Wurzeln, Identität und Flair
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, heißt es bekanntlich. Dass die Faustregel so richtig ist, wie falsch, das belegt dieser Vortrag, zumindest für den Bereich Stadtgestaltung. Denn durchaus weiß man um Faktoren, die zu beachten, Pflicht sind, will man einen Ort schaffen, an dem sich Menschen wohl fühlen. Einer dieser Merkpunkte ist das Bewahren von Historie. Der Erhalt von Geschichte. Das Erkennen-Können einer Genese. Genau für diesen Aspekt setzen sich die Engagierten der Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“ seit 10 Jahren ein. Sie „predigen“ eine Weiterentwicklung der Stadt, in der deren Historie, in der das, was sie ausmacht und Identität schafft, behutsam erhalten und ablesbar bleiben, ohne sich dem Neuen zu verschließen.
Warum und wie Geschichte in Form von Zeitzeugnissen und Fassaden, aber auch in ihrem Eingebettet sein in regionaler Baukultur, das schafft, was sie mit den Menschen macht, und wie das anderenorts längst erkannt wurde und erfolgreich gehandhabt wird und wie Historie das Leben lebenswert werden lässt, das analysiert Dr. Matthias Müller, Professor für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt in Mittelalter und beginnender Früher Neuzeit an der Universität Mainz.
Seinem Impulsvortrag folgen eine Aussprache, aber auch Übertrag die Situation in Bad Neuenahr-Ahrweiler und auf ein Engagement vor Ort. Die Ergebnisse werden das Wirken der „lebenswerten Stadt“ im weiteren Jahr markieren. Im Rahmen dieses Abends wird auch ein neuer Beitrag zur Filmreihe der BI „Häusergeschichten“ präsentiert.
Eckdaten: Prof. Dr. Matthias Müller, Do., 07. März 2024, 19:00 Café Degen, Uhlandstraße/ Ecke Sebastianstraße, Bad Neuenahr-Hemmessen. Anmeldung nicht verpflichtend, aber hilfreich. Eintritt frei, Spenden an die BI erlaubt.
Rückfragen über: bi-lebenswertestadt@gmx.de.
