Einschulungsfeier an der Gemeinschafsgrundschule Merl
Wurzeln und Flügel für die i-Dötzchen
Meckenheim-Merl. Die Einschulungsfeier an der frisch renovierten Gemeinschaftsgrundschule Merl wird zu einem vollen Erfolg. Unter freiem Himmel und bei bestem Wetter begrüßt die zweizügige Grundschule ihre neuen Erstklässler. Durch das bunte Rahmenprogramm führen die Dritt- und Viertklässler.
„Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ Dieses berühmte Zitat von Johann Wolfgang von Goethe besitzt freilich eine immense Strahlkraft. Darüber hinaus lässt sich die wesentliche Aussage des Zitats auch von der Familie auf die Situation in der Schule übertragen. So gewann Barbara Bienentreu direkt die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der zahlreichen Kinder, Eltern und Gäste, als die Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Merl ihre Rede mit diesem starken Zitat begann.
Wurzeln und Flügel
Bienentreu weiter: „Auch wir hier in der Schule wollen dir mitgeben, was du brauchst, damit du groß und stark wirst. Hier kannst du lesen, schreiben und rechnen lernen. Aber natürlich auch wie man mit anderen Kindern spielt oder gut zusammenarbeitet. Dann bist du stark. Ein starker Baum ist schön, aber viele starke Bäume sind noch schöner, weil sie einen dichten Wald erzeugen.
Wir wollen dir helfen, dass du hier an der Schule stark wirst, denn viele starke Kinder machen auch eine schöne und starke Schule aus.“ Dass die GGS bereits eine „starke“ Schule darstellt, ist für alle anwesenden Gäste direkt auf den ersten Blick ersichtlich. Schließlich findet die Einschulungsfeier vor dem aufwändig renovierten Schulgebäude der Merler Grundschule auf dem Pausenhof statt. Der Blick auf die ansprechende neugestaltete Fassade lässt erahnen, dass hier an der GGS mit viel Engagement etwas Neues entstanden ist und zukünftig auch noch mehr entstehen wird.
Neuer Glanz durch Renovierung
So kommt es nicht von ungefähr, dass die Gemeinschaftsgrundschule in diesem Schuljahr bereits 46 neue Erstklässler in Merl begrüßen darf. Mit dieser Anzahl an Schulanfängern muss sich die GGS in Meckenheim nicht verstecken. Um den i-Dötzchen den ersten Schultag zu versüßen, zeigten einige Kinder der Jahrgangsstufen drei und vier ihr Showtalent auf der Bühne. Die Klasse 3a gab mit einem gewissen ironischen Unterton das Gedicht „Der Ernst des Lebens“ zum Besten. Die Klasse 3b führte den „Anlaut-Rap“ auf, den die neuen Schulanfänger in den kommenden Wochen bereits selbst erlernen dürfen. Und die Klasse 4b führte das Theaterstück mit dem Titel „Der erste Schultag“ auf. Die Darbietungen der Kinder fanden große Begeisterung beim Publikum, ganz zur Freude der Klassenlehrer, die fieberhaft mit den Kindern an den Aufführungen geübt hatten.
Es scheint an der GGS ein Lern- und Arbeitsklima zu geben, dass es den Kindern ermöglicht, sich innerhalb bestimmter Gemeinschaftsregeln frei zu entfalten. Womit der zweite Aspekt des berühmten Goethe Zitats zum Tragen kommt: die Flügel. „Im Herbst fliegen die Vögel in den Süden. Diese Vögel sind frei dahin zu fliegen. Sie tun dies als Gruppe in einer bestimmten Form, mit einer abwechselnden Führung, individuell aber auch als Gruppe konform. Diese Vögel sind einfach ein tolles Team. Du kannst hier bei uns lernen, deine Freiheiten zu nutzen und gleichzeitig die deiner Mitschüler zu beachten. So wirst du mit deiner Klasse ein tolles Team“, mit diesen Worten endete die Einschulungsrede von Schulleiterin Barbara Bienentreu. Im Anschluss an diese emotionale Rede wurden die beiden Klassen, als noch immer eine ganz besondere Stimmung in der warmen Sommerluft lag, nach vorne gerufen, um zusammen mit den neuen Klassenlehrerinnen ein Foto zu machen.
Nachdem dann die erste schulgerechte Zweierreihe eingeübt worden war, spazierten die gut gelaunten Schulanfänger hinter ihrer jeweiligen Klassenlehrerin her, um in ihrer neuen Schule die erste Unterrichtsstunde zu erleben. Indessen war man sich draußen vor der Schule einig: Ein guter Ort, um fliegen zu lernen.
