Kinder bauten Lego-Stadt aus 80.000 Steinen
Zehn Großprojekte und 37 „Traumhäuser“
35 Acht- bis Zwölfjährige nahmen an dreitägiger Kirchenaktion der mennonitischen Gemeinde Rengsdorf teil
Rengsdorf. Welches Kind hat davon nicht schon geträumt? Eine Stadt aus Legosteinen, mit Häusern und Gärten, Straßen und Autos, einer Kirche, einem Parkhaus und allem, was dazugehört? Aber wer hat schon so viele Legosteine? In Rengsdorf wurde dieser Kindertraum am Wochenende Wirklichkeit. Die mennonitische Gemeinde des Ortes hatte sich um das Legoprojekt beworben und hatte die Zusage bekommen. An drei Tagen konnten die 35 teilnehmenden Kinder nach Herzenslust mit den bunten Plastiksteinchen bauen und basteln und zum Abschluss ihren Eltern das Ergebnis präsentieren. Viktor Thiessen hatte als Kind selbst einmal an einer Lego-Stadt mitgebaut. Ein Erlebnis, das er nie mehr vergaß. Jetzt ist er für die Kinderarbeit in der mennonitischen Gemeinde Rengsdorf zuständig und da kam ihm die Idee, die Aktion auch dort ins Leben zu rufen. Gesagt, getan. Viktor Thiessen erklärt: „Wir haben zum Beispiel regelmäßig Kinderstunden, da unterstütze ich die Themenauswahl. Und dann gibt es im Laufe eines Jahres verschiedene Projekte. Da ist zum Beispiel die Kinderbibelwoche dabei, ein Sommerfest oder allgemeine Projekttage, wo die Kinder zum Beispiel etwas basteln. Die Lego-Stadt ist ein spezielles Projekt. Wir haben uns gedacht, damit kann man die Kinder hier aus dem Dorf und der Umgebung erreichen. Das Bauen mit den Legosteinen verknüpfen wir mit der Bibelarbeit, wo wir den Kindern auch etwas über Gott erzählen. Auch das findet alles sehr spielerisch statt und es wird niemandem etwas aufgezwungen. Es gibt immer wieder Pausen, in denen gespielt wird. Angefangen haben wir mit einer Vorstellungsrunde und der Erklärung der Regeln, die eingehalten werden müssen. Dann gings los mit dem Legobauen.“
Biblische Geschichten mit Legobildern
In dem Saal, in dem die Stadt aufgebaut wird, waren Flächen vorgesehen für Großprojekte und individuelle Bauten. Im Verlauf wurden den Kindern auch Videopräsentationen gezeigt, in denen biblische Geschichten mit Legobildern dargestellt wurden. Zur Stärkung wurden in den Pausen Getränke, Obst und kleine Snacks gereicht. Gemeinsam wurde zu Mittag gegessen. Zehn bis 15 Mitglieder der Mennonitengemeinde betreuten die Legobauer abwechselnd. Die Kinder waren teils Sprößlinge von Eltern aus der Gemeinde, aber auch Mädchen und Jungen anderer Glaubensrichtungen aus Rengsdorf und den umliegenden Ortschaften. Der Sonntag begann mit einem Familiengottesdienst, bei dem über die Arbeit an der Lego-Stadt und die religiöse Arbeit berichtet wurde. Anschließend wurde die Lego-Stadt feierlich zur Besichtigung freigegeben. Der mennonitischen Gemeinde Rengsdorf gehören momentan 300 Mitglieder an. Sie kommen größtenteils aus Rengsdorf, aber auch aus anderen Ortschaften. Viktor Thiessen zum Beispiel wohnt in Raubach und hat sich der Rengsdorfer Gemeinde angeschlossen, weil es ihm hier besonders gut gefiel. Zur Rengsdorfer Gemeinde gehören noch ein Standort in Neuwied-Irlich und einer in Neuwied-Stadt. Viktor Thiessen erklärt: „Seit zwei, drei Jahren machen wir auch offene Kinder- und Jugendarbeit. Das nennt sich Kontrast-Treff, dafür gibt es auch eine eigene Homepage. Das ist jeden Dienstagnachmittag von 16.30 bis 18.30 Uhr im Jugendraum bei der Feuerwehr. Daran nehmen unter anderem auch Kinder von sozial schwächeren Familien teil, aber grundsätzlich ist jeder willkommen.“ Diese Gruppe wird von Erika Dück geleitet.
