Ortsausschuss Altendorf-Ersdorf diskutierte mit Jugendlichen und Eltern
Wird es einen neuen Bolzplatz geben?
Altendorf-Ersdorf. Es ist eine unbefriedigende Situation in dem kleinen Meckenheimer Ortsteil. Die Kinder und Jugendlichen nutzen gern den Schulhof, um dort zu spielen oder zu feiern, aber auch zum Fußballspielen. Mitunter wird dort auch zu später Stunde Musik gehört, manchmal wird es laut. Früher wäre der Nachwuchs auf den Sportplatz geschickt worden, aber seit ein Kunstrasenplatz vorhanden ist, geht das nicht mehr. Die Stadt Meckenheim gibt diesen Platz nur für den offiziellen Spiel- und Trainingsbetrieb frei und hält ihn ansonsten verschlossen. Dies ist eine Auflage für die Stadt, um hier ihre Gewährleistungsansprüche zu sichern.
Dass die Anlieger rund um den Schulhof nicht glücklich sind mit der Situation und dass auch schon mal die Polizei gerufen werden musste, das gibt Diskussionsstoff. Daher hatte der Ortsausschuss unter der Leitung von Otmar Soukup am vergangenen Samstag die Kinder und Jugendlichen des Ortes samt Eltern und Vereinsvertreter in die Mehrzweckhalle eingeladen. Im Vorfeld wurde herausgefunden, dass es in Altendorf-Ersdorf derzeit 47 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren und 49 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren gibt. Tendenz steigend, denn der Ortsteil erfreut sich einer regen Nachfrage auch an Neubauten. Vor allem aber wollten die Verantwortlichen mit dieser Veranstaltung einmal die Wünsche des Nachwuchses erfragen, der immerhin mit neun Jugendlichen vertreten war. Diese mussten sich zunächst allerdings einen längeren Einführungsvortrag von Soukup anhören, in dem es neben Gewährleistungsfragen auch um Fragen wie Verkehrssicherungspflicht und Ähnliches ging. Die Tendenz des Ortsausschusses war klar. Im Vorfeld war er zu der Überlegung gekommen, dass ein Bolzplatz die Probleme lösen könnte. Bevor die Jugendlichen selber zu Wort kommen konnten, waren aber noch die Vertreter der Vereine geladen, wo Feuerwehr, Schützen und die beiden Sportvereine jeweils ihre Jugendarbeit vorstellten. Nach rund 40 Minuten ergriff Meckenheims Jugendpflegerin Hanna Esser das Wort und fragte die Jugendlichen direkt, was denn so ihre Wünsche wären. Es wurde der Wunsch geäußert, dass sie vor allem gern eine Straße oder Anlage hätten, wo sie skaten können, ohne dabei permanent dem Straßenverkehr ausgesetzt zu sein. Ortsvorsteher Ferdi Koll hatte dann alle Lacher auf seiner Seite, als er betonte, die Skater seien ihm auch schon aufgefallen, das wäre die beste Verkehrsberuhigung, die er kenne, denn diese fahren häufig auch bei ihm in der Straße.
Geäußert wurde ebenfalls der Wunsch nach einem Treffpunkt. Auf Nachfrage äußerten die Jugendlichen, dass sie sich auch gern im Feld treffen. Auch der Schulhof wurde als ganz praktisch angesehen. Das war genügend Diskussionsstoff, vor allem für die anwesenden Erwachsenen, die aus ihrer eigenen Jugendzeit die Vorstellungen adaptierten. So gab es früher auch Jugendräume, die von den Kirchen zur Verfügung gestellt wurden, die nach eigenen Vorstellungen eingeräumt worden waren.
Vor allem waren sich die Erwachsenen darüber einig, dass die Idee mit dem Bolzplatz umgesetzt werden müsse, obwohl von den anwesenden Jugendlichen das Wort nicht einmal in den Mund genommen wurde und auch die Möglichkeit eines Treffpunkts geschaffen werden müsste. Einig waren sich alle darüber, dass die Meinungsbasis noch verbreitert werden müsse. So sollen im Nachgang auch die Jugendlichen in den Vereinen angesprochen werden, um deren Meinungen einzuholen.
STF
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