Allgemeine Berichte | 07.04.2016

Leon Linse wird mit geistiger und körperlicher Stärke zum Kung Fu-Weltmeister

Wie ein Shaolin-Mönch

In drei Disziplinen konnte sich Leon Linse den Weltmeistertitel sichern. Rainer Schröer

Andernach. Scheinbar mühelos einen Salto rückwärts machen oder in den Spagat springen: Wer über so eine Körperbeherrschung verfügt, ist ein echter Profi im Kung Fu-Sport. Leon Linse ist sogar Weltmeister. Der 18-Jährige, dem es auf Wettkämpfen gelingt, mit fast magischer Natürlichkeit dem Sport etwas Kunstvolles zu geben, macht seit zwei Jahren seine Ausbildung zum Mechatroniker im Stahlbereich von thyssenkrupp in Andernach. Mindestens drei Mal pro Woche trainiert er und setzte sich kürzlich im spanischen Albria gegen 2.000 internationale Teilnehmer in seiner Altersklasse durch. In gleich drei Disziplinen – Freestyle, Waffen mit Musik und Softstyle - holte er den höchstmöglichen Titel in der „World Kickboxing and Karate Union“ (WKU).

Kung Fu - den Begriff kennen viele durch Filme etwa mit Jackie Chan, der in spektakulären Kampfszenen mit Schwert oder Säbel, Holzstab oder der bloßen Hand gegen Bösewichte aller Art kämpft. Doch der chinesische Begriff Kung Fu bedeutet übersetzt eigentlich so viel wie „harte Arbeit“. Und damit ist nicht nur das harte körperliche Training gemeint, sondern viel mehr die Kunst, den Kampf mit sich selbst aufzunehmen. Kung Fu simuliert einen Kampf gegen mehrere Personen, ist aber niemals gegen reale Menschen gerichtet. Denn seine Philosophie geht davon aus, dass sich in allem, was wir tun, unsere innere Verfassung spiegelt.

Seit zehn Jahren trainiert der junge Mann aus dem rheinland-pfälzischen Rengsdorf nach den Jahrtausende alten Regeln der Shaolin-Mönche nicht nur seinen Körper, sondern auch seine geistige Stärke. Meditative Techniken und Atemkontrolle nutzt er gezielt vor Prüfungen in seinem Lehrgang zum Mechatroniker in der Weißblechsparte, um sein Wissen im Stressfall perfekt abrufen zu können: „Disziplin und Ausdauer sind auch im Beruf selbstverständlich für mich. Das Planen und Steuern komplexer Anlagen hat für mich, wenn man es wirklich perfekt beherrscht und voll konzentriert bei der Sache ist, auch etwas Kunstvolles.“

Geschmeidig, scheinbar leicht und ungeheuer kraftvoll sieht es aus, wenn er seine Künste bei einem sportlichen Wettkampf zeigt. Die Figuren, die Linse „läuft“, wie man beim Kung Fu sagt, sind teilweise selbst ausgedacht, teilweise hat er sie auf Lehrgängen von chinesischen Meistern gelernt. Auf diese Weise ist ein eigener Stil entstanden, den er ständig weiter entwickelt. Besonders liebt Leon Linse akrobatische Elemente: „Tricking“ nennt man das.

Während der Meisterschaften im spanischen Albria war die Konkurrenz groß. „Wenn sich anfangs alle präsentieren, dann rast das Herz“, sagt Linse. Doch innerhalb von nur drei Minuten konnte er die Kampfrichter von sich überzeugen. Nun bereitet er sich auf die nächsten Wettkämpfe in der neuen Altersklasse vor und nimmt die neue Herausforderung an, sich mit innerer Stärke und seinem eigenen Stil gegen erfahrende Mitstreiter während der nächsten Meisterschaften durchzusetzen.

Pressemitteilung

thyssenkrupp Rasselstein GmbH

Mit fast magischer Natürlichkeit gibt Linse dem Sport etwas kunstvolles.

Mit fast magischer Natürlichkeit gibt Linse dem Sport etwas kunstvolles. Foto: ThyssenKrupp Steel Europe Fotogr

In drei Disziplinen konnte sich Leon Linse den Weltmeistertitel sichern. Fotos: Rainer Schröer Foto: ThyssenKrupp Steel Europe Fotogr

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