Allgemeine Berichte | 29.05.2019

Veranstaltung „Hand in Hand für Menschlichkeit“

„Wir sind bunt - hier im Land ...

Die Gruppe auf der Moselgoldbrücke.Foto: privat

Kobern-Gondorf. ... - und wir gehen, Hand in Hand“ unter diesem Motto haben sich etwa 70 Personen unlängst vom Schulhof der Realschule Plus in Kobern zur Moselgoldbrücke bewegt und für einen freundlichen Umgang im Miteinander geworben. Ein Bündnis aus der Realschule Plus, dem Dekanat Maifeld-Untermosel, der Evangelischen Jugendarbeit Winningen, den Dieblicher Pfadfindern Die Treverer, dem Kreisjugendring und dem Bündnis für Toleranz und Demokratie hatte eingeladen zur Menschenkette über die Brücke.

Der Start begann in der Realschule Plus mit einem Theaterstück von Schüler/innen über Rassismus, Mobbing und Gewalt und dessen Überwindung. Unter großem Applaus und sogar mit Szenenapplaus thematisierte die Theatertruppe das Märchen „Rotkäppchen und der Wolf“ mit umgekehrtem Vorzeichen. Regie und Choreografie dienten der mutigen Auseinandersetzung mit rassistischen Vorurteilen und zielte auf Toleranz und Integration. Letztlich geht es um einen gegenseitigen Lernprozess. Unterstrichen wurde das mit dem Grußwort vonseiten der Schule und dem einleitenden Friedenslied von Nicole Mercier, Liedermacherin und Lehrerin an der Schule.

Werner Huffer-Kilian betonte in seiner Eingangsrede, dass es nichts Politischeres gibt als das Miteinander zu organisieren - auf Augenhöhe, als das gemeinsame Gestalten von Gemeinschaft und Gesellschaft. Gerade am 8./9. Mai auf die Straße zu gehen im Gedenken an den Tag der Befreiung vom deutschen Nationalsozialismus, der 50 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, ehrt die Opfer. „Das war ein Zivilisationsbruch ohnegleichen in der Geschichte der Menschen. Wir gedenken dieser Menschenopfer. Sagen NIE WIEDER, und auch dafür gehen wir Hand in Hand“, sagte der Pastoralreferent.

Anschließend ging die Gruppe zur Moselgoldbrücke. Schilder mit dem Motto „Hand in Hand“ und dem Plakat „Wir sind bunt - World is a family“ wurden hochgehalten. Symbolisch wurde die Brücke zum mitmenschlichen Umgang Hand in Hand „überbrückt“. Viele Vorbeifahrende begrüßten mit großem Wohlwollen die Anliegen der Marschierenden und machten „Daumen hoch“.

Die Abschusskundgebung fand dann im Rittersaal der Ortsgemeinde Kobern statt, zu der sich auch Bürgermeister Michael Dötsch einfand. Die Band „Schokoladensaite“ aus Kastellaun spielte bewegt auf und begeisterte die Zuhörenden mit eigenen Texten und Songs.

Poetry Slam zum Thema Menschenrechte wurde von einer Schülerin vorgetragen und ein Gedicht, vorgetragen von jungen Erwachsenen, der „Song oh Uhuru“ aus Afrika, erinnerte an die „Wiege der Menschheit“. Elisabeth Zenner, Pastoralreferentin des Dekanates konnte die Liedermacherin aus Mayen, Thora Pindus, begrüßen, die selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe in Griechenland Erfahrungen gesammelt hat. Diese und andere persönliche Erlebnisse hat sie in berührende Lieder gepackt.

„Es gibt keine menschlichen Rassen, sondern nur andere Menschen. Rassismus möchte andere klein machen, um sich über diese zu erheben. Das haben wir nicht nötig. Das brauchen wir nicht, weg damit,“ mit diesen Worten schloss Werner Huffer-Kilian die Veranstaltung „Hand in Hand für Menschlichkeit“.

Die Gruppe auf der Moselgoldbrücke.Foto: privat

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