125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weißenthurm: Großes Jubiläumswochenende mit Lampionfest und Familientag
Zwei Tage Rückblick auf 125 Jahre Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit
Weißenthurm. Aus gutem Grund war in diesem Jahr erstmals der Stierweg vom Einmündungsbereich Hauptstraße bis zur Ecke Berliner Straße gesperrt: Auf dem Gelände der Feuerwache und der Straße fand das große Jubiläumswochenende der „Thurer“ Feuerwehr statt. Besucher aus Nah und Fern konnten dort an zwei Veranstaltungstagen ein abwechslungsreiches Programm erleben, welches mit einem offiziellen Festakt und geladenen Gästen begann.
Herzliche Worte der Gratulation erhielt die Feuerwehr u.a. von Landrat Dr. Alexander Saftig, VG-Bürgermeister Thomas Przybylla und Stadtbürgermeister Gerd Heim. Letzterer hatte erst vor wenigen Wochen dem Löschzug die erstmalig vergebene Bürgermeister-Hubaleck-Medaille überreicht. Eine Auszeichnung, die Wehrführer Norbert Jentzig gerne stellvertretend für die über 50 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden entgegennahm. Diese zeigten am Jubiläumswochenende ein großes Engagement und wurden zudem durch ihre Familienangehörigen unterstützt.
Das traditionelle Lampionfest am Samstag Abend war nicht nur aufgrund des Jubiläums so gut besucht, wie nie zuvor: Neben der Coverformation „Betobe“ sorgte zu fortgeschrittener Stunde DJ Robin für tolle Stimmung. Der bundesweit bekannte Musiker präsentierte selbstverständlich auch seinen Hit „Layla“, dessen Text das Partyvolk natürlich kannte und entsprechend gerne mitsang. Schätzungsweise über 1.800 Gäste feierten ausgelassen und frohgelaunt, wie Eric Brüning mitteilte, der sich professionell um die Presse-Arbeit der Weißenthurmer Feuerwehr kümmert. Der Sonntag begann mit einem Hochamt in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit mit Pastor Günter Vogel. Nicht nur die Rheinischen Musikfreunde aus Kettig begleitete die Jubiläumswehr, sondern auch die Abordnungen vieler befreundeter und benachbarter Wehreinheiten. Ein besonderer Blickfang war ein Fahrzeug, welches den Festumzug voranfuhr: Ein Tanklöschfahrzeug der Firma Magirus Deutz aus dem Jahre 1955. Das Fahrzeug war bis Mai 1988 im Einsatz und erreichte mit 125 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h. Der sehenswerte Oldtimer mit seinem markanten Martinshorn war auch Gegenstand der Ausstellung im „Historischen Feuerwehrmuseum“. Selbstverständlich bestand auch die Möglichkeit, die modernen Einsatzfahrzeuge zu besichtigen. Die Frauen und Männer der Feuerwehr standen gerne für Fragen zur Verfügung. Während sich die Erwachsenen beim Konzert der Rheinischen Musikfreunde erfreuen konnte, stand für die Kinder und Jugendliche eine bemerkenswerte Vielzahl von Attraktionen bereit. Ein weithin sichtbarer Blickfang war die in Deutschland einmalige XXL-Hüpfburg in Form eines großen Panther-Flugfeld-Löschfahrzeuges, auf welchen sich dutzende Kinder gleichzeitig austoben konnten. Aber auch Kinderschminken, Glücksrad und verschiedene Schauübungen von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr sorgten für Kurzweile. Die Jüngsten durften auch selbst bei verschiedenen Geschicklichkeitsspielen ihr Talent unter Beweis stellen. Besonders gefragt war die Brandbekämpfung der Grundschule: Hier galt es, beim Modell des Gebäudes die Flammen mit dem Wasserstrahl zu treffen. Ein Höhepunkt des Familientags war die Siegerehrung des Kindermalwettbewerbs.
Zwei prall gefüllte Tage vollen Programms endete am Sonntag Abend. Die Weißenthurmer Feuerwehr hatte sich von ihrer besten Seite präsentiert und einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur für die Gefahrenabwehr wichtig ist, sondern auch für das Vereinsleben und die örtliche Gemeinschaft. Wehrführer Norbert Jentzig hatte allen Grund, mächtig stolz auf die motivierten Feuerwehrleute zu sein, von der Jugendgruppe bis hin zu der Alters- und Ehrenabteilung.
Mit musikalischer Unterstützung der Rheinischen Musikfreunde Kettig zogen die Mitglieder der Feuerwehr von der Pfarrkirche zum Feuerwache am Stierweg.
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