Gutenberg-Grundschule feierte ihren 50. Geburtstag
Zeitweise wurden hier 700 Schüler unterrichtet
„Goldener Floh“ verlieh der Schule bundesweite Beachtung
Dierdorf. Seit 50 Jahren gibt es die Gutenberg-Schule in Dierdorf.
Sie hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Schulleiterin Andrea Theisen-Welsch beschreibt den Ablauf des Festtages: „Wir haben heute Morgen angefangen mit dem selben Lied wie bei der Einweihung vor 50 Jahren. Wir hatten nämlich Unterlagen über den Festakt vor 50 Jahren gefunden und haben den Auftakt nach dem Muster von damals gestaltet. Der Vergleich zwischen früher und heute zog sich wie ein roter Faden durch den Ablauf des Tages.
Also auch, wie hat man früher ein Gedicht gelernt und wie tut man es heute.
Martina Jungbluth, die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde war bei der Eröffnung dabei und hat eine kleine Ansprache gehalten.
Rainer Hummel als ehemaliger Schulleiter war ebenfalls unser Gast.
Der erste Schulleiter Rektor Erich Vogel lebt ja schon nicht mehr. Aber dessen Nachfolger Herr Frankhäuser hat uns besucht, der schon in einem sehr hohen Alter ist.“ Zu dessen Zeiten hatte die Gutenberg-„Volksschule“ rund 290 Schüler, jetzt, als reine Grundschule, werden hier 260 Erst- bis Viertklässler unterrichtet.
Aber in der Zeit der Grund- und Hauptschule bis zur zehnten Klasse gehörten 700 Jungen und Mädchen zu der verbundenen Grund- und
Hauptschule.
Seit 2004 ist Andrea Theisen-Welsch die Leiterin der
Gutenberg-Schule. Für das Jubiläum, berichtet sie, wurde ein Film gedreht, an dem alle Kinder beteiligt waren. Darin geht es auch um den Vergleich zwischen früher und heute. Dieser Film wurde am Jubiläumstag auch vorgeführt. Der ehemalige Konrektor Karl-August Heib hat die Geschichte im Rahmen eines multimedialen Vortrags Revue passieren lassen.
Besuch der Partnerschule
Aus der Partnerstadt und Partnerschule in Krotoszyn/Polen war eine Delegation angereist, um die Glückwünsche persönlich zu überbringen.
Sie schenkten der aktuellen Schulleiterin Andrea Theisen-Welsch ein Gemälde mit dem Gebäude der Gutenberg-Schule darauf und Porträts aller Schulleiter von Rektor Erich Vogel, über Karl-Heinz Frankhäuser, Rainer Hummel bis zu Konrektor Heib und Andrea Theisen-Welsch.
Tag der offenen Tür
Nach der offiziellen Feier begann der Tag der offenen Tür, bei dem
Eltern und Besucher die Aktivitäten in den Klassen erleben
konnten. Es wurde gebastelt, gedruckt, gemalt, mit der Strickliesel gestrickt und vieles mehr.
Hans- Hermann Heydorn, der Architekt, der 1966 das Gebäude entworfen hatte, war ebenfalls anwesend.
Von vielen Seiten wurde er für das Gebäude im funktionalen Bauhaustil gelobt.
Seine Charakteristika sind noch heute die offene Eingangshalle, das Atrium und die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten.
Der Förderverein der Schule beteiligte sich mit Essensangeboten an dem Festtag. In der Sporthalle fand der Tag seinen Abschluss mit vorausgehendem Höhepunkt, einem Trommel- und Tanzworkshop für alle
Kinder der Schule.
Mit verschiedenen Projekten hat die Gutenberg-Schule schon des Öfteren auch bundesweit auf sich aufmerksam gemacht. „Medienkompetenz“ ist eine ihrer Stärken, sagt Andrea Theisen-Welsch. Und es werden regelmäßig Klassenfahrten an die Nordsee organisiert. Eine besondere Auszeichnung war einmal der Preis „Goldener Floh“ für den interaktiven Stadtführer, den Schüler der Gutenberg-Grundschule erarbeitet hatten. Der Preis wurde in Berlin verliehen. 20 Lehrer unterrichten heute hier, insgesamt beschäftigt die Schule 40 Mitarbeiter, mit Ganztagsschule und Schulsozialarbeit.
