Allgemeine Berichte | 16.02.2024, 14:46 Uhr

120 Jahre Breyer Laientheater

„Wir machen weiter“

Brey.Die Tradition des Laienspiels in Brey findet ihren Ursprung im Jahr 1904. Historische Aufzeichnungen des MGV „Eintracht“ beinhalten eine Notiz des Chronisten, der festhielt: „…Im November des Jahres 1904 veranstaltete der Verein eine theaterliche Abendveranstaltung, wobei die Stücke „Der Wunderdoktor“ und „Die Regimentswitwe“ zum zweitenmal aufgeführt wurden…“.

Seitdem sind 120 Jahre vergangen, und das Laienspiel in Brey wurde unter der Schirmherrschaft des MGV „Eintracht“ beinahe jährlich am zweiten Weihnachtsfeiertag oder während des vorweihnachtlichen Festabends zelebriert. Oft kam es vor, dass zwei Stücke in einer Nacht, bestehend aus einem Drama gefolgt von einem Lustspiel, zur Auffrischung der Zuschauerstimmung präsentiert wurden.

Auch ist belegt, dass der TuS „Roland“, der heute nicht mehr existierende Marienverein und die katholische Frauengemeinschaft im Laufe der wechselvollen Geschichte Laientheater in Brey aufführten. Unvergessen wird die Aufführung des „Glöckners von Notre Dame“ bleiben, die 1960 mit großem personellen und darstellerischen Aufwand in Szene gesetzt wurde.

Als der Männergesangverein „Eintracht“ die Theateraufführungen nicht mehr aufrechterhalten konnte, erklärte sich die Breyer Kulturinitiative bereit, dieses kulturelle Erbe weiterzuführen. Die Regie der aktuellen Produktion „Villa Toscana“ von Geoffrey Hawkins wurde Zita Gietzen anvertraut, welche mit einem Ensemble, bestehend aus Sandra Frost-Trautmann, Guido Hönig, Raphael Jefimow, Carina Kron, Stefan Leist und Annette Volk, die Komödie einstudierte.

Die Erstaufführung ist für Freitag, den 15. März um 19 Uhr im Breyer Bürgerhaus angesetzt, gefolgt von einer weiteren Vorstellung am darauffolgenden Samstag, zur selben Zeit am selben Ort. Einladungen richten sich an alle Theaterbegeisterten aus Brey und der Umgebung.

„Villa Toscana“ spielt in einer edlen Villa in Cornwall, England, und dreht sich um die Charaktere der wohlhabenden Witwer Henry Campbell, seine Jugendfreund Charly und Alice, die Hausdame, die jeweils ihre eigenen Wohnungen innerhalb der Villa haben. Die Handlung entwickelt sich rund um romantische Verwicklungen, familiäre Querelen und eine Reihe von Missverständnissen, die in einem unerwarteten und aufregenden Finale gipfeln.

Karten sind im Vorverkauf bei Demmel Offsetdruck in der Rheingoldstraße 35 oder über Michael Born, Tel. (0 26 28) 39 75, sowie im Gemeindebüro erhältlich. BA

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