Bibelwoche in den Herbstferien
Eine der nächsten Aktionen von Viktor Thiessen und seiner Kindergruppe ist eine Bibelwoche in den Herbstferien. Auch hieran kann jedes interessierte Kind teilnehmen. Grundsätzlich beobachtet Viktor Thiessen eine gute Akzeptanz der Arbeit der mennonitischen Gemeinde. Er betont: „Die Entscheidung, woran jemand glaubt, bleibt jedem Einzelnen selbst überlassen. Das finden wir gerade an Deutschland besonders gut, dass wir in einem Land leben, in dem die Freiheit des Glaubens besteht.“ Robert Mauersberger ist der für die Aktion Lego-Stadt zuständige Referent. Er kommt aus Wiedenest bei Gummersbach. Dort gibt es die Biblisch-Theologische Akademie, die alle zwei Wochen die Lego-Stadt mit Referenten in die jeweiligen Orte schickt. Es gibt vier dafür zuständige Referenten. Mauersberger sagt: „Am Bau der Stadt können bis zu 50 Kinder teilnehmen. Das Ziel ist erst einmal, die Kreativität der Kinder zu inspirieren. Dann geht es auch um ein gewisses Miteinander, dass die Kinder so ein Projekt gemeinsam hochziehen. Besonders die Großprojekte sind so angelegt, dass ein Team es von Anfang, bis Ende fertig baut. Dann ist bei den Kindern auch der Stolz da, dass sie es geschafft haben. Das ist für mich immer die Belohnung für die Arbeit am Wochenende, wenn ich das Strahlen in den Gesichtern sehe und wenn sie bei der Eröffnung stolz ihren Eltern ihre geleistete Arbeit zeigen. Natürlich kommt dazu: Ich bin gläubig, ich bin Christ. Ich möchte Kindern von meinem Glauben etwas weitergeben und ihnen aus der Bibel erzählen. Ich habe hier in Rengsdorf drei kleine Andachten gehalten. Mein größtes Anliegen ist es, den Kindern zu vermitteln, dass Gott sie gerne hat, dass sie von Gott geliebt werden.“ Die Kinder, die die Lego-Stadt gebaut haben, sind acht bis zwölf Jahre alt. Die Stadt hat circa 80.000 einzelne Steine. Für die meisten Gebäude gibt es Bauanleitungen. Die Standorte der jeweiligen Bauten sind vorgegeben, sodass am Ende ein geschlossenes Gesamtbild entsteht. Insgesamt wurden zehn Großprojekte in der Stadt errichtet und 37 so genannte „Traumhäuser“.
Artikel melden
Kreis Ahrweiler: Sorgen um Inklusion bei geplanten Kürzungen
- Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
- Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
Seniorenheim in Mayen: Caritas entscheidet gegen Mayener Standort
- Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
- W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
Erno Mahler erhält Walther-Lonnes-Plakette in Bad Neuenahr
- Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Junger Mann war von seinen Großeltern zur Hilfe gerufen worden und hinderte Betrüger an der Flucht
29.04.: Betrugsversuch in Köln: Enkel stellt falsche Polizisten und übergibt sie der richtigen Polizei
Köln. Ein 26 Jahre alter Mann hat am Mittwochabend (29. April) einen mutmaßlichen falschen Polizisten in Köln-Esch gestellt und der echten Polizei übergeben. Der Tatverdächtige und sein noch flüchtiger Komplize sollen kurz zuvor versucht haben, sich als angebliche Kripobeamte Zutritt zum Haus der Großeltern des 26-Jährigen in der Gartenstraße zu verschaffen.
Weiterlesen
Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt
01.05.: Nach Kollision mit Auto: Brennendes Motorrad setzt Wald in Brand
Dillendorf (Hunsrück). Am 01.05.26 gegen 10:31 Uhr kam es im Kreuzungsbereich K1/K3 unmittelbar hinter dem Ortsausgang Dillendorf in Fahrtrichtung Dill zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand missachtete ein von Sohrschied kommender Kradfahrer im Kreuzungsbereich die Vorfahrt eines in Fahrtrichtung Dill fahrenden PKW. Das Motorrad samt Fahrer kam im Straßengraben zum Liegen.
Weiterlesen
eCall-System lotste Einsatzkräfte nach Unfall ohne Zeugen zu verletzten Senioren
28.04.: Unfall auf der B327: Älteres Ehepaar landet unfreiwillig in Waldstück
Waldesch. Am 28. April kam es gegen 11:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Hunsrückhöhenstraße (B327) zwischen Waldesch und Dieblich/Nassheck. Ein älteres Ehepaar aus dem Lahn-Dill Kreis kam nach ersten Erkenntnissen aufgrund gesundheitlicher Probleme des Fahrzeugführers mit seinem PKW alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in unbefestigtes Gelände.
Weiterlesen
