Allgemeine Berichte | 25.07.2018, 10:57 Uhr

Bundesweite Insektenzählung des NABU geht in die zweite Runde

Zweiter Teil des Insektensommers startet

Vom 3. bis 12. August können online Insekten gemeldet werden

Wer das Brummen und Summen in seiner Umgebung beobachtet kann Teil der Mitmachaktion des NABU werden. Foto: Helge May/NABU
68

Region. Das große Krabbeln und Flattern, Teil zwei, startet: Vom 3. bis zum 12. August ruft der NABU unter dem Motto „Zählen, was zählt“ zur bundesweiten Insektenzählung auf. Die Sechsbeiner können wieder unter www.insektensommer.de online gemeldet werden.

„Der Hochsommer ist auch die Hochzeit der Insekten“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Viele der rund 33.000 in Deutschland heimischen Insektenarten können jetzt besonders gut beobachtet werden, wie etwa das Grüne Heupferd, die größte heimische Heuschreckenart. Ihr Zirpen erfüllt um diese Jahreszeit die Wiesen - der typische Sound des Hochsommers.“

Das Grüne Heupferd ist auch eine der acht Kernarten, auf die beim zweiten Teil des Insektensommers ganz besonders geachtet werden soll. „Die erwachsenen Männchen sind jetzt unterwegs, um mit ihrem Zirpen Weibchen anzulocken“, sagt NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. Weitere Kernarten sind die Tagfalter Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs, der Sieben-Punkt-Marienkäfer, die Ackerhummel, die Holzbiene, die Libellenart Blaugrüne Mosaikjungfer und die Streifenwanze. Daniela Franzisi: „Gemeldet werden sollen aber alle Sechsbeiner, die gesichtet werden - jedes Insekt zählt!“

Besonders interessant ist der Insektensommer für Teilnehmer, die ihren Urlaub in Deutschland verbringen. „Am Urlaubsort könnte es andere Insekten zu entdecken geben als im Garten oder Park zuhause“, sagt Daniela Franzisi. „Beim Insektenzählen kann man die Natur am Ferienort besonders intensiv erkunden - das ist auch eine tolle Ferienaktivität für Kinder.“

Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die neue App „Insektenwelt“, die der NABU mit Unterstützung von dm entwickelt hat. Die App hat eine fotografische Erkennungsfunktion, mit der die Tiere automatisch erkannt werden können. Außerdem bietet die App ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen. Sie ist kostenfrei unter www.NABU.de/apps erhältlich.

Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Die Daten der Zählaktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Mehr Informationen zur Aktion: www.insektensommer.de

Pressemitteilung NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

Wer das Brummen und Summen in seiner Umgebung beobachtet kann Teil der Mitmachaktion des NABU werden. Foto: Helge May/NABU Foto: Helge May

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Wir helfen im Trauerfall
Dusch WC - Unterboden
Titel 24H Notdienst
3. musikalische Weinprobe
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv AW
Imageanzeige
Empfohlene Artikel
Gülser Forum
5

Mehr als 200 Menschen kamen zum Güls Forum in die Schulsporthalle. Im Mittelpunkt stand eine Frage, die Güls seit Jahren beschäftigt und in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen hat: Wie soll sich die Nahversorgung im Ort künftig entwickeln – und was bedeuten die Planungen am Moselbogen für den heutigen Ortskern?

Weiterlesen

Blick auf das Freigelände der neuen Kita bei der Einweihungsfeier.
7

„Als Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft machen wir ganz Vieles: Straße, Brücken, Parkanlagen … aber am liebsten machen wir Kitas. Das sagte Geschäftsführer Herbert Wiemer bei der Einweihung der neuen Kita Blandine Merten in Bad Neuenahr.

Weiterlesen

Ein Provisorium ersetzt seit der Flut den früheren Christinensteg als Brücke für den Fußgänger- und Radverkehr
10

Die Flut 2021 hat in Sinzig ihre tiefen Spuren hinterlassen. Der Christinensteg, der insbesondere auch als Schulweg genutzt wird und Teil des Ahrradweges ist, ist eine der Wiederaufbaumaßnahmen. Die seinerzeit durch ein Provisorium ersetzte Brücke soll nun neu gebaut werden. Kosten: knapp vier Millionen Euro. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2028. So hieß es im jüngsten Stadtrat von Sinzig. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock
1216

An mehreren Stellen steht diese und nächste Woche ein Blitzer

In Bad Neuenahr-Ahrweiler wird geblitzt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler plant zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Geschwindigkeitskontrollen an verschiedenen Standorten. In der Kalenderwoche 44 sind Messungen in der Schützenstraße im Stadtteil Ahrweiler sowie in der Sinziger Straße im Stadtteil Lohrsdorf vorgesehen.

Weiterlesen

In Bekond wurden die Siegerweine und -brände gekürt. Hier gratuliert Kammerpräsident Ökonomierat Michael Horper den erfolgreichen Brennerinnen und Brennern.
1643

Bei der Landeswein- und Sektprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz wurden in Bekond die erfolgreichsten Winzerinnen und Winzer sowie Brennerinnen und Brenner ausgezeichnet. Kammerpräsident Ökonomierat Michael Horper, Mittelrhein-Weinprinzessin Jill Rüttgen und Weinmajestät „Burgundia“ Jona Marie Esser aus Ahrweiler überreichten die Urkunden für die Siegerweine und Siegerbrände. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Symbolbild
441

Straßensperrung wegen Drückjagd

08.11.: Sperrung der Landesstraße 265 in Puderbach

Kreis Neuwied. Am 8. November 2026 wird die Landesstraße 265 in der Verbandsgemeinde Puderbach zwischen Puderbach und Steimel aufgrund einer Drückjagd in der Zeit von 7:30 Uhr bis 14:00 Uhr vollständig gesperrt. Der Verkehr wird in beide Richtungen umgeleitet, wobei die entsprechenden Umleitungen vor Ort ausgeschildert sind.

Weiterlesen