Freiwillige Feuerwehr Adenau
Zum Jubiläum ein neues Tanklöschfahrzeug
Adenau. „Heute ist ein ganz besonderer Tag für den Brand- und Katastrophenschutz im Kreis Ahrweiler. Es freut mich besonders, den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Adenau zu ihrem stolzen 110-jährigen Bestehen zu gratulieren. Darüber hinaus werde ich gleich das kreiseigene Tanklöschfahrzeug 4000, eines der teuersten Anschaffungen des Landkreises im überörtlichen Brandschutz in den vergangenen Jahren, für die Stationierung hier in Adenau übergeben,“ begrüßte Landrat Jürgen Pföhler die anwesenden Wehrleute aus der Verbandsgemeinde und Gäste aus Politik und Verwaltung. Das neue Tanklöschfahrzeug hat die stolze Summe von 365.000 Euro gekostet; vom Land mit 93.000 Euro bezuschusst, soll es das kreiseigene TLF 24/50 ersetzen. Das 24/50 war 30 Jahre im Dienst und ist nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand. Auch Wehrleiter Dieter Merten bedankte sich beim Landrat und allen Gremien, die es ermöglicht haben, dass dieses hocheffiziente Fahrzeug nach Adenau gekommen ist. Damit sind jetzt insgesamt vier größere wasserführende Fahrzeuge im Kreis Ahrweiler dezentral stationiert. Das Tanklöschfahrzeug 4000 hat alles, was das Feuerwehrherz begehrt und für die unterschiedlichen Einsatzlagen gebraucht wird. So ist das Fahrzeug mit 4000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel bestückt und ist rundum mit Sprühdüsen ausgestattet, um auch über brennende Flächen fahren zu können. Weiterhin können von einem vor der Fahrerkabine angebrachten Wasserwerfer während der Fahrt schon Brände bekämpft werden. Weitere Gerätschaften wie Dachwasserwerfer, Lichtmast, Rucksäcke für die Waldbrandbekämpfung erhöhen die Einsatzmöglichkeiten. Denn gegenüber anderen Städten und Gemeinden hat die Adenauer Feuerwehr rund um den Nürburgring mit einem besonderen Gefahrenpotenzial zu kämpfen, betonte der Landrat. „Mit diesem Tanklöschfahrzeug 4000 wurde ein Fahrzeug angeschafft, das durch die ergänzende Spezialausstattung zusätzlich das Risiko Waldbrand nicht nur in der Verbandsgemeinde, sondern im gesamten Landkreis abdecken soll“, betonte Kreisfeuerwehr-Inspekteur Udo Schumacher. Außerdem bedankte sich Udo Schumacher bei Landrat Jürgen Pföhler und den Kreisgremien für die immer wieder bewiesene Weitsicht, die im Katastrophenschutz praktiziert wird. Bürgermeister Guido Nisius gratulierte wie der Landrat mit einer Ehrenurkunde zum Jubiläum und lobte das Ehrenamt, das die Wehrleute vollbringen. „Denken wir mal zurück an das schlimme Hochwasser oder den Großbrand am Reiterhof im vergangenen Jahr. Alleine bei der Hochwasserkatastrophe haben mehr als 140 Einsatzkräfte der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau innerhalb von 27 Stunden 132 Einsätze durchgeführt. Und das alles ehrenamtlich“, lobte Guido Nisius die Einsatzkräfte. Den kirchlichen Segen für das neue Fahrzeug spendeten Pfarrer Rainer Justen von der Katholischen und Pfarrer Holger Banse von der Evangelischen Kirchengemeinde. Die Adenauer Wehr wurde 1907 gegründet mit dem Ziel, in Not geratenen Menschen zu helfen. Drei Jahre später beim Jahrhunderthochwasser, bei dem das Ahrtal und Adenaus Innenstadt geflutet waren, kam es zu einer großen Belastungsprobe für die Wehr. Im Laufe der Zeit kamen immer neue Herausforderungen hinzu und die Wehr wurde von einer reinen Brandbekämpfungseinheit zu einer hochtechnischen Truppe. Heute hat die Wehr 54 aktive Mitglieder, davon eine Frau und 15 Nachwuchskräfte in der Jugendfeuerwehr, die im Anschluss noch eine Angriffsübung vorführten.
SES
Die Ehrenurkunde vom Bürgermeister der Verbandsgemeinde Guido Nisius an Wehrführer Ernst Krämer. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
Die Ehrenurkunde vom Landrat an Wehrführer Ernst Krämer im Beisein von Vertretern der Feuerwehr, der VbG der Stadt und des Kreises. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
