Allgemeine Berichte | 04.01.2017

Jahresabschlusswanderung des Eifelvereins Andernach

Zwei Gruppen mit einem Ziel

Die Wandergruppe an der Fischerhütte Isertal.  privat

Andernach. Die Wanderführer Maria Zimmermann und Gabriel Riehl hatten die Wanderfreunde des Eifelvereins Andernach zu der traditionellen Jahresabschlusswanderung eingeladen. 54 Teilnehmer folgten der Einladung, trafen sich am letzten Tag des Jahres 2016 (Silvester) in Andernach und fuhren mit dem Bus in die Gemarkung Neuwied-Gladbach, Am Heidegraben. Von dort wurde circa acht Kilometer gewandert, und zwar zunächst auf dem römischen Grenzwall (Limes).

Dieser verläuft unter anderem durch Rheinland-Pfalz mit 75 km und ist das größte Bodendenkmal Deutschlands. Im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus war er die Grenze zwischen dem Römischen Reich und Germanien. Rund 100 Kastelle und Feldwachen sowie 900 Wachtürme säumten den Weg. Seit dem 17. Juli 2005 gehört er zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Bei herrlichem Rauhreifwetter ging es weiter zum Spielmanns Heiligenhäuschen. Es war im Jahre 1931, als ein Spielmann aus dem Sayntal auf der Anhausener Kirmes bis spät in die Nacht hinein spielte und nach dem Kehraus durch den Wald am Heidegraben nach Hause gehen wollte. Er hatte den Weg verloren und setzte sich nieder, um den Rest der Nacht abzuwarten. Herbstkälte und erster Frost waren jedoch sein Verhängnis. Holzfäller fanden ihn Wochen später im Wald tot auf und Jugendliche errichteten ihm zu Ehren dieses Heiligenhäuschen.

Nur wenige Meter entfernt steht das Krupps Heiligenhäuschen. Der alte Krupp, der die Schafe der Heimbach-Weiser seit vielen Jahren betreute, hat es dort errichtet. Wieder war er mit seiner Schafherde hier hinauf gezogen und ein gewaltiger Sturm mit Blitz und furchtbarem Wolkenbruch ging hernieder. Er gelobte: „Wenn ich gerettet werde mit meiner Herde, will ich dir, Himmelskönigin, ein Heiligenhäuschen hier erbauen. Hilf, Mutter Gottes, hilf“. Das Unwetter ließ nach und im Jahre 1785 erbaute er dieses Häuschen.

Von dort wanderte die Gruppe weiter in Richtung Hausenborn und legte eine Pause ein. Die Kirche Hausenborn ist heute eine Ruine und Wallfahrtskapelle „Unser Lieben Frau zu Hausenborn“ wurde 1441 als Stiftung der Herren von Isenburg erbaut und im Jahre 1788 aufgegeben. Früher war dies eine katholische Kirche und im Ort Isenburg stand eine evangelische Kirche. Zum Dank für das gelungene Wanderjahr sangen die Wanderfreunde in der Kapelle ein Marienlied.

Nach einem kurzen Anstieg ging es über den Felsvorsprung „Rabentisch“ in Richtung des Einkehrlokals, der Fischerhütte „Isertal“.

Eine zweite Gruppe, unter der Führung der beiden Wanderführer Erna Stößel und Werner Monschau, fuhren mit dem Bus weiter bis nach Anhausen und wanderten über Meinborn durch das Steinebachtal und entlang des Steinebaches bis zum Einkehrlokal, wo beide Gruppen sich zu einem gemütlichen Beisammensein trafen.

Nach einer Stärkung waren die Strapazen schnell vergessen und der Gedankenaustausch wieder voll angeregt.

Vor Beginn der Heimfahrt bedankte sich die Teilnehmerin Helga Bourquain bei allen Wanderführern für die schöne Wanderung, was die mit einem kräftigen Applaus bestätigten. Wie immer sind auch Gäste zu jeder Wanderung und Veranstaltung des Eifelvereins Andernach herzlich willkommen und können mehr über die Aktivitäten des Vereins bei dem Vorsitzenden Gabriel Riehl, Tel. (0 26 01) 9 11 73 60 erfahren.

Die Wandergruppe an der Fischerhütte Isertal. Foto: privat

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