Kulturgarten und Kunstauktion bei Gudrun Rosenberg
Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten
Wachtberg-Gimmersdorf. Petrus hatte beste Laune, die ganzen 12. Wachtberger Kulturwochen lang schien beständig die Sonne. Das war mal anders, gerade im Kulturgarten Rosenberg. Man erinnere sich an den Sommer, als die Teilnehmer in Gummistiefeln auf dem vom Regen aufgeweichten Rasen standen. Dieses Jahr dagegen war’s Sommerfeeling pur. Und so freute sich die Künstlergruppe um Gudrun Rosenberg zur diesjährigen Ausstellung über viele, viele Gäste. Wie immer standen die weißen Pavillonzelte im hinteren und mittleren Gartenbereich, vorne plätscherte der kleine Wasserlauf, mannshohe Gräser, üppige Sträucher und Bäume boten überall schattige Plätzchen und auf der Veranda war die Markise ausgefahren. Derart hochsommerlich geküsst präsentierten die Gastgeberin und ihre Freunde wieder Kunst auf vielfältige Art und Weise.
Zu zweit
Wer sieht sie noch vor sich, Gudrun Rosenbergs Skulptur einer Sängerin? Die Nachtigall hatte die Künstlerin sie genannt, das war im letzten Jahr. Jetzt gab es ein Wiedersehen… und die kleine tönerne Figur stand nicht mehr alleine. Ihr zur Seite fand sich nun ein Sänger. Etwas abgerückt von den beiden saß eine weitere Figur, in sich zusammengesunken, „Die Trauernde“. Ob der andernorts sich positionierende Sänger wohl der Grund zur Trübsal war? „Sie denkt“, hieß eine dritte ins Auge fallende Skulptur. Hat sie vielleicht den Durchblick?
Zuletzt
Zum letzten Mal dabei, so hatte sie es zumindest angekündigt, war in diesem Sommer Hildegard Auen-Kühlwetter. Mit über 80 Jahren sei es nun genug. Mal sehen … nächstes Jahr, ihre Mitstreiter waren sich da noch nicht so sicher. In ihren Bildern in Öl und Acryl verarbeitet Auen-Kühlwetter gerne Natureindrücke. Und so konzentrierte sich die Farbpalette ihrer gezeigten Bilder erneut auf warme Erdtöne. Im Nachbarzelt hatte sich Jochen Müller eingerichtet. Das künstlerische Allround-Talent zeigte neben Aquarellen, darunter bezaubernde Szenerien vom Rheintal mit Siebengebirgsblick, über Ölbilder, Arbeiten in Spraytechnik auch zahlreiche Radierungen in unterschiedlichen Farbvarianten.
Zu Hause
Lokale Impressionen sind sein Ding. Der Dritte im hinten platzierten Bunde war Heiner Pilger. Es ist eine Freude, aus der Vielzahl an Aquarellen von Wachtberger Motiven das schönste auszuwählen. Nach Ortschaften sortiert und in einem großen Holzkasten ordentlich arrangiert ist sein Angebot von Klappkarten mit eben diesen Heimatszenen eine wahre Fundgrube für alle Wachtberger.
Hans-Jürgen Döring, bekannt für seine Reiselust, zeigte unter anderem feine Zeichnungen. Besonders seine Tierbilder von Zebras, Elefanten, Büffeln, Löwen und Krokodilen fielen ins Auge. Das sah nicht nach Urlaub im Allgäu aus, nein, in Botswana in Afrika ist er gewesen und hat von dort viele Anregungen mitgenommen. Und ein Geheimnis lüftete Döring auch: Er gestaltet das Cover für die Anthologie des kommenden, inzwischen dritten Wachtberger Wettbewerbs für komische Lyrik. Vier Varianten in unterschiedlichen Techniken habe er gefertigt, sagte er, die Version mit den vielen kleinen Farbtupfern sei schließlich ausgewählt worden.
Zu fern
Seine feinen Federzeichnungen, die leichten Aquarelle, Impressionen in schwarz-weiß … die Arbeiten von Enno Frandsen durften nicht fehlen. Seine bevorzugten Motive sind Landschaften, Stadtszenen, besonders schön aus Brügge, Paris und Venedig. Seit langem schon ist er mit von der Partie und begeisterte auch dieses Mal wieder aufs Neue mit seinen stimmungsvollen Werken. Lust auf Gegenständliches habe sie gehabt, verriet Ortrun Lohse-Schlößler. Auf ihren wie immer schönen farbintensiven Acrylbildern waren so dann auch mal ein Frosch, eine Kuh oder Vögel zu erkennen. „Der Neue“, einer von drei Vögeln, stach dabei besonders heraus. Aus lauter kleinen Farbresten, zermörsert und mit Binder verklebt, hat sie dem kleinen Piepmatz ein herausstechendes Outfit verpasst. Und auch gelb leuchtende Highheels hat sie verewigt, mit 25 hauchdünnen gelben Farbschichten. „Das bringt Brillanz!“
Zu tragen
Ganz anders glänzen dagegen die kunstvollen, feinen Arbeiten von Ulrike Brücken. Aus Halbedelsteinen, Swarovsky-Kristallen und japanischen Saatperlen fertigt sie nach eigenen Entwürfen Schmuck in unterschiedlichsten Formen und Farbkombinationen.
Zu hören
Etwas ‚für die Ohren‘ steuerte Annette Briechle bei. Mit der Band „StaubFrei“ gab sie am letzten Samstagnachmittag der diesjährigen Kulturwochen im Kulturgarten Rosenberg ein musikalisches Intermezzo mit Schlagern der 20er Jahre.
Zu versteigern
Auch der Sonntagnachmittag hielt noch ein interessantes Begleitprogramm bereit - eine Auktion. Alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler im Kulturgarten Rosenberg hatten jeweils ein Kunstwerk zur Verfügung gestellt. Als Auktionator agierte Paul Caspari vom Laienspielkreis Oberbachem. Bei der Versteigerung kamen 325 Euro zusammen, die als Spende an die Aktion „Zugabe“ in Wachtberg gingen. Musikalisch spielten dann die Berkumer Dorfmusikanten auf. Was für ein schöner Sonntagnachmittag!
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
„Sänger“ und „Sängerin“ von Gudrun Rosenberg.
„Die Trauernde“ von Gudrun Rosenberg.
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