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Koblenzer YouTuber Alexander May tritt beim „Youlius-Award 2020“ an

„alexOmay“ ist in der Kategorie „Unterhaltung und Comedy“ nominiert

06.01.2020 - 09:30

Koblenz. 25 Jahre jung ist dieser „alexOmay“, der den Kopf voller verrückter Ideen hat und einen Teil davon jeden Mittwochabend in einem rund zehnminütigen Film auf seinem eigenen YouTube-Kanal zum Leben erweckt. Der richtige Name des in Mayen geborenen und aufgewachsenen Web-Comedians, im Hauptberuf Physiotherapeut, ist Alexander May. Er lebt und arbeitet in Koblenz, wo inzwischen auch seine Eltern und Schwester zu Hause sind. Seine Familie ist ihm wichtig, sie ist ihm ein guter Freund, denn sie lässt ihn sein, wie er ist. Zudem unterstützt sie ihn vollends. Oft sogar vor oder hinter der Kamera. Mit seinen Video-Clips unterhält und amüsiert Alex Woche für Woche mehr als 2.000 Abonnenten seines Kanals. Es sind vorwiegend jugendliche und junge Fans, die ihn lieben für seine natürliche und aufgeweckte Art, Menschen, Berufe, Hobbys und seine Heimatstadt Koblenz mit Witz und Charme vorzustellen. Sie posten regelmäßig positive Rückmeldungen wie „cooles Video“, „geiler Schnitt!“ oder „mega!“ Das Lob, das Alex nie unkommentiert lässt, teilt er sich gerne mit den Menschen, die ihn bei seinen Projekten zuverlässig und mit Leidenschaft unterstützen.


Erste Videos bereits als Zwölfjähriger gedreht


Alex, der mit 19 Jahren sein Coming-out hatte, begann schon als Zwölfjähriger erste Videos mit Papas Digitalkamera zu drehen. Vier Festplatten mit selbst produzierten Filmen sind das Ergebnis seiner Kreativität. Seit eineinhalb Jahren füllt er seinen YouTube-Kanal mit einem Video-Clip-Format, das ein klares Konzept mit Wiedererkennungs-Charakter hat. Mit Steigerung der Professionalität der Filmproduktion steigerte sich der Aufwand. Für zehn Filmminuten setzt Alex zwei bis vier Stunden reine Drehzeit an. Er arbeite mittlerweile zwar viel zeiteffizienter, aber inklusive der Vor- und Nachbereitung des jeweiligen Filmprojekts braucht es immer noch knapp eine Woche, bis das Video auf YouTube zu sehen ist.

„Ich bin halt ein hoher Perfektionist und ein echtes Arbeitstier“, erklärt er den Aufwand. „Aber ohne meine Freunde, die mich ständig begleiten und beraten, wären diese Projekte nicht möglich“. Wurde er anfangs noch gelegentlich belächelt für sein Tun, so öffnen sich ihm heute mehr und mehr Türen, wenn er Drehanfragen stellt und ist immer aufgeschlossen für neue Projektanfragen und spannende Videoideen.

Für ein Mittwochs-Video durfte er bereits bei einem Koblenzer Sternekoch in der Küche stehen, sich im Feuerschlucken oder beim Pole-Dance bewähren. Gerade erst entdeckte und engagierte die Koblenz-Touristik den gut aussehenden jungen Mann mit der sympathischen kleinen Zahnlücke als Werbeträger für den Koblenzer Weihnachtsmarkt. Hier erkundete ein sehr authentisch wirkender Alex, was die Besonderheit der verschiedenen Stände ausmacht und probierte sich selber aus als Handwerker, Bähnchenfahrer oder Feuerzangenbowle-Zubereiter. Am Hundekeks-Verkaufsstand assistierte ihm seine nicht minder mit Ulktalent behaftete Mutter „Bridget“, die der Fangemeinde bereits gut bekannt ist.

„alexOmay“ zeigt sich jedoch auch immer wieder von seiner nachdenklichen Seite. Mit ihr will er angehen