Die Reise des Kieler U-Boots U17 in das Technik Museum in Sinsheim
Zwischenstopp in Lahnstein zog viele Menschen an
Lahnstein. Auf seiner langen Reise vom Kieler Hafen in das Technik Museum in Sinsheim legte das Kieler U-Boot U17 am Sonntagabend auf der Höhe des Rheinkilometer 585 einen Zwischenstopp in Lahnstein ein. Zahlreiche Menschen strömten herbei, um das beeindruckende Spektakel zu beobachten.
Geschichte, Demilitarisierung und der Weg ins Museum
Das knapp 50 Meter lange, 9 Meter hohe und 500 Tonnen schwere Kieler U-Boot blickt auf eine beeindruckende Laufbahn zurück. Fast vier Jahrzehnte stand es im Dienst der Deutschen Marine und wurde hauptsächlich in der Nord- und Ostsee sowie später im Mittelmeer eingesetzt. Zusammen mit U26 war U17 das erste deutsche U-Boot, das nach dem Zweiten Weltkrieg in US-amerikanischen Gewässern fuhr.
Im April 2023 endete die aktive Dienstzeit des U17, es wurde ausgemustert und demilitarisiert. Dieser Moment markierte den Beginn eines neuen Kapitels in seiner Geschichte. Am 29. April 2023 nahm das U-Boot Kurs auf sein neues Zuhause. Die Fahrt führte zunächst entlang des Nord-Ostsee-Kanals zur Nordsee und von dort weiter nach Rotterdam in den Niederlanden. Nach diesem Seeweg kehrte U17 zurück nach Deutschland und nahm den Rhein als seine Route. Auf dem Zwischenstopp in Lahnstein wurde das U-Boot von zahlreichen, neugierigen Menschen begrüßt. Von der Feuerwehr Lahnstein ins rechte Licht gerückt, sorgte es bis 23 Uhr für einen eindrucksvollen Anblick.
Abnehmen für die weitere Reise
Am Montag setzte das Kieler U-Boot seine Reise nach Speyer fort. Dort wird es für den Weitertransport auf der Straße vorbereitet. Es muss einiges an Gewicht verlieren, um später den Transport auf dem Landweg fortsetzen zu können. Sein endgültiges Ziel ist das Technik Museum in Sinsheim.
Am Anlegeplatz mussten einige Sicherungsarbeiten vorgenommen werden.
Stück für Stück bahnte sich das U-Boot seinen Weg durch den Rhein.
Am Montag setzte das Kieler U-Boot seine Reise nach Speyer fort.
