Allgemeine Berichte | 04.12.2017

Kulturschaffende treffen sich in der Kunsthalle Montabaur

Wieviel Kultur brauchen wir im Westerwald?

Die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor und die Macher der Kunsthalle trafen sich in Montabaur zu einem regen Gedankenaustausch zur Zukunft des Kulturangebotes im Westerwald

Montabaur. Kultur ist gut für die Menschen und die Wirtschaft in der Region! Darin waren sich alle Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor bei einem Plenumstreffen in der Kunsthalle in Montabaur einig. Schwerpunktthema des Tages, an dem auch Verantwortliche der Kunsthalle teilnahmen, war: „Wieviel Kultur brauchen wir eigentlich im Westerwald?“

Übereinstimmung bestand zwischen den Machern der Kunsthalle und der Kleinkunstbühne darin, dass das Kultur- und Kunstangebot im Westerwald ein nie gekanntes Ausmaß an Menge und Vielseitigkeit erreicht hat. Bernhilde Skrebutis stellte als einer der „Motoren“ der Kunsthalle fest: „Die Wirtschaft im Westerwald läuft auch deshalb so gut, weil der weiche Standortfaktor Kultur eine ungeahnte Dichte erreicht hat“.

Uli Schmidt stellte als Vorsitzender der Kleinkunstbühne und Kreistagsmitglied fest: „Im Kulturangebot unserer Region geht Quantität noch zu oft vor Qualität, jeder will irgendwas mit Kultur machen, ohne die Wirkung auf andere Kulturschaffende oder die Region im Blick zu haben“. Kritisiert wurde, dass Großveranstaltungen mit einer Magnetwirkung für den Tourismus keine Chance mehr haben, da Organisatoren die Arbeit und Geldgeber das Risiko scheuten. Geplant ist, mit weiteren Kooperationspartnern das Thema im kommenden Jahr unter Einbeziehung der gesamten Kulturszene sowie Politik und Wirtschaft breit zu diskutieren. Dabei soll auch darüber gesprochen werden, wie das Angebot im Kreis besser koordiniert und auch jüngere „Wäller“ mehr für hochwertige Kulturveranstaltungen interessiert werden können.

Beeindruckt zeigten sich die Gäste in der Kunsthalle vom gelungenen Start dieser jungen Einrichtung in der Kreisstadt. „Erst im Herbst 2016 eröffnet, haben wir schon zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Workshops und Lesungen mit insgesamt über 3.000 Besuchern organisiert“, stellte Gilbert Skrebutis erfreut fest. Adolf Becker-Flügel informierte kurz über die Historie des genutzten Industriegebäudes, das er günstig erworben und für den künstlerischen Zweck bereitgestellt hatte. Beide wiesen auch auf das erfolgreich gestartete Angebot im Kellergewölbe an der Stadtmauer mit seinem Kleinkunstprogramm am „Krummen Dienstag“ hin.

Die Mitglieder der Kleinkunstbühne Mons Tabor beschlossen in der Kunsthalle ihr 31. Jahresprogramm mit den bekannten Formaten „Musik in alten Dorfkirchen“ und dem Kleinkunstfestival „Folk & Fools“. Höhepunkt im kommenden Jahr wird wohl das 25. Jubiläum der „Westerwälder Kabarettnacht“ vom 15 bis 18. März sein. Neu ist das Format „Kabarett am Gelbach“, das nach einer gelungenen Premiere in diesem Jahr künftig immer im Januar fester Bestandteil des Angebotes der Bühne sein soll. Bei einem Workshop am 24. Februar im Karlsheim in Kirchähr wollen die Kleinkünstler die Weichen für die Zukunft stellen. Dabei besteht auch die Möglichkeit für Interessenten, von den Kulturkonsumenten auf die Seite der Kulturmacher zu wechseln. Wer daran interessiert ist und sich eine Mitarbeit im Team der Kleinkunstbühne vorstellen kann, darf sich wenden an uli@kleinkunst-mons-tabor.de.

Pressemitteilung

Kleinkunstbühne Mons Tabor e.V.

Die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor und die Macher der Kunsthalle trafen sich in Montabaur zu einem regen Gedankenaustausch zur Zukunft des Kulturangebotes im Westerwald

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Schulze Klima -Image
Anzeige Uhren Vintage
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre Nowi
Empfohlene Artikel
Der Baum der Adenbachhut mit der St. Laurentius Kirche im Hintergrund. Fotos: DU
21

Ahrweiler/Kreis Ahrweiler. Wenn sich der April seinem Ende zuneigt und der Mai in den Startlöchern steht, wird in zahlreichen Orten des Kreises Ahrweiler das althergebrachte Mai-Brauchtum zelebriert. Fester Bestandteil dieser Traditionen ist das Aufstellen eines bunt geschmückten Maibaums, der hoch über dem jeweiligen Ort thront. So etwas wie die „Maibaum-Hauptstadt“ ist zweifellos Ahrweiler, wo gleich vier Exemplare der vier Huten Ahrhut, Niederhut, Adenbachhut und Oberhut die Stadt verzieren.

Weiterlesen

Zum 33. Mal durfte das Organisationsteam von St. Peter zusammen mit Diakon Andreas Schlösser zahlreiche Bikerinnen und Biker bei strahlendem Sonnenschein willkommen heißen. Foto: privat
25

Andernach. Zum 33. Mal durfte das Organisationsteam von St. Peter zusammen mit Diakon Andreas Schlösser zahlreiche Bikerinnen und Biker bei strahlendem Sonnenschein willkommen heißen. Bereits ab 9:00 Uhr morgens füllte sich der Platz rund um die Kirche St. Peter mit einer beeindruckenden Vielzahl an Motorrädern und ihren Fahrerinnen und Fahrern.

Weiterlesen

10

Andernach. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Andernach feiert wie in jedem Jahr am Pfingstmontag, dem 25. Mai 2026, um 11 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst in der Christuskirche. „Fremd sein, Freund sein, einig sein“ ist das Thema. Wie werden sich die Beziehungen unter den Kirchen verändern, wenn sie anerkennen, dass die Verschiedenheit der Gaben nicht ein Grund der Gegensätze und...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Eine Offroad-Nutzung ist nur auf ausgewiesenen Flächen oder mit Genehmigung erlaubt.
35

Tipps vom ADAC Verkehrsexperten Christian Schmidt zum sicheren Umgang mit Quads

ADAC Tipp: Sicher unterwegs mit dem Quad

Quads erfreuen sich gerade im Sommer großer Beliebtheit, sowohl im Freizeitbereich als auch im Straßenverkehr. Gleichzeitig bergen sie erhebliche Risiken: Insbesondere bei Fahrfehlern oder mangelnder Erfahrung kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Weiterlesen

Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi
Anzeige "Rund ums Haus"
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre NOWI
Azubispots Bad Neuenahr 2026
First Friday Anzeige Mai
Jubiläum
10 Jahre NoWi
Gebrauchtwagenanzeige
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Anzeige KW 18