Betriebszentrum IT-System der Bundeswehr Rheinbach
Zentrale Standorte für Cyber-Soldaten
Rheinbach. Im Rahmen der Patenschaft zwischen der Bundeswehr und der Stadt Rheinbach fand ein Wettbewerb um den Pokal des Standortältesten Rheinbach auf der Standortschießanlage „Billiger Wald“ statt. Dies sei ein weiterer Baustein in der seit 2014 bestehenden Patenschaft der Bundeswehr mit der Stadt, betonte Oberst Michael Volkmer, Stellvertreter des Standortältesten Brigadegeneral Wolfgang E. Renner, „sie lebt vom Miteinander, vom gegenseitigen Kennen und vom Informationsaustausch“. Neben dem sportlichen Wettbewerb hat Volkmer „ein paar Infos aus erster Hand“ zum Standort Rheinbach geliefert. Rheinbach sei heute und vor allem künftig einer der zentralen Standorte für Cyber-Soldaten. „Das Thema Cyber mit seinen Chancen und Risiken rückt immer weiter in das öffentliche Bewusstsein“. Der Cyberraum sei zu einer neuen Dimension neben Land, Luft, See und Weltraum – nicht nur für die Bundeswehr - geworden, die anerkannt und geschützt werden müsse. Im Verteidigungsministerium werde hierzu eine neue Abteilung Cyber- und Informationstechnologie (CIT) dieses Jahr aufgebaut, noch im ersten Halbjahr 2017 wird es den neuen Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR) mit einem Inspekteur an der Spitze geben. Für den Standort Rheinbach bedeutet dies, dass er künftig noch mehr Soldaten beheimaten wird. „Weitere hundert hoch qualifizierte IT-Arbeitsplätze für Soldaten und zivile Mitarbeiter werden entstehen“, so Oberst Volkmer. Die IT-Dienststellen in Rheinbach nehmen hierbei zentrale Rollen für den IT-Betrieb und die Führungsfähigkeit der Bundeswehr ein. Insgesamt wird die Region Bonn – Rheinbach – Euskirchen von dieser Entwicklung maßgeblich profitieren. In Rheinbach fühlen sich die Angehörigen der Bundeswehr sehr wohl. Die gute Partnerschaft zeigte sich besonders in den vielen intensiven Gesprächen und der regen Teilnahme beim Pokalschießen. Unter anderem stellten sich Mitarbeiter des Rheinbacher Rathauses um Bürgermeister Stefan Raetz, ein Team der Justizvollzugsanstalt, die Schützenbruderschaft Rheinbach und zwei Teams des IT-Dienstleisters BWI IT dem sportlichen Wettbewerb.
De Wettbewerb
Insgesamt traten acht Teams gegeneinander an. Die Teilnehmer konnten ihre Treffsicherheit mit der Pistole P8, dem Gewehr G36, Dartpfeilen und beim Bogenschießen unter Beweis stellen.
Besonders gut angenommen wurde auch das Bogenschießen, das durch den Verein Bogenschützen Rheinbach e. V. organisiert wurde. „Es ist gar nicht so einfach, ohne Visier zu treffen“, sagte Jenny Wilken vom Team BWI, die an diesem Tag zu erstem Mal Pfeil und Bogen in der Hand hatte. Das Bogenschießen sei mehr so ein „Gefühlsschießen“, bei der jeder Treffer unsicher sei.
Hoch begeistert zeigte sie sich von der professionellen Organisation der Veranstaltung. Trotz geselliger und entspannter Stimmung konnte am Schluss nur ein Team gewinnen.
Nach zähem Ringen siegte schließlich das Team der JVA Rheinbach unter der Führung von Jörg Nawrath. Bürgermeister Stefan Raetz dankte den Soldatinnen und Soldaten für diesen gelungenen Tag gelebter Partnerschaft. „Wir haben gleich mit zwei Teams aus Verwaltung und Politik teilgenommen, um unsere Verbundenheit mit dem Standort Tomburg-Kaserne zu zeigen.“
