Große Bühne bei der 2. Sitzung der Großen Karnevalsgesellschaft Die Bemoosten e.V.
Wo die Zahnräder der närrischen Traumfabrik laufen
Vallendar. Als sich der Vorhang in der Stadt- und Kongresshalle hob, begann sie zu laufen, die „Närrische Traumfabrik“ der Großen Karnevalsgesellschaft Die Bemoosten 1842 e.V.. Zahnräder aus Musik, Tanz und Wortwitz griffen ineinander.
Über 90 Aktive verwandelten die Bühne in eine Produktionshalle der guten Laune und machten mit ihrem farbenfrohen Eröffnungsbild ein Versprechen:
An diesem Abend durften Träume gebaut werden. Sitzungspräsident Timo Krämer begrüßte das närrische Publikum mit augenzwinkernden „Sicherheitshinweisen“ für das Fabrikgelände und führte mit Charme durch den Abend. Für die musikalische Untermalung sorgte die Band „Altneubau“.
Dann gehörte die Bühne dem Kinderprinzenpaar der Fidelen Frauen. Prinz Tobias und Prinzessin Emma strahlten mit ihrem Hofstaat um die Wette und erinnerten daran, dass Karneval ohne Nachwuchs keine Zukunft hat. Kurz darauf flogen in Rot und Weiß die Beine der kleinen und mittleren Garde. Disziplin, Trainingsfleiß und jugendliche Energie verdichteten sich in wenigen Minuten auf der Bühne.
Als Horst Wächter im Protokoll als „Sandmännchen“ die große Politik durch den närrischen Filter zog, wurde es pointiert und zeitkritisch. Michael Wächter griff zur Ukulele, ließ den Saal mitsingen und bewies, dass Gemeinschaft manchmal nur drei Akkorde braucht. Eleganz zeigte das Gardenpaar Elaine de Bock und Maximilian Martini, ehe Josef Thelen als gereimter Weihnachtsengel mit Wortwitz und Lokalkolorit begeisterte. Die Große Garde setzte schließlich ein kraftvolles tänzerisches Ausrufezeichen.
Nach einer kurzen Erfrischungspause nahm die zweite Halbzeit Fahrt auf und die Band „Altneubau“ brachte jede Menge Bewegung in den Saal. Klaus Wächter therapierte als Bühnenpsychiater augenzwinkernd den Saal. Die Moosköpp-Gruppe persifilierte das Fünkchen-Casting und sorgte beim Publikum für jede Menge Lachsalven. Mit dem Showtanz „Rio“ entführten die Fairytales in tropische Farben und pulsierende Rhythmen. Dabei begeisterten sie mit atemberaubenden Wurfmanövern. Martin Staudt sorgte als Hausmeister Schmitz für erzählerische Höhepunkte, bevor die neu gegründeten Spice Boys mit ihrem Showtanz „Schiff“ die Bühne enterten und das Publikum mitrissen.
Im großen Schlussbild verschmolzen Hollywood, Musical und Schlager zu einem leuchtenden Finale. ND
