Rheinischer Verein
Zeitreise in Bruttig
Cochem-Zell. Zu einem Besuch des Moselortes Bruttig lädt der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Cochem-Zell, am Freitag, 24. Juni, ein. Treffpunkt um 17 Uhr ist der Festplatz am Moselufer vor dem Mosellanus-Brunnen beim „Alten Rathaus. Dort sind auch genügend Parkplätze. Die ältesten Zeugnisse der Besiedlung in der näheren Umgebung des Ortes sind die sehr gut erhaltenen Hügelgräber auf dem Bruttig-Fankeler Berg entlang des sogenannten Rennweges. Der Ort Bruttig hat sowohl keltisch-römische als auch merowingisch-fränkische Ursprünge. Die erste urkundliche Erwähnung als „Pruteca im Mayengau“ datiert auf den 4. Juni 898 in einer Schenkungsurkunde des lothringischen Königs Zwentibold. Ein weiterer Hinweis darauf, dass der Ort eine keltische Siedlung war, ergibt sich aus dem Namen „Bruttig“ selbst. Sprachforscher leiten „Bruttig“ ab vom keltischen „Bruti-acum“, das heißt „Wohnung des Brut“, über das lateinische „Proteca“, 898 nach Christus, „Prodecha“, 1250 nach Christus. Besichtigt werden das Rathaus von 1619, das Geburtshaus von Petrus Mosellanus, Fachwerkhäuser mit Schwebegiebel, das Schunksche Haus von 1659, der Viadukt der nie fertig gestellten Bahnlinie, die Synagoge, das Pfarrhaus von 1490 sowie die Pfarrkirche mit dem Turm von 1507. Ferner die Reste des ehemaligen KZ-Außenlagers. Zu diesem Rundgang durch Bruttig mit Bürgermeister Manfred Ostermann sind nicht nur Mitglieder des Rheinischen Vereins eingeladen, auch alle an der Geschichte und Kultur der Region Interessierten sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos. Nach dem Rundgang durch Bruttig besteht Gelegenheit zur Einkehr in einer Straußwirtschaft oder Weinstube.
