Allgemeine Berichte | 15.06.2016

Landfrauen reisten in den Schwarzwald

Zu Gast bei der Brennmeisterin

Landfrauen aus dem Kreis Ahrweiler besuchten die „SWR-Landfrau“ Ursula Baßler

Die Landfrauen besuchten Ursula und Josef Baßler (Mitte) auf ihrem Hof in Kappelrodeck/Schwarzwald.privat

Kreis/Schwarzwald. Die Landfrauenlehrfahrten führen dieses Jahr in die Region Schwarzwald/Elsaß. Viele kulturelle Eindrücke hat die erste Gruppe mit nach Hause gebracht. Historisches stand bei den Besuchen in Straßburg, Colmar und Freudenstadt auf dem Programm. Besonders beliebt sind die Exkursionen, die nicht über den Reiseprospekt zu buchen sind und zu den Menschen in anderen Regionen führen. So haben die Landfrauenkontakte in diesem Jahr zum Besuch bei der einzigen deutschen Brennmeisterin und SWR-Landfrau Ursula Baßler im Achertal geführt. 50 Reiseteilnehmerinnen waren begeistert vom Betrieb der Familie Baßler, der von Ursula Baßler für den Bereich Brennerei geleitet wird. Sohn Matthias bearbeitet die Weinberge und ist für die übrige Landwirtschaft mit Schafhaltung und Waldwirtschaft zuständig. Herzlich empfing Josef Baßler die Gruppe von der Ahr, stellte aber gleich klar, dass er nicht derjenige sei, der auf dem Hof arbeite. Er gehe einem anderen Beruf nach. Seine Frau sei in den typischen Schwarzwaldhof eingeheiratet und habe das Erbe des Schwiegervaters übernommen. Ursula Baßler geriet ins Schwärmen als sie auf ihre Teilnahme an der SWR-Tour im Oldtimer Bus „Lecker aufs Land“ angesprochen wurde. „Das war eine hektische, aber auch sehr schöne Zeit. Über einige Staffeln hinweg galt es immer wieder Koffer zu packen und weg zu den Mitstreiterinnen. Sehr diszipliniert ging alles zu, die Abende waren lang, die Vormittage verbrachten die Akteure in der Küche, ein bisschen Aufregung gehörte dazu“. Ihr Landfrauenmenü bestand aus Lammsauerbraten mit Spätzle, Zucchinirahmsuppe mit karamellisierter Birne und Schokosoufflé mit Heidelbeere zum Nachtisch.

Die SWR-Landfrau Ursula Baßler

Mutter von drei Kindern, erzählte, dass sie bereits das Brennen von Obst zu Kinderzeiten fasziniert und dann die Ausbildung in Baden-Württemberg absolviert habe. Darüber hinaus habe sie sich weiter qualifiziert zur Edelbrand-Sommelière und später das internationale Wein- und Spirituosenzertifikat erworben. Neben den Edelbränden stellt die Schwarzwälderin auch Liköre her, die eigenen Weintrauben veredelt sie zu Schwarzwälder Brandy. Natürlich wurden ihre Produkte von den Gästen aus dem Kreis Ahrweiler verkostet und einige Flaschen gingen mit auf die Heimreise. Beim Besuch des Hofes erlebt die Gruppe auch das Schwarzwälder Brauchtum hautnah. Die Vermutung, dass hier im Schwarzwald Tannenbäume für die Mädchen zum 1. Mai aufgestellt werden, erwies sich als falsch. Ursula Baßler erklärte, dass zu verschiedensten Anlässen Tannenbäume gesetzt werden. Zum 60. Geburtstag vor wenigen Monaten habe man Ihrem Mann einen solchen an der Haustüre aufgestellt. Diesen Tannenbaum hatten seine Kinder ihm zu Ehren zum 1. Mai mit Bändern geschmückt und nochmals an das vergangene Fest erinnert. Weitere Highlights der Reise waren der Besuch in Sasbachwalden mit dem regionalen Weinanbaugebiet, die Besichtigung einer Schinkenräucherei, die Vorstellung des Rosenwanderweges in Freudenstadt und auch der Aufstieg entlang der Wasserfälle von Allerheiligen zur berühmten Klosterruine.

Die Landfrauen besuchten Ursula und Josef Baßler (Mitte) auf ihrem Hof in Kappelrodeck/Schwarzwald. Foto: privat

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