Regionalverband Cochem-Zell des Rheinischen Vereins
Zu Besuch in Winningen
36 Teilnehmer konnten auf dem Vorplatz des Bahnhofs begrüßt werden
Winningen. Der Regionalverband Cochem-Zell des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz hatte einen Besuch der Gemeinde Winningen organisiert. Der Vorsitzende Gerhard Schommers konnte 36 Teilnehmer auf dem Vorplatz des Bahnhofs begrüßen. Referenten waren Prof. Dr. Wolfgang Schmid, seit zwölf Jahren wohnhaft in Winningen, sowie Frank Hoffbauer, Leiter der Tourist-Information Winningen, beide ausgewiesene Kenner des Dorfes, seiner Geschichte und seiner Gegenwart. Winningen ist eine evangelische Enklave, umgeben von Dörfern mit überwiegend katholischer Bevölkerung. So entwickelte Winningen in der Vergangenheit seine eigene Bildungsstruktur in Form einer evangelischen Grundschule sowie einer weiterführenden Schule. Weinbau, Weinhandel und Gastronomie sind Motoren der Wirtschaft – wobei aber der größere Teil der Bevölkerung im Großraum Koblenz arbeitet. Es sollen täglich 1500 Winninger Bürger zu ihren Arbeitsplätzen pendeln.
Vorbildlich gepflegt sind die über 100 Hektar Rebflächen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Moseldörfern sind selbst extreme Steillagen bebaut und sind damit das Rückgrat des begehrten Winninger Weins. Dazu ist Winningen ein Touristen-Magnet mit einer vielfältigen Gastronomie.
Beim Rundgang durch Winningen fallen repräsentative Bürgerhäuser auf. In der Friedrichstraße und in der Wilhelmstraße beeindrucken steinsichtige Häuser aus heimischem Bruchstein. Zu jedem Haus gehört eine hohe Toreinfahrt, um den Zugang zu den hinter den Häusern liegenden Wirtschaftsgebäuden, Höfen und Gärten zu gewährleisten. Rebbögen überspannen die Straßen und verleihen ihnen einen ganz besonderen Reiz.
Einen Besuch wert sind die evangelische Pfarrkirche sowie das Museum in der Schulstraße, das ehemalige Schulhaus erbaut nach Plänen von Johann Claudius von Lassaulx.
