Allgemeine Berichte | 07.11.2017

Franziskusmesse von Sven M. Hellinghausen aufgeführt

Zum 80. Geburtstag von Papst Franziskus

Aufführung in Rom am 10. November

Über 160 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker trugen zum Gelingen bei. STUKO

Vallendar. Da gab es am Ende Standing Ovations, ein nie enden wollender Beifall und zahlreiche Gratulationen. Der Komponist Sven M. Hellinghausen hatte ein Werk geschaffen, mit dessen Erfolg er so sicher nicht gerechnet hätte.

Seine „Franziskusmesse“ bestehend aus den Teilen Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei, komponiert als Geschenk zum 80. Geburtstag von Papst Franziskus, wurde uraufgeführt und die Vallendarer Pfarrkirche Sankt Marzellinus und Petrus bot die optimale Kulisse hierfür.

Zur Aufführung gelang das Werk durch das Projektorchester des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz unter der Leitung des Komponisten und den Projektchor des Chorverbandes Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Michael Rinscheid und Mario Siry.

Gemeinsame Herausforderung

Zwei große Verbände also, welche sich hier gemeinsam der Herausforderung stellten und Stimme sowie Musik zum Erschallen brachten. Die Besucher der Uraufführung waren schlichtweg begeistert, als das Konzert nach etwas mehr als zwei Stunden beendet war.

Zur Einstimmung auf die „Franziskusmesse“ gab es im Vorfeld Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Anton Bruckner, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach und einigen mehr. Hierbei wirkte auch der Sonntagschor Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Mario Siry mit.

Die Orgel zum Erschallen brachte Johann Schmelzer mit der 1. Sonate in d-moll, Opus 42 von Alexandre Guilmant, ein Werk welches auch im Nachgang noch große Bewunderung hervorrief wie die Vallendarer Kirchenorgel mächtig und feierlich erklingen kann. Tobias Kötting stand dem in nichts nach und spielte ebenso auf der „Königin der Instrumente“.

Dann kam es zum Höhepunkt des Abends, zur Uraufführung der „Franziskusmesse“. Sven M. Hellinghausen ist ein deutscher Dirigent und Komponist, dessen sinfonische Klangbilder weltweit gespielt werden. Daneben schreibt er Märsche und geistliche Musik, wie in diesem Fall eben dieses große Werk zu Ehren von Papst Franziskus. Er arrangiert weiterhin zeitgenössische Werke aus Pop- und Rockmusik.

Neben dem Projektchor und dem Projektorchester gehört auch Tenor Christian Dietz zu den Ausführenden. Dietz wirkte bereits an der Staatsoper Berlin, der Dresdner Semperoper und der Alten Oper Frankfurt.

Ein Projekt – viele Akteure

Viele Mitwirkende (65 Musikerinnen und Musiker im Orchester, über 100 Sängerinnen und Sänger) ergaben zusammen eine große Einheit zur Ehre des Papstes, aber auch zur Ehre Gottes natürlich.

Unter der Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste der beteiligten Verbände, aber auch darüber hinaus, sowie in einem vollen Gotteshaus, der zweitgrößten Hallen-Kirche im Bistum Trier, konnte das Werk gelingen.

Auf die Entstehung beziehungsweise Umsetzung der Messe ging Hermann Josef Esser, stellvertretender Präsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz und einer der Organisatoren des Projektes bei seiner Begrüßung ein: „Als der Komponist Sven Hellinghausen die Franziskusmesse als Geschenk zum 80. Geburtstag von Papst Franziskus komponierte, hat er sicherlich nicht damit gerechnet, dass genau diese Komposition so große Überraschungen mit sich bringen würde.

Es ist ja nicht alltäglich, dass solche Sachen bis zum Papst vordringen und dann auch noch die Aufführung im Petersdom freigegeben wird. Und da der Petersdom nun mal keine kleine Kirche ist, musste Sven Hellinghausen einen entsprechend großen Chor und ein entsprechend großes Orchester finden. Also sprach er die beiden Landesverbände an und die Präsidien beschlossen, den Laienmusikerinnen und Musikern aus RLP die Möglichkeit zu bieten, einmal im Petersdom eine Hl. Messe musikalisch zu gestalten.Anfang des Jahres wurden durch die beiden Verbände ein Projektchor und ein Projektorchester zusammengestellt und die Mitglieder erarbeiteten im Eigenstudium und in jeweils drei Proben die Musikstücke der Franziskusmesse sowie einige andere Sakrale Chor- und Musikstücke.“ Die erste gemeinsame Probe von Chor und Orchester gab es erst am vergangenen Samstag und es passte alles hervorragend zusammen.

Generalaudienz beim Papst

Dann ging es auf die Reise nach Rom, wo die Messe am Freitag, 10. November, im Petersdom aufgeführt wird. „Ob Papst Franziskus dann anwesend ist, bleibt einfach abzuwarten“, so Esser. Verdient hätten es die Mitwirkenden sicher allemal.

Die Partitur wurde im Rahmen der Generalaudienz als Geschenk dem Papst persönlich überreicht. Dies durch den Komponisten Sven M. Hellinghausen, durch Karl Wolff vom Chorverband Rheinland-Pfalz und durch Hermann Josef Esser vom Landesmusikverband Rheinland-Pfalz.

Weitere, ausführliche Informationen findet man unter www.franziskusmesse.de.

Das Projektorchester des Landesmusikverbandesstand unter der Leitung des Komponisten persönlich.

Das Projektorchester des Landesmusikverbandes stand unter der Leitung des Komponisten persönlich.

Die Zuhörer der Uraufführung waren am Ende sichtlich begeistert.

Die Zuhörer der Uraufführung waren am Ende sichtlich begeistert.

Mit der „Franziskusmesse“ hat Sven M. Hellinghausen ein besonderes Geburtstagsgeschenk für Papst Franziskus geschaffen.

Mit der „Franziskusmesse“ hat Sven M. Hellinghausen ein besonderes Geburtstagsgeschenk für Papst Franziskus geschaffen.

Über 160 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker trugen zum Gelingen bei. Fotos: STUKO

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