Allgemeine Berichte | 08.12.2020

Entsorgungsfachbetrieb Hündgen will erweitern

Wertstoffe aus ganz Deutschland sollen künftig noch besser in Ollheim recycelt werden

Bebauungsplan soll dafür von einem Gewerbegebiet in ein Industriegebiet geändert werden – Startschuss für das Planänderungsverfahren gegeben

Swisttal-Ollheim. Der Entsorgungsfachbetrieb Hündgen GmbH & Co. KG aus Ollheim will sein Firmengelände am Rande des Ortes deutlich erweitern.

Das erfuhr der Swisttaler Planungs- und Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung von Geschäftsführer Christian Hündgen.

Das Gremium empfahl dem Gemeinderat einstimmig, die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplanes zum Gewerbegebiet „Am Schießbach“ zu ändern.

Dort soll künftig ein Industriegebiet ausgewiesen werden, um weitere Behandlungsanlagen des wertstofflichen Recyclings ebenso zu ermöglichen wie Park-, Lager- und Stellflächen. Das Unternehmen mit derzeit 140 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro ist einer der wichtigsten Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler in der Gemeinde Swisttal.

Der 1949 gründete Fachbetrieb verarbeitet etwa fünf Prozent aller in Deutschland anfallenden Wertstoffe aus dem „Grünen Punkt“, machte der Juniorchef deutlich, dass der Betrieb durchaus eine bundesweite Bedeutung in der Abfallwirtschaft besitze.

Mit der Erweiterung wolle man die Basis für die nächste Generation legen und dafür den bereits bestehenden Recyclingpark erweitern und modernisieren.

10.000 Quadratmeter zusätzliche Hallenfläche

Ohnehin werde das wertstoffliche Recycling immer bedeutender im Sinne einer nachhaltigen Abfallverwertung. Dafür wolle man etwa 10.000 Quadratmeter zusätzliche Hallenfläche schaffen und außerdem für ausreichend Versickerungsfläche zu sorgen.

Zusätzlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, die für den Betrieb nötige Energie durch Eigenstromerzeugung in Verbindung mit Abwärmenutzung zu gewinnen. Dazu soll ein Blockheizkraftwerk errichtet werden, das mit nicht wiederverwertbaren Abfällen befeuert werden soll.

Für diese Ausbaustufe existiere jedoch noch kein Bebauungsplan, weshalb der gültige Bebauungsplan geändert und erweitert werden soll. Dazu gehört auch die Vergrößerung an der östlichen Seite um 15 Meter, was für Umfahrungsmöglichkeiten aus Gründen des Brandschutzes notwendig seien.

Warum aus dem bisherigen Gewerbegebiet künftig ein Industriegebiet werden soll, wollte Monika Goldammer (Grüne) wissen. Das hänge damit zusammen, so Planerin Ursula Lanzerath, dass Recyclinganlagen einer Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz bedürften und grundsätzlich nur in Industriegebieten zulässig seien. Sie versprach aber zugleich, es entstünden dadurch keine zusätzlichen Belastungen und Immissionen.

Fachgutachten müssen noch erstellt werden

Ohnehin müssten noch eine Reihe von Fachgutachten erstellt werden, wenn der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung dem Vorhaben grünes Licht gebe. „Wir sind erst am Anfang des Verfahrens und geben heute den Startschuss“, machte sie deutlich. Auch mit einer eventuell künftig in der Nähe entstehenden Windenergiezone gebe es keine Konflikte, bestätigte Dirk Braun von der Gemeindeverwaltung. Allerdings machte Tobias Leuning (SPD) dem Antragsteller auch klar: „Wir sind sehr verärgert darüber, dass die Ausgleichsmaßnahmen aus der ersten Erweiterung noch immer nicht abgeschlossen sind. Das muss künftig kooperativer werden.“ JOST

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