Förderverein Matthias-Kapelle Leimbach: Es werden noch freiwillige Helfer gesucht
Wer unterstützt die Fleißigen?
Bis jetzt wurden schon 1300 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht
Leimbach. „Bis jetzt haben wir in Eigenleistung 1300 Arbeitsstunden erbracht“, sagte Norbert Löhr vom Förderverein Matthias-Kapelle bei der Baustellenbesichtigung zum Kapellenfest.
Dafür ist an Innen- und Außenarbeiten auch einiges geleistet worden. Außen sind alle Fensterrahmen abgeschliffen die beschädigten Glasscheiben neu eingesetzt. Anschließen wurden die Fensterrahmen mit einem vierfachen Neuanstrich versehen.
Ebenso wurde in Eigenleistung das Fenster im Kirchturm erneuert, die gesamte Außenwand abgewaschen und das gesamte Gebäude neu angestrichen, einschließlich des Simses im oberen Bereich. Ein Graben für die Stromzufuhr mit dem Durchbohren einer Mauer wurde erstellt. Bei den Innenarbeiten ist auch schon Erstaunliches geleistet worden, aber bis zur Fertigstellung ist es noch ein weiter Weg. Fünf Posten, die von Unternehmern übernommen werden, stehen 14 Posten gegenüber, die in Eigenleistung gemacht werden können. Das sind zum Beispiel das Installieren und Ausrichten der Beleuchtung, der Innenanstrich, das Sanieren der Säulen und der Empore bis zum Herrichten der Außenanlagen.
Der Grund der jetzigen Renovierung war im Jahr 2009 der Einsturz der Decke. Durch fehlerhafte architektonische Planung der Dacheindeckung drang Wasser und Feuchtigkeit ein und brachte die Decke zum Einsturz. Das gesamte Gebäude war feucht und von Pilz- und Hausschwämmen befallen sowie der Dachstuhl unbrauchbar. 2011 gab es das Gutachten des Bistums über die entstandenen Schäden von 153.000 Euro. 2013 wurde der Förderverein zur Restaurierung der Matthias-Kapelle gegründet, 2014 über der Eingangstür ein großes Schild angebracht mit der Aufschrift „Abriss oder Rettung“, zudem erfolgte die Genehmigung zum Beginn der Arbeiten durch das Bistum, nach der Sicherstellung der Eigenleistungen.
2018 wurde das Dach abgerissen, der Kirchturm mit den Glocken abgehoben, ein Ringanker erstellt, der Dachstuhl erneuert, der Kirchturm aufgesetzt und das Dach mit Schiefer eingedeckt. Zudem wurden die Pilzsporen abgetötet.
Die bisherigen Kosten belaufen sich auf 273.000 Euro, darin sind schon 49.000 Euro für die Arbeiten der Unternehmer enthalten. Davon zahlt das Bistum 151.500 Euro, der Förderverein 122.000 Euro. Davon sind bisher 90.000 Euro in bar und 22.000 Euro als innere Anleihe der Pfarrei gezahlt worden. 5000 Euro müssen noch durch Eigenleitung erbracht werden. So sind rund 4000 Euro der Kosten des Fördervereins noch nicht gedeckt.
Aus diesem Anlass veranstaltete der Förderverein ein Kapellenfest im Gemeindehaus. Hier war für das leibliche Wohl am Samstag und am Sonntag bestens gesorgt, auch die Kleinen kamen beim Kinderschminken und anderen Spielmöglichkeiten auf ihre Kosten. Es hätten noch deutlich mehr sein können, denn der Erlös kommt der Matthias-Kapelle zugute. Aber nicht nur Geld wird benötigt, auch freiwillige Helfer, die bei den Arbeiten mithelfen.
SES
Durch den Einsturz der Decke wurde die Renovierung erforderlich. Foto: Photographer:H.T.Sesterheim
