Allgemeine Berichte | 17.03.2026

Begegnung mit Holocaustüberlebendem Ernst Krakenberger

Zeitzeugenbericht im Klassenzimmer

Am 25. Februar war an der August-Horch-Schule BBS Andernach ein besonderer Gast zu Besuch: der Holocaustüberlebende Ernst Krakenberger, der den Lernenden der drei Klassen der Berufsfachschule 1 sowie der Berufsoberschule 2 von seiner bewegenden Lebensgeschichte berichtete. Begleitet wurde er von Udo und Ursula Winkler, die den Besuch vermittelten. Foto: privat

Andernach. Am 25. Februar war an der August-Horch-Schule BBS Andernach ein besonderer Gast zu Besuch: der Holocaustüberlebende Ernst Krakenberger, der den Lernenden der drei Klassen der Berufsfachschule 1 sowie der Berufsoberschule 2 von seiner bewegenden Lebensgeschichte berichtete. Begleitet wurde er von Udo und Ursula Winkler, die den Besuch vermittelten. Organisiert wurde die Veranstaltung von Klassenleiterin Julchen Krämer.

Der Vortrag war in zwei Teile gegliedert. Zunächst schilderte Ernst Krakenberger seine persönliche Familiengeschichte. Er berichtete von seiner frühen Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus und davon, dass er während der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in einer Pflegefamilie untergebracht war, während seine Eltern zunächst im Ghetto in Amsterdam und später im Konzentrationslager Bergen-Belsen interniert waren. Da er im Dezember 1940 geboren wurde, kann er sich selbst nur begrenzt an diese Zeit erinnern. Umso bedeutender sind für ihn die Erinnerungen und Dokumente aus dieser Zeit.

Im zweiten Teil des Vortrags las er einen sehr persönlichen Brief vor, den seine Pflegemutter ihm zu einem runden Geburtstag geschrieben hatte. Darin schilderte sie, wie sie sich während der Kriegsjahre um ihn kümmerte, während seine Eltern nicht bei ihm sein konnten. Der Brief vermittelte den Lernenden einen eindrücklichen Einblick in die Gefühle, Sorgen und Hoffnungen dieser Zeit. Neben diesen Erinnerungen sprach Ernst Krakenberger auch über spätere Entwicklungen in seinem Leben, unter anderem seinen beruflichen Werdegang.

Die Lernenden verfolgten den Vortrag aufmerksam und nutzten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Sie interessierten sich unter anderem dafür, wie sich Ernst Krakenberger im Laufe seines Lebens mit seiner Geschichte gefühlt habe, ob er selbst Anfeindungen erlebt habe und wie er die heutige politische Situation in Deutschland einschätze.

Der Besuch hinterließ bei vielen einen nachhaltigen Eindruck. Persönliche Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind eine wichtige Möglichkeit, Geschichte lebendig zu erfahren und die Bedeutung von Erinnerung und Verantwortung für die Gegenwart zu verstehen.

Am 25. Februar war an der August-Horch-Schule BBS Andernach ein besonderer Gast zu Besuch: der Holocaustüberlebende Ernst Krakenberger, der den Lernenden der drei Klassen der Berufsfachschule 1 sowie der Berufsoberschule 2 von seiner bewegenden Lebensgeschichte berichtete. Begleitet wurde er von Udo und Ursula Winkler, die den Besuch vermittelten. Foto: privat

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