das „Drehbuch“ gestalteten. Verwaltung früher – und heute; leichter lernen; Temperament und Lebensfreude sowie Digitalisierung waren hierbei treffliche Stichworte, die es gemeinsam zu „bearbeiten“ galt.
Fazit: Manches muss man einfach locker sehen – auch in einer Verwaltung und deren Schule.
PRESS
Das gute Miteinander aller Fest-Akteure wurde auch deutlich beim lockeren Abschluss der Jubiläums-Veranstaltung mit der Impro-Theatergruppe SUBITO.
OB Wolfgang Treis gratulierte zum Hochschul-Jubiläum mit einem Dank auch für das gute Zusammenwirken mit der Stadt Mayen.
Die gute Qualität der Verwaltungsausbildung in Mayen ist bekannt und wird geschätzt, bestätigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrer Festansprache und der Signierung des Gästebuches zum Jubiläumsfest.
Den zahlreichen Festgästen galt ein herzliches Willkommen des Direktors der Verwaltungs-Hochschule Klaus Weisbrod.
