Rathausverein Oberwinter
Zu Besuch im Erlebnisbahnhof Westerburg
Oberwinter. Trotz des wechselhaften Wetters war die Exkursion des Rathausvereins nach Westerburg, an der 18 Personen teilnahmen, eine rundum gelungene Veranstaltung. Im Erlebnisbahnhof Westerburg angekommen, wurden die 18 Teilnehmer im Eisenbahn-Plakat-Museum bereits ungeduldig von seinem Direktor Wilfried Rink erwartet. Der Kassierer des Rathausvereins hatte lange nach einer Möglichkeit gesucht die Sammlung seiner Eisenbahnplakate in einem geeigneten Rahmen auszustellen. Der von ihm erworbene Bahnhof Westerburg bietet dazu nicht nur die geeigneten Räumlichkeiten, sondern mit den Westerwälder Eisenbahnfreunden, die im alten Lokschuppen ihre Sammlung von Dieselloks pflegen, hat er auch einen gleichgesinnten Kooperationspartner an seiner Seite. Wilfried Rink führte seine Gäste persönlich durch die Sammlung, in der zur Zeit 180 Eisenbahn-Plakate ausgestellt sind. Alle Besucher zeigten sich überrascht von der Vielfältigkeit der gezeigten Exponate. Werbeplakate zeichnen sich durch einen nicht enden wollenden Ideenreichtum und große Originalität aus und Hinweise auf Reisebedingungen werden gerne als Karikaturen verpackt – Freundlicher Kontrolleur zum schwarz fahrenden Punker: Na Alter, haste mal sechzig Euro. Einfach wunderbar sind die teilweise von namhaften Künstlern wie Mucha, Cassandre oder Fix-Masseau gestalteten Plakate, in denen sich über einen Zeitraum von fast 100 Jahren schon ein Stück Kunstgeschichte wieder spiegelt. Hervor zu heben sind hier die Plakate der Londoner Untergrundbahn. Die London Transport lässt bis heute Plakate von Künstlern entwerfen. Nach der Führung, bei der keine Frage unbeantwortet blieb, stärkten sich die Besucher am Lokschuppen mit einem Imbiss, zubereitet und serviert von den Westerwälder-Eisenbahnfreunden. Frisch gestärkt ging es dann an die Besichtigung des Lokschuppens, in dem sich eine Sammlung von Diesellokomotiven der Bundeswehr verbirgt. Beim Verlassen des Lokschuppens wartete bereits Dieter Kaiser auf die Exkursionsteilnehmer, um sie auf eine Stadtführung mit zu nehmen. Nach einer kurzen Autofahrt erreichte die Gruppe den alten Ortskern von Westerburg unterhalb des Burgbergs. Wegen des einsetzenden Regens wurde die Wegstrecke zwar etwas gekürzt, aber der kompetente Führer verstand es innerhalb kürzester Zeit den Besuchern einen lebendigen Eindruck von Geschichte und Entwicklung der Stadt zu vermitteln. Ein Tag voller neuer Eindrücke schlossen die Exkursionsteilnehmer dann in einem Café unterhalb der Kirche ab, bevor sie sich auf den Heimweg nach Oberwinter machten.
