Persönlichkeit der Woche
Wolfgang Keil - ein Helfer mit großem Herz
Seit Jahren organisiert er Radtouren zugunsten von Nestwärme e. V.
Koblenz. Im Jahr 1952 zog es die Familie von Wolfgang Keil aus der DDR nach Koblenz, wo seine Großeltern lebten. Wolfgang Klein war gerade mal drei Jahre alt, als er Koblenz kennenlernte. Seine Eltern bezogen vorübergehend auf dem damaligen Karthäuser Hof, bei den Großeltern, ein paar Zimmer. Ab seinem sechsten Lebensjahr besuchte er die Schenkendorfschule in der südlichen Vorstadt, wohin er tagtäglich zu Fuß von der Karthause unterwegs war. Recht bald fuhr er dann mit dem Fahrrad zur Schule und nahm dies zum Anlass, noch vor Schulbeginn für eine Bäckerei in der Vorstadt Brötchen auszufahren. 1964 begann er bei Ford Förster eine Kfz-Lehre und legte 1974 die Meisterprüfung erfolgreich ab. Nach einigen Jahren die er im Berufsleben verbrachte, konnte er diesen leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr hundertprozentig ausüben. Deshalb beauftragte ihn sein Arbeitgeber mit der Betreuung von Sozialdienstfahrzeugen, die in ständigem Einsatz gefahren werden.
Projekt „Nestwärme“
2003 kam er erstmals mit dem Projekt „Nestwärme“ in Kontakt. Nestwärme ist eine wachsende Organisation, die sich als unabhängiges Sozialunternehmen e. V. Deutschland, belastete Familien, in denen schwerkranke oder behinderte Kinder zu Hause sind, betreut. Es leistet konkrete Hilfe in Form von Beratung und Betreuung und gibt damit den Familien die Kraft, sich jeden Tag die lebensnotwendige „Nestwärme“ zu schenken. Nestwärme e. V. Deutschland, mit Sitz in Trier, suchte für eine Sponsoren-Radtour von Trier nach Meran eine Begleitperson und fand diese in Wolfgang Keil. Als selbst begeisterter Radfahrer, nahm er die Herausforderung gerne an und fuhr bei der ersten Tour im Begleitfahrzeug, unterstützt von einigen Helfern, mit zwei Radfahrern nach Meran. Durch starke Initiative von Wolfgang Keil sind mittlerweile 30 Personen im RadTeam Nestwärme Förderclub engagiert.
Vorschau: „Center Ride Cycling Marathon“
Seit 14 Jahren organisiert er Radtouren über mehrere Tage, zugunsten von Nestwärme. Auf seine Initiative findet am Samstag, 28. Oktober der 4. Koblenzer „Center Ride Cycling Marathon“ im Löhr-Center, statt. Unter Anleitung professioneller Trainer und unterstützt mit aktuellen Beats, stehen bei diesem „Center Ride“ über 30 Startplätze für Einzel-Sportler oder Teams zur Verfügung. Der Erlös dieser Veranstaltung fließt in das aktuelle Projekt der Ambulanten Brückenpflege der Nestwärme e. V.. Unermüdlich ist Wolfgang Klein auch über das ganze Jahr mit seinem Glücksrad unterwegs und hat damit schon mehrere Tausend Euro an Spenden für Nestwärme eingespielt. Auf kleineren und größeren Veranstaltungen ist er gerne gesehen, so wird er auch am Schängel-Markt im September wieder das Glücksrad zugunsten von Nestwärme drehen. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er 2015 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Wolfgang Keil ist um Nachhaltigkeit bemüht, um die Organisation „Nestwärme“ weiter bekannt zu machen.

Hut ab, Herr Keil.
Als Sie Koblenz kennen lernten war auch ich 3 Jahre alt und habe mit 6 Jahren die Schenkendorfschule besucht.
Ihr Engagement für "Nestwärme" verdient hohe und respektvolle Anerkennung in einer Zeit und Gesellschaft, wo Nestwärme immer mehr an Bedeutung verliert.