Eröffnung der 15. Wachtberger Kulturwochen
Zwei Wochen lang staunen, genießen und sich an Wachtbergs Kulturvielfalt erfreuen
Auftaktveranstaltung in den stimmungsvollen Atelierräumen des Malers Michael Franke in Gimmersdorf mit einem Konzert unter dem Titel „Schumann trifft Beethoven in Bonn“
Wachtberg. Mit einem großartigen Eröffnungskonzert in den stimmungsvollen Atelierräumen des Malers Michael Franke in Gimmersdorf starteten die 15. Wachtberger Kulturwochen. Bis zum 3. Juli lautet das Motto „Kultur pur“ im Drachenfelser Ländchen. Das Spektrum ist erneut breit gefächert: Bildende Kunst mit Malereien, Fotografien, Plastiken, Installationen in unterschiedlichsten Stilen und Techniken geht eine Liaison ein mit Musik von Klassik über Jazz und Pop bis Rock, Lesungen von Lyrik, Lustigem und Beschaulichem, Tanz und Kunstgewerblichem wie Schmuck, Quilts und Schönes aus teils ungewöhnlichen Materialien.
Damit einher geht aber auch die herrliche Qual der Wahl, wie Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU) in seiner Begrüßung feststellte: „Ich kann nur empfehlen, sich in diesen zwei Wochen nichts anderes vorzunehmen als sich einfach nur hier, vor der Haustür, von einem Kulturevent zum nächsten treiben zu lassen und einfach nur zu staunen, zu genießen und sich an Wachtbergs Kulturvielfalt zu erfreuen.“ Sein besonderer Dank galt den beiden Wachtberger „Kultusministerinnen“ Marlies Frech und Margit Märtens, die einmal mehr ein außergewöhnliches Programm zusammengestellt hatten: „Was wäre die Kultur in Wachtberg ohne euch beide?“
Ständig wechselnde Zusammensetzungen
Alte Bekannte beim Eröffnungskonzert sind Elisa Wittbrodt (Geige) und Robert Wittbrod (Bratsche), die bereits in den vergangenen Jahren bei den Auftaktveranstaltungen im Atelier Franke mit von der Partie waren. Diesmal bildeten die beiden Musiker gemeinsam mit Bernhard Zapp (Cello) und Gabriela Pullen (Klavier) ein hörenswertes Quartett. Unter dem Titel „Schumann trifft Beethoven in Bonn“ stand an diesem Abend Kammermusik von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Johannes Brahms, Georg Gershwin und Alec Rowley auf dem Programm, das die vier Künstler in ständig wechselnden Zusammensetzungen darboten. Eingerahmt von den atemberaubenden Gemälden von Michael Franke schufen sie ein atmosphärisch dichtes Gesamtkunstwerk, das die Messlatte für die Veranstaltungen der Wachtberger Kulturwochen gleich zu Beginn auf eine enorme Höhe legte.
Gastgeber Michael Franke gab in seiner Begrüßung zu, das Quartett habe ihn durch die Proben in seinem Atelier stark für seine Malerei inspiriert. Das vergangene Jahr habe im Zeichen der Pandemie gestanden, in diesem Jahr sei noch der Schrecken des Krieges hinzugekommen, und die Welt stehe vor einer Zeitenwende. Die Menschen seien voller Unsicherheiten, wohin sich das Leben entwickeln werde. Doch nach den Schrecken des Ersten Weltkrieges habe sich in der Kunst der Atheismus entwickelt, vielleicht blicke man später auch auf die heutige Zeit zurück als Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs. In jedem Fall bleibe die Sprache der Musik auch in schwierigen Zeichen für alle Menschen verständlich.
Viele neue Gesichter kamen dazu
Wer nun denkt, er kenne aus den vergangenen Kulturwochen die Wachtberger Künstlerszene, der wird staunen. Auch in diesem Jahr sind wieder viele Gesichter neu dazugekommen, und so gibt es vieles gänzlich neu zu entdecken. So finden sich auch interessante Locations neu und erstmals unter den vielen Veranstaltungsorten. Nicht zuletzt machen diese „Kunst-Räume“, zumeist private Ateliers und Gärten, den Reiz der Wachtberger Kulturwochen aus, ermöglichen sie doch Gästen wie Teilnehmern sehr persönliche Begegnungen und gemeinsame Gespräche über die Kunst und das kulturelle Leben in Wachtberg. Und das Schönste: Das alles gibt’s bei freiem Eintritt. Mit Ausnahme der Workshops, bei denen Materialkosten anfallen. Dennoch freuen sich die Künstler über einen kleinen Obolus der Anerkennung in die „Kulturbeutel“. Das komplette Programm der Wachtberger Kulturwochen gibt es auf der Homepage der Gemeinde unter www.wachtberg.de oder in einem 52-seitigen Programmheft, das in vielen Geschäften, Apotheken, Arztpraxen sowie im Rathaus ausliegt. JOST
Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU) dankte den beiden Organisatorinnen Marlies Frech und Margit Märtens für ihre hervorragende Arbeit bei der Vorbereitung der Wachtberger Kulturwochen.
