Kirmes in Kempenich
Wetter gut, alles gut
Trotz nassem Start wurde es ein schönes Kirmeswochenende
Kempenich. In diesem Jahr war es keine leichte Aufgabe für Kempenichs Schutzheilige Philippus und Jakobus, die Gemeinde vor Wetterunbill zu bewahren. Wundersamerweise konnten sich die beiden kurz vor der offiziellen Eröffnung der Kirmes, die ja mal als Fest zu ihren Ehren etabliert wurde, doch noch Gehör an höherer Stelle verschaffen. Um 17 Uhr riss die Wolkendecke auf, das heftige Regen hatte ein Ende. Sogar die Sonne lugte kurz hervor. Und die schien noch das ganze restliche Kirmeswochende über dem schönen Dorf möt K. Für Lars Krämer vom Vorstand des SC Kempenich e. V., der federführend für die Gemeinschaft der Kempenicher Vereine das erste Bierfass anschlagen sollte, war dies das erhoffte Signal. Er holte den Hammer heraus und ozapft war`s. Fortan sollte es mit dem Wetter und der Stimmung nur noch aufwärtsgehen, auch wenn der Besuch der Fahrgeschäfte am Samstag noch verhalten bleiben sollte. Aber am Abend öffnete die Leyberghalle ihre Türen für den ersten Auftritt der Gruppe „Gentle and Rocking“ in Kempenich. Vier junge Musiker aus der Region, die einen weiteren tollen Auftritt in der Reihe „Kemmesch Un(plugged“ hinlegte.
Rockige Zeitreise am Samstag
Die Gruppe nahm ihr Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Rockgeschichte und präsentierte sich überzeugend als Cover Band für die großen Bands der Musikhistorie. Zum breiten Repertoire der vier Musiker gehören aber auch moderne Rock- und Popsongs. Kathi Schmitt, Markus Döhr, Davis Nidl und Dirk Strahl sorgten für eine tolle Stimmung in der Halle, Besucher aller Altersstufen fühlten sich aufs Trefflichste unterhalten. Dazu gab es an der „machbar“ wieder Cocktails, die Klaus Andersch nach bekannten und eigenen Kreationen mixte. Schon das Zuschauen machte Spaß, denn wer in den Genuss eines seiner tollen Cocktails kommen wollte, musste sich in eine Schlange einreihen. Für den Ausschank aller anderen Getränke sorgten auch an diesem Abend u. a. wieder die Kempenicher Möhnen.
Den Frühschoppen am Sonntag verlegten die Besucher angesichts der immer nochunterkühlten Temperaturen mehrheitlich in die Nachmittagstunden. Schließlich war aber auch Muttertag, und den feierte man doch lieber im kleinen Familienkreis.
Aber dann füllte sich das kleine Areal zwischen den Fahrgeschäften ganz schnell, der Nachwuchs drehte Runde um Runde auf dem bunten Kinderkarussell. Besonders beliebt: Biene Maja, das Feuerwehrauto und die zwei schnittigen Motorräder der Polizei. Auf dem Autoscooter ging es derweil schon robuster zu. Da waren elegante Ausweichmanöver ebenso zu bestaunen wie eindrucksvolle Karambolagen, oft von der brachialen, frontalen Art. Gut besucht auch der Stand, an dem der Nachwuchs Entchen angeln konnte. Und auch die Schießbude fand großen Anklang. Für Lose interessierten sich überraschend wenige Besucher. Gut besucht dagegen waren die Außengastronomie und der Bierbrunnen, der wie immer zentraler und umlagerter Treffpunkt der Besucher war.
Sieg wurde gemeinsam gefeiert
Dort feierte die Dorfgemeinschaft auch die siegreichen Spieler der SG Kempenich/Spessart/Rieden/Volkesfeld , die hier ihren Aufstieg in die Kreisliga A bis weit in die Abendstunden ausgelassen feierten.
Heiß begehrt am Bierbrunnen: Augenzeugenberichte vom Nachmittagsspiel an der Ahr, bei dem die Mannschaft um Alexander Bell mit einem klaren 4:0 den „Sack zu“ und den Aufstieg perfekt gemacht hatte.
Der Montagvormittag stand traditionell im Zeichen der Brauchtumspflege. Nach dem Gottesdienst zu Ehren der Schutzpatrone St. Philippus und Jakobus fand die Kranzniederlegung unter großer Beteiligung der Ortsvereine statt. Anschließend ging es gemeinsam zu Leyberghale. Dort stand bereits die Mittagsverpflegung aus dem Hause Groß-Mauer bereit. Unter den Besuchern und mittendrin im Kirmesgeschehen: die Seniorinnen und Senioren der Marienburg zusammen mit ihren Betreuern. Nach Schulschluss kam auch der Betrieb der Fahrgeschäfte wieder in Schwung und der Platz um den Bierbrunnen vor der Leyberghalle füllte sich erneut. Mit dem Auftritt des beliebten Weiberner Duos „Glad Valley“ verlagerte sich der Kirmes-Schwerpunkt am Montagabend erneut in die Leyberghalle. Die beiden Musiker Raffael und Sebastian Schlich haben in Kempenich wie im gesamten Brohltal bekanntlich viele Anhänger. Die waren auch diesmal wieder begeistert von der Performance der Brüder, die mit ihrem breiten Repertoire Musikfreunde aller Altersstufen ansprechen. Mit dem gutbesuchten Krammarkt am Dienstag ging die Kirmes auch in diesem Jahr wieder zu Ende. Mal sehen, ob die Vereine, unter ihnen der Sportverein, die GKKG, der JGV, der MSC (Motorsportclub Kempenich), die Möhnen und auch die Freiwillige Feuerwehr, wieder ein Plus erwirtschaftet haben, das sie für soziale Projekte im Ort spenden wollen. Es wäre zu wünschen. Beim Maibaumstellen hat man ja gerade erst einen Scheck in Höhe von 600 Euro, dem Erlös der letztjährigen Kirmes, an die Fördervereine der beiden Kindergärten und der Grundschule übergeben.
So jubeln Aufsteiger! Die Mannschaft der SG Kempenich/Spessart/Rieden/Volkesfeld feierte mit den Kirmesbesuchern.
Auch Bürgermeisterkandidat Dominik Schmitz (re.) war dabei.
Eine Menge Spaß für die Kleinen war garantiert.
Ozapft ist: Lars Krämer hat noch den Hammer in der Hand!
