Erfolgreiche Schülerbegegnung der Verbandsgemeinde Altenahr in Martely/ Ungarn
Wie feiert man Ostern in Ungarn?
Altenahr. 20 Jungs und Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren konnten über Ostern mit einem 5 köpfigen Betreuerteam des pro Büro für Jugendarbeit ihre Ferien nutzen um das Leben in der Partnergemeinde Mártléy in Südungarn kennen zu lernen.
Die Gruppe startet mit dem Busreisen Fiedler vom Jugendbüro Altenahr, nachdem Eltern, Geschwister und Großeltern eine gute und spannende Reise wünschten. Nach 18 Stunden Fahrt und knapp 1400 Kilometer später, wurden die Schüler und ihre Betreuer, mit der bekannten Gastfreundschaft der Ungarischen Partnergemeinde Mártély empfangen. Die Kinder lernten ihre Gastfamilien kennen und konnten sich den Donnerstag über von der langen Busfahrt erholen. Bei tollem Wetter bot sich der Freitag für sportliche Spiele und einen gemeinsamen Spaziergang an der Theiß und dem örtlichen Naturlehrpfad an. Nach nicht mal 24 Stunden war die Sprachbarriere und das Heimweh vergessen und die Schüler verständigten sich mit Händen und Füßen mit ihren neuen ungarischen Freunden. Wenn die Hände und Füße einmal nicht gereicht haben, konnte immer einer der Übersetzer aushelfen und somit auch das Zusammenspiel zwischen den ungarischen und den deutschen Betreuern möglich machen. Am Samstagmorgen stieg die Gruppe aus Ungaren und Deutschen wieder in den Bus um neben einem Museumsbesuch für Handwerksarbeit, gemeinsam den Tag im Schwimmbad zu verbringen. Die Lunchpakete der Gastfamilien, mit Spezialitäten des Landes, waren zur Stärkung zwischendurch genau das richtige. Am Abend hatten die Teilnehmer und auch die Betreuer die Möglichkeit Lebensmittel und Souvenirs für die Heimat in einem Einkaufszentrum zu ergattern. Die fremde Währung Forint löste bei dem einen oder andern zwar im ersten Moment etwas Verwirrung aus, aber mit Hilfe der Ungarischen Begleitung konnten alle Wünsche erfüllt werden. Der Ostersonntag galt ganz der Familie. Neben Wanderungen, Zoo besuchen und anderen Ausflügen hatten die deutschen Schüler die Möglichkeit die ungarische Osterkultur kennenzulernen und den Tag vor der Abreise voll und ganz zu genießen.
Ostern in Ungarn
In Ungarn steht an Ostern der Ostermontag mit dem traditionellen „Gießfest“ im Fokus. Die Männer des Dorfes gehen von Haus zu Haus, tragen Gedichte vor und besprühen die Damen des Hauses mit Parfüm. In jedem Haus ist der Tisch reichlich gedeckt und die ungarische Gastfreundschaft ist all umher. Trotz Feiertagsstimmung war die Aufbruchstrauer am Abend groß. Bei einem großen Abschiedsfest, kamen die Familien, die Kinder, Betreuer und der Ortsansässige Bürgermeister zusammen und ließen die letzten Tage noch einmal Revue passieren. „20 Jahre Partnerschaft lebt gerade von solchen Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen. Auch das Engagement der ungarischen und deutschen Betreuer ist immer wieder lobenswert zu nennen und umso mehr können wir uns auf das Wiedersehen im Sommer zu den großen Jubiläumsfeiern freuen“, mit diesen Worten verabschiedete der Bürgermeister aus Mártély sich von den deutschen Schülern.
Mit vielen Tränen, aber auch mit Vorfreude auf die eigene Familie, fuhr der Bus am Gemeindeplatz in Mártély los, um am Dienstagnachmittag von den Eltern und den Verantwortlichen vom Jugendbüro und Partnerschaftsverein freudig empfangen zu werden.
Für die Beteiligten dieser Reise war das Fazit eindeutig: Bei der nächsten Reise sind die Teilnehmer wieder dabei.
Gemeinsame Aktionen standen im Vordergrund.
