Allgemeine Berichte | 26.06.2016, 11:30 Uhr

Erste Zustiftung für WBF aus der Sammlung Scheufelen

Wertvolle Erweiterung der Ständigen Ausstellung

Der kleine schon im Museum ausgestellte Kopf ist eine Vorstudie zu dem jetzt erworbenen lebensgroßen Kopf. Davon gibt es nur zwei Güsse.Privat
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Der kleine, 20 Zentimeter hohe Brandt-Kopf, im Unkeler Willy Brandt-Forum, bekommt einen doppelt so großen Bruder. Im sechsten Jahr seines Bestehens erhält das Unkeler Willy Brandt-Museum seine erste große Zustiftung. Am Sonntag, 17. Juli, 11 Uhr wird der Sammler Dr. Ulrich Scheufelen aus Lenningen bei Stuttgart, einen lebensgroßen Brandt-Bronzekopf, den der Bildhauer Gerhard Marcks 1971 geschaffen hat, dem Willy Brandt-Forum als Zustiftung schenken. Die Matinée aus diesem Anlass findet im Multifunktionsraum des Willy Brandt-Forums, Willy-Brandt-Platz 5, Unkel statt. Das Platzangebot ist begrenzt, deshalb wird um Anmeldung gebeten. Prof. Dr. Brigitte Seebacher, die dem Museum das private Arbeitszimmer von Willy Brandt und einen Großteil der originalen Ausstellungsstücke der Ständigen Ausstellung überlassen hat und somit Gründungsstifterin ist, wird erklären, „wie der Kopf nach Unkel kam“. Danach wird der Sammler und Ehrenvorsitzende der Papierfabrik Scheufelen, Dr. Ulrich Scheufelen, die Entstehungsgeschichte der Bronze darstellen und verraten, warum er „Willy Brandt sammelt“. Das Familienunternehmen Scheufelen wurde 1855 gegründet und stellt Premium-Papiere her. Die Sammlung Scheufelen wurde von dem Vater Ulrichs gegründet. Sie umfasst zahlreiche antike Bronzen, die im Württembergischen Landesmuseum ausgestellt sind. Anschließend wird der Kunstwissenschaftler Raimund Stecker das Bronzeporträt in den Kontext von Kunst, Gesellschaft und dem Porträtgedanken im ausgehenden 20. Jahrhundert einordnen. Stecker war Gründungsdirektor des Arp-Museums. Er ist Vorsitzender der Ernst Ludwig Kirchner Gesellschaft in Berlin und lehrt an der Hochschule der Bildenden Künste in Essen. Der 1889 in Berlin geborene Kaufmannssohn Gerhard Marcks gilt neben Barlach, Lehmbruck und Kolbe als bedeutendster deutscher Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er siedelte 1950 nach Köln über und erwarb 1970 ein Ferienhaus in Hain, Verbandsgemeinde Burgbrohl (Eifel), wo er 1981 starb.

Der kleine schon im Museum ausgestellte Kopf ist eine Vorstudie zu dem jetzt erworbenen lebensgroßen Kopf. Davon gibt es nur zwei Güsse.Foto: Privat

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