Schüler der Realschule plus und Fachoberschule Mendig polieren Stolpersteine
Zeichen der Erinnerung gepflegt
Mendig. Im Jahr 2014 beschloss der Mendiger Stadtrat durch das Verlegen von Messingtafeln im Straßenpflaster an das Schicksal der Mendiger Bürgerinnen und Bürger zu erinnern, die durch das Terrorregime des Nationalsozialsozialismus Ausgrenzung und Entrechtung erleiden mussten. Auf diesen sogenannten Stolpersteinen, die auf ein Kunstprojekt von Gunter Demnig zurückgehen, sind die Namen, Lebensdaten und die Sterbeorte graviert. Im Verlauf eines Jahres verlieren die Messingplatten ihren Glanz und müssen regelmäßig poliert werden, damit die Erinnerung und das würdige Andenken nicht verblassen.
Die Schulgemeinschaft der Realschule plus und FOS Mendig hat sich vor Jahren dazu entschlossen, eine Putzpatenschaft für diese Steine zu übernehmen, um damit den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, Geschichte vor Ort zu erleben. Leider ließen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona- Pandemie im letzten Jahr keine Putzaktion zu, und so blieben die Steine nun über zwei Jahre verschmutzt. Umso erleichterter waren die Schüler, dass diese Aktion 2021 wieder möglich war. Deshalb begaben sich Lehrerin Susanne Hannes und FSJ’ler Jakob Seul mit 13 motivierten Schülerinnen und Schülern der Religionsgruppe 9 ans Werk. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Stolpersteine erstrahlen wieder im alten Glanz.
Achim Grün, 1. Beigeordneter der Stadt Mendig, hat die Aktion persönlich begleitet und den Jugendlichen im Namen der Stadt Mendig seine Anerkennung ausgesprochen. Ein MC-Donald`s-Gutschein für die Freiwilligen unterstreicht die Wertschätzung für den Einsatz. Das Blumenhaus Geilen spendete die Blumen, mit denen die Steine anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht geschmückt werden konnten.
