UNESCO
Westerwälder Steinzeug soll auf Liste des immateriellen Kulturerbes
Region. Die Kultusministerkonferenz hat auf ihrer Sitzung in Berlin entschieden, das Westerwälder Steinzeug für die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu empfehlen.
„Der Westerwald ist seit langem bekannt für seine besondere Handwerkstradition, das Töpfer- und Hafnerhandwerk. Dabei haben die reichen Tonvorkommen der Region das begünstigt“, so Kulturminister Konrad Wolf.
Heute seien fast 40 Werkstätten und Studios sowie bildungspolitisch und wirtschaftlich interessante Kooperationen im Bildungs- und Forschungszentrum Keramik in Höhr-Grenzhausen tragend. „Diese definieren mit Ausbildungsplätzen auf universitärer, wissenschaftlicher sowie gestalterischer Ebene das aktuelle Gesicht der Töpferregion“, so Wolf. Höhr-Grenzhausen sei das Keramikzentrum Europas geworden.
„Ich freue mich, dass nicht nur überregional gepflegte Traditionen, Bräuche oder Handwerkstechniken, wie die Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft, das deutsche Brotwesen, das Schützenwesen oder der Chorgesang in das bundesweite Verzeichnis aufgenommen werden, sondern auch kulturelle Ausdrucksformen oder Traditionen, die nur in einem lokalen, sehr begrenztem Raum gepflegt werden. Dies spiegelt zum einen die sehr große Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen wider, zum anderen ist es auch ein enormer Ansporn für die vielen, oft ehrenamtlich in der Brauchtumspflege aktiven Menschen, diese Traditionen fortzuführen und auch an künftige Generationen weiterzugeben“, so Kulturminister Wolf.
Mit der Aufnahme in die Liste einer Expertenkommission und dem Beschluss durch die Kultusministerkonferenz wurden die Voraussetzungen geschaffen, von der UNESCO als Kulturerbe anerkannt zu werden. Dies war zuletzt Ende November mit der Idee des Genossenschaftswesens als erstem deutschem Vorschlag gelungen.
Pressemitteilung
Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
