Morenhovener Kirmes 2019
Willy Zimmer und Ute Sauren sind Hahnenkönig und -königin von Morenhoven
Neue Urnenwand auf dem Friedhof wurde im Rahmen der Kirmes offiziell eingeweiht – Wolfram Krause gewann das Schürreskarrenrennen
Morenhoven. Vor neun Jahren hatte es der ehemalige Ortsvorsteher Norbert Sauren angeregt, im Rahmen der Morenhovener Kirmes erfolgte jetzt die offizielle Einweihung: Auf dem Friedhof von Morenhoven steht seit dem 24. April eine Urnenwand zur Verfügung, die nun nach der feierlichen Einsegnung auch für die Urnenbestattung genutzt werden kann. Die beiden Geistlichen Pater Marek von der katholischen und Pfarrer Ernst Edelmann und der evangelischen Kirchengemeinde Swisttal nahmen in einem ökumenischen Gebetseinstieg die Einsegnung vor.
Nach dem Vorstoß von Sauren im Jahr 2010 dauerte es allerdings noch bis zum Juni 2018, dass das Thema konkret in den politischen Gremien der Gemeinde Swisttal beraten wurde. Nachdem zunächst das neue Friedhofskonzept für die ganze Gemeinde verabschiedet worden war, beschäftigte sich zunächst der Bauausschuss mit dem Kolumbarium auf dem Morenhovener Friedhof. Als Standort wurde die Fläche hinter der Friedhofshalle rechts neben dem Denkmal nahe der westlichen Begrenzungshecke festgelegt, wo die Urnenwand heute auch steht. Sie besteht aus zwei nebeneinanderstehenden Elementen mit jeweils 16 Urnennischen aus grauem Schiefer. Ein einfach zu bedienendes und sicheres Verschlusssystem wurde ebenfalls gleich installiert. So finden künftig in dem 36.000 Euro teuren Konstrukt insgesamt 64 Urnen Platz, wie Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) in ihrer kurzen Ansprache erklärte.
Drei Tage lang wurde auf dem Dorfplatz gefeiert
War der Zuspruch für die Einweihung der Urnenwand noch überschaubar, so verzeichnete die Morenhovener Kirmes mit ihrem seit drei Jahren verfolgten neuem Konzept erneut einen großartigen Zulauf. Drei Tage lang wurde von Freitag bis Sonntag auf dem Dorfplatz und im Dorfhaus fast rund um die Uhr gefeiert. Schon vor der offiziellen Kirmeseröffnung am Pegelhäuschen hatte es einen ersten Köttzug gegeben, im Anschluss startete das beliebte Entenrennen für Kinder und Erwachsene unter musikalischer Begleitung der „Swistbajaasch“, bei dem nicht nur Kinder, sondern auch die Erwachsenen voll auf ihre Kosten kamen und die gelben Gummienten bei ihrem Wettschwimmen nach Kräften anfeuerten. Am Ende siegten die Enten von Linus Schäfer bei den Kindern und das Plastiktier von Hans-Josef Klein bei den Erwachsenen. Erstmals vergeben wurde der Wanderpokal „Rote Laterne“ für die Ente, die als allerletzte durch das Ziel ging. Martin Jilko war der „Glückliche“, der zum ersten Mal den Wanderpokal in Empfang nahm.
Viel zu lachen gab es beim traditionellen Köttzug am Samstag durch das Dorf, bei dem erneut die Musiker der „Swistbajaasch“ für den richtigen Rhythmus sorgten. Natürlich war der Pajas wieder mit von der Partie, er verbrachte anschließend die Kirmestage im Dorfsaal und auf der urigen Schubkarren-Bank „Norberts Auszeit“. Erneut kamen beim Köttzug mehr als 2000 Euro zusammen, die für gemeinnützige Zwecke innerhalb des Dorfes eingesetzt werden, so der Ortsausschuss-Vorsitzende Norbert Sauren. Viele Morenhovener und Freunde aus den umliegenden Ortschaften hatten sich zu dieser traditionsreichen Kirmesveranstaltung eingefunden und ließen sich von den Mitgliedern des Ortsausschusses am Grillstand und im Getränkepavillon bedienen.
Nachwuchs vergnügte sich auf dem nostalgischen Karussell
Sportlich ging es zu beim traditionellen Schürreskarrenrennen auf dem Dorfplatz, bei dem so mancher Karren-Pilot leicht vom anvisierten Kurs abkam und dadurch zu viel Wasser verschüttete. Am besten kam noch Wolfram Krause über die Runden, bei den Kindern hatten Emil Reska und Robin Düssel die gleiche Zeit aufzuweisen. Der Abend klang mit Livemusik des Duos „Michael und Achim“ aus, die mit einer bunten Mischung aus Rock- und Popmusik den Pegel hochhielten. Derweil vergnügte sich der Nachwuchs auf dem nostalgischen Kinderkarussell oder ließ sich beim Kinderschminken verschönern, während die Schießsportfreunde zum Sportschießen mit dem Lasergewehr eingeladen hatten. Beliebt waren auch die Planwagenfahrten durch die Morenhovener Gemarkung, und auch der neue Hindernisparcours fand begeisterte Teilnehmer.
Umkämpft war auch diesmal wieder das traditionelle Hahneköppe am Sonntagabend. Sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren waren jeweils mehr als 30 Teilnehmer auf der Liste, die von Michael Stetten nach und nach zum Ort des Geschehens komplimentiert wurden. Ute Sauren kann sich nun Hahnenkönigin und Willy Zimmer Hahnenkönig nennen. Letzterer spielte auch beim abschließenden „Kirmesgericht“ noch eine wesentliche Rolle. Am Ende wurde der Kirmesmann symbolisch auf ein Floß im Swistbach ausgesetzt, damit er wieder zurück nach Düsseldorf schwimmen kann, um im nächsten Jahr erneut sein Unwesen in Morenhoven zu treiben. JOST
Die neue Urnenwand auf dem Friedhof von Morenhoven wurde im Rahmen der Kirmes von den beiden Geistlichen Pater Marek und Pfarrer Ernst Edelmann offiziell eingeweiht. Fotos: JOST Foto: Volker Jost
