Allgemeine Berichte | 12.05.2022

Climate Connect Koblenz

Wird Koblenz Teil des größten Klimavernetzungsvorhaben Deutschlands?

Das Team Climate Connect. Foto: privat

Koblenz. Die gemeinnützige Organisation Climate Connect startete ein Crowdfunding auf der Plattform Startnext, um in Koblenz und elf weiteren deutschen Städten handlungsorientierte Klimaschutznetzwerke, sogenannte ClimateHubs aufzubauen. Der ClimateHub Koblenz soll ein Anlaufpunkt für BürgerInnen und Organisationen sein, die zum Klimaschutz beitragen möchten.

Die Klimakrise schreitet weiter voran, auch wenn sie aufgrund des Ukraine-Krieges und Corona etwas in den Hintergrund gerückt ist. Deshalb setzen sich nach dem Motto „Global denken, lokal Handeln“ bereits einige KoblenzerInnen dafür ein, die Klimakatastrophe zu verhindern. Wer selbst aktiv werden möchte, steht allerdings vor einigen Hindernissen. Einen Überblick über die Klimaschutzaktivitäten vor Ort zu bekommen und herauszufinden wo man sich selbst am besten einbringen kann, ist aktuell eine große Herausforderung. Deshalb unterstützen lokale Organisationen die Initiative von Climate Connect, in Koblenz einen zentralen Anlaufpunkt für Klimaschutz zu schaffen. Auch die Stadt hat als eine von 14 Städten deutschlandweit Interesse an einem ClimateHub bekundet.

Klimaschutz leicht gemacht

Christoph Stoll und Tobias Rehm, die Gründer von Climate Connect sind sich einig: „Nur durch koordinierte Zusammenarbeit und gemeinsames Anpacken können wir das 1,5 Grad Ziel noch einhalten“. Deshalb soll die Online-Plattform des ClimateHubs auf einen Blick sichtbar machen, wer in Koblenz an welchen Klimaschutzprojekten arbeitet. So können Synergien zwischen den AkteurInnen aufgedeckt und Doppelarbeit vermieden werden.

Neben der Übersicht über bereits bestehende Projekte und Initiativen soll ein „Ideenboard“ die Möglichkeit bieten, gemeinsam Ideen für den Klimaschutz zu verwirklichen. Und für interessierte BürgerInnen soll das „ClimateMatch“ die Möglichkeit bieten, durch Beantwortung einiger Fragen herauszufinden, wie sie sich am besten selbst einbringen können.

Vom Pilotprojekt zum deutschlandweiten Netzwerk

So viel zur Theorie, aber wie sieht es eigentlich in der Praxis aus? Tatsächlich gibt es bereits seit Sommer letzten Jahres den ersten ClimateHub im fränkischen Erlangen. Dort sind durch den ClimateHub bereits einige neue Klimaprojekte und -initiativen entstanden. Nach dem Erfolg des Pilotprojektes war für Stoll und Rehm klar: „Wir dürfen keine Zeit dabei verlieren, das Konzept auch in andere Städte zu bringen. Die Klimakrise wartet nicht.“ Deshalb hat Climate Connect bei der nationalen Klimaschutzinitiative eine Förderung beantragt, um in zwölf weiteren deutschen Städten ClimateHubs mit lokalen VernetzerInnen aufzubauen. Unter den Städten, die Interesse angemeldet haben, ist auch Koblenz. Mit dem deutschlandweiten Netzwerk von ClimateHubs soll nicht nur innerhalb der Städte die Vernetzung gestärkt werden. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen den KlimavernetzerInnen der verschiedenen Städte sollen wirkungsvolle Klimaschutzprojekte, die bereits an einem Ort gut funktioniert haben, schnell auch in anderen Städten angestoßen werden.

Letzte Hürde: die Finanzierung

Damit der ClimateHub Koblenz Realität werden kann, muss allerdings noch eine Hürde genommen werden. Um den für die Umsetzung des Projektes benötigten Eigenanteil zu finanzieren, baut Climate Connect auf die Unterstützung von BürgerInnen, denen Klimaschutz am Herzen liegt. Deshalb startete die gemeinnützige Organisation ein Crowdfunding auf der Plattform Startnext. Es entscheidet sich also in den nächsten Wochen, ob es in Koblenz bald ein handlungsorientiertes Klimaschutznetzwerk geben wird.

Auf startnext.de/climatehubs kann man das Projekt unterstützen und mehr darüber erfahren.

Pressemitteilung

Climate Connect Koblenz

Das Team Climate Connect. Foto: privat

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