Allgemeine Berichte | 09.02.2017, 11:26 Uhr

Rheinland-pfälzischer Wünschewagen im Januar gestartet

Wünschewagen bringt Schwerstkranke an ihren Wunschort

Seit Januar 2017 bringt der Wünschewagen Schwerstkranke aus Rheinland-Pfalz an ihren Wunschort. Foto: ASB-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
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Mainz. Feierlich wurde am 12. Januar im Kurfürstlichen Schloss der ASB Wünschewagen Rheinland-Pfalz von seiner Schirmherrin Ministerpräsidentin Malu Dreyer eingeweiht. Weiterhin unterzeichnete der ASB Landesverband im Beisein von Oberbürgermeister Michael Kissel (Worms), zahlreichen Mitgliedern des rheinland-pfälzischen Landtages sowie Vertretern aus der Pflege, dem Palliativ- und Hospizbereich, mit seinen Seniorenzentren die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Mit Hilfe des Wünschewagens - einem speziell umgebauten Krankentransportwagen - können Schwerstkranke an einen Wunschort gefahren werden, um beispielsweise die Einschulung des Enkels, das Fußballspiel des Lieblingsvereins oder noch einmal das Meer erleben zu können. Die Fahrten werden, entsprechend den Bedürfnissen des Fahrgastes, von mindestens einem Rettungssanitäter sowie einer weiteren fachlich geschulten Begleitperson aus dem Rettungsdienst, der Pflege, etc., ehrenamtlich begleitet. Finanziert wird das Projekt ausschließlich aus Spendengeldern und ASB-Mitgliedsbeiträgen und ist für den Fahrgast und seine Begleitung kostenlos.

„Es ist mir ein Herzensanliegen, die Schirmherrschaft für ein so wichtiges und berührendes Projekt zu übernehmen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Für das hohe ehrenamtliche Engagement und den unermüdlichen Einsatz möchte ich mich ganz ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken.“

Der Wünschewagen setzt an, wo Angehörige dem Wunsch des Sterbenden nochmal an einen bestimmten Ort zu reisen, nicht mehr entsprechen können, weil der Fahrgast zum Beispiel liegend transportiert werden muss oder besondere pflegerische oder medizinische Maßnahmen benötigt. „Mit dem Start des Wünschewagens setzen wir einen Meilenstein im Zuge unserer Selbstverpflichtung, die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland mit zu verbessern“, so der ASB-Landesvorsitzende Oswald Fechner. „Dies ist Sinn und Zweck der Unterzeichnung der Charta durch den ASB Landesverband und seine Gliederungen und Gesellschaften.“

Ehrenamtliche begleiten den Fahrgast an Bord

Diese verantwortungsvolle, ethisch und psychologisch anspruchsvolle Form der Begleitung und Betreuung von schwerstkranken Menschen stellt hohe Anforderungen an alle beteiligten Personen. Daher freut sich der Landesverband bereits zum Projektstart über zwanzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Rettungsdienst zu seinem Bordteam zählen zu dürfen. Sie begleiten die Fahrten neben einer vollen Berufstätigkeit. Weitere Interessierte, aus den Bereichen Rettungsdienst, Pflege, Medizin, Feuerwehr, etc. sind sehr herzlich willkommen und werden noch dringend gebraucht. Vorbereitet für den Einsatz auf dem Wünschewagen wird das Bord-Team jeweils in einer zweitägigen verbindlichen Schulung. Durchgeführt werden diese von den ASB-Kreisverbänden Worms und Ludwigshafen, welche mit den Projektkoordinatoren Dirk Beyer (ASB Worms) und Christina Kunde (ASB Ludwigshafen) den Wünschewagen in Rheinland-Pfalz betreiben und dessen Fahrten koordinieren. Der Wünschewagen finanziert sich ausschließlich aus Spenden, über freiwillige Mitarbeit und ASB-Eigenmittel. Das oberste Ziel: Die Reise mit dem Wünschewagen soll für den Fahrgast und seine Angehörigen kostenfrei sein und bleiben. So freuten sich die Projektkoordinatoren ganz besonders über einen Scheck von 10.000 Euro, welchen die Sparda-Bank Südwest zur Einweihung des Wünschewagens überreichte.

Erste Pilotfahrt ging zum FCK Kaiserslautern

Bereits vor Projektstart gab es erste Anfragen an den ASB Rheinland-Pfalz. So erfüllte die erste Pilotfahrt – noch mit einem herkömmlichen Krankenwagen – den Herzenswunsch einer schwerstkranken Hospizbewohnerin, noch einmal den FCK im Stadion in Kaiserslautern zu erleben. Das Projekt ist im ASB Regionalverband Ruhr nach niederländischem Vorbild entstanden und konnte bereits zahlreiche Wünsche erfüllen. Mittlerweile konnte es bundesweit in neun Bundesländern erfolgreich ausgeweitet werden - weitere folgen.

Das Spendenkonto für den Wünschewagen: Kontoinhaber: ASB Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.; Bank für Sozialwirtschaft; IBAN: DE18 660 205 00 000 77 90 117; BIC: BFSWDE33KRL-

Pressemitteilung ASB-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Seit Januar 2017 bringt der Wünschewagen Schwerstkranke aus Rheinland-Pfalz an ihren Wunschort. Foto: ASB-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

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