Gemeinschaft über Dorfgrenzen hinaus
Züllighovener feierten St. Martin
Gemeinsamer Zug und anschließende Feier bei bester Stimmung
Wachtberg-Züllighoven. Einen kleinen, aber liebevoll organisierten und durchgeführten Martinszug erlebten die Kinder in Züllighoven am dritten Novemberfreitag.
Von 17 Uhr an waren die Menschen aus dem Ort und ihre Gäste durch den kleinen Ort gezogen und schließlich am Dorfrand in Richtung Berkum am Feld zusammengekommen. Dort genossen sie das wärmende Martinsfeuer und erhielten den Wecken an einem kleinen Stand, der traditionell dort aufgebaut wird. Um angesichts der spätherbstlichen Witterung die Menschen nicht nur von außen, sondern auch von innen zu wärmen, bekamen die Kinder hier heißen Kakao gereicht, die Erwachsenen wärmten sich am Glühwein.
In dem winzigen Ort etwas abseits von Berkum im Drachenfelser Ländchen gelegen, hatten sich die etwa 45 Kinder unter 16 Jahren gerne an dem Zug beteiligt. Die Wecken für die über 70-jährigen Senioren hatte man am gleichen Tag bereits vorher zu ihnen nach Hause gebracht.
Urige Feier im Dorfsaal
Nach dem Zug freuten sich die Teilnehmer auf die Martinsfeier im Dorfsaal, zu der sich die meisten Familien und auch Gäste aus den Nachbarorten trafen. So genoss man dort mit über 100 Menschen den zur Martinsfeier traditionell gereichten Knüles, den man anderswo im Rheinland auch gern Döppekooche nennt. Während leckeres Essen und Getränke Herz und Seele erfreuten, loste man an einem Ende des Saals bereits die Preise der Tombola aus.
50 bis 60 Preise warteten auf glückliche Gewinner. Einen Teil der begehrten Objekte hatte man aus dem Erlös des Martinslosverkaufs erwerben können. Weitere Preise hatten Anwohner, Landwirte und Geldinstitute gespendet. Den Hauptpreis bildete in diesem Jahr traditionell die Martinsgans. Auch für die Kinder gab es Ruhm und Ehre sowie kleine Preise beim Laternenwettbewerb zu gewinnen. Wie bei anderen Festen in dem abgelegenen Ort war auch in diesem Jahr wieder der Zuspruch aus den Nachbarorten groß.
Ulla Risch und Heike Paterno (v.l.) schenkten am Stand neben dem Martinsfeuer warme und wärmende Getränke aus. Foto: Chris Weber
