Allgemeine Berichte | 05.07.2017

Geschwister-Scholl-Hauptschule

Wie ist es, wenn man blind ist?

Inklusion - Ein mit allen Sinnen erlebtes Thema im Unterricht

Verschiedene Brillen simulierten Sehbehinderungen.Privat

Meckenheim. Wie ist es, wenn man blind ist? Wie komme ich eigentlich klar, wenn ich im Rollstuhl säße? Kann ich noch schreiben, wenn mir meine Arme wegen einer Muskelerkrankung immer nur wehtun? Was bekomme ich noch mit, wenn mein Gehör eingeschränkt ist? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich der Jahrgang 7 kürzlich mit seinen Lehrern Angelika Wetzlar, Tim Schulz, Zita Lennartz und Ina Lehnertz im Rahmen des Unterrichtsfachs „Soziales Lernen“. An neun verschiedenen Stationen erleben Schüler, wie es ihnen ansatzweise mit Behinderungen des Sehens, Sprechens, Hörens und Bewegens ergehen könnte. Mit einem Rollstuhl müssen sie einen schwierigen Parcours befahren. Mit einer Maske erleben sie, wie es ist nichts zu sehen und auf konkrete Hilfe angewiesen zu sein. Unterschiedliche Brillen erschweren zusätzlich das Lesen oder die sichere Bewegung im Alltag. Die Schüler sind ehrgeizig und konzentriert. Sie spüren durch das eigene Probieren, wie schwer und anstrengend es ist, mit einer Behinderung eine alltägliche Hürde zu schaffen. „Das hätte ich so niemals gedacht“, sagt Mark. „Es ist so anstrengend einen Rollstuhl zu fahren. Man bekommt sicher Muskelkater in den Armen.“ Alexander fragt sich, wie man in einem Haus mit vielen Treppen noch selbstständig leben kann. Den eigenen Namen in Gebärdensprache zu lernen, ist allen sehr wichtig und gleichzeitig spüren die Schüler, dass die Gebärdensprache eine eigene Sprache ist, die man hart erlernen muss. „Dass man die Gebärdensprache so richtig schnell mit den Händen kann und sich auf diese Weise unterhält, kann ich mir gar nicht vorstellen“, meint Jessica erstaunt. Nachdem die Schüler jede der neun Stationen durchlaufen haben, sind alle sichtlich beeindruckt und werden auffällig still. „Wenn ich jetzt einen Menschen im Rollstuhl sehe, weiß ich ein bisschen besser, wie schwer er es haben kann“, sind sich viele Schüler einig. „Und durch eine freundliche Ansprache können wir unsere Hilfe zumindest anbieten“, beendet der Jahrgang 7 einen außergewöhnlichen und wertvollen Schultag. Auch in diesem Jahrgang lernen viele Schüler mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten gemeinsam mit Hauptschülern. Offensichtlich fühlen sie sich gut integriert. Ihre Behinderung spielt im Schulalltag unter den Schülern keine große Rolle. Vielleicht ist dies neben der Durchführung konkreter Projekte zum Thema Behinderung auch ein kleiner Erfolg der täglich versuchten und gelebten Inklusion an der Schule.

Auch Hörschwierigkeiten wurden simuliert.

Auch Hörschwierigkeiten wurden simuliert.

Verschiedene Brillen simulierten Sehbehinderungen.Fotos: Privat

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