Jahresabschlussübung der Feuerwehr Reifferscheid mit Beteiligung der Nachbarwehren
Zusammenarbeit zum Schutz der Bürger
Feuerwehr, Polizei und Deutsches Rotes Kreuz proben den Ernstfall und zeigen, dass die Zusammenarbeit klappt
Reifferscheid. Bei der Jahresabschlussübung der Freiweilligen Feuerwehr Reifferscheid hatte ihr Wehrführer folgendes Szenario erdacht: Dachstuhlbrand mit Übergriff der angrenzenden Häuser im Gebäude der Zimmerei Klein, ausgelöst durch eine Verpuffung beim Umfüllen von Propangas im Lageraum des ersten Obergeschosses durch zwei Mitarbeiter. Die beiden Arbeiter wurden vermisst, und im gesamten Gebäude herrschte Stromausfall. Nach erkunden der Sachlage wurden die Nachbarwehren aus Adenau, Dümpelfeld, Rodder und Schuld mit alarmiert.
Beim Eintreffen hatten die Wehren mit ihren größeren Fahrzeugen wie Drehleiter und Löschgruppenfahrzeuge durch die enge Bebauung und einer nicht durchgängigen Zufahrt Probleme, die Einsatzstelle zu erreichen. Auch löschtechnisch war die Übung eine Herausforderung. Durch die enge Bebauung Wand an Wand wurde die Brandbekämpfung in Riegelstellung vorgenommen. Das bedeutet, um ein Übergreifen auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern, wird von verschiedenen Seiten mit Strahlrohren auf die Gebäude Wasser gespritzt, um die Wärmestrahlung und möglichen Funkenflug zu unterbinden, und damit ein Übergreifen des Brandes auf die Nachbargebäude zu Verhindern. Das hatten die Wehren von Rodder und Schuld übernommen. Die Drehleiter wurde in Position gebracht und die Wasserversorgung über Hydranten und Tanklöschfahrzeuge sichergestellt. Inzwischen waren die Wehrleute unter schwerem Atemschutz durch den starken Rauch bis zu den Verletzten vorgedrungen und konnten, einer unter Zuhilfenahme der Drehleiter bergen, und anschließend dem DRK übergeben. Nach knapp einer Stunde war die gemeinsame Übung der Wehren beendet. Bei der anschließenden „Nachbesprechung“ im Reifferscheider Gerätehaus, lobte Dieter Merten, Wehrleiter der Verbandsgemeinde die gute, schnelle, und reibungslose Zusammenarbeit der insgesamt 54 Wehrleute, 9 DRK-Leute mit Rettungsdienstleiter Nürburgring Armin Link, zwei Notärzte, und der Polizei. Außerdem richtete Wehrführer Bernd May seinen Dank an Thorsten Klein, der das Gebäude zur Verfügung gestellt hatte, sowie an die Eigentümer der angrenzenden Gebäuden. Sein besonderer Dank galt neben DRK und Polizei allen an der Übung beteiligten Feuerwehren. Denn diese Übung hat wieder dazu beigetragen, dass die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei untereinander klappt. So kann sich auch in Zukunft die Bevölkerung auf Feuerwehr und Rettungsdienst „verlassen“, wenn Gefahr im Verzug ist. SES
Geretteten Personen wurden zur weiteren Versorgung dem DRK übergeben.
Die Drehleiter wird in Position gebracht.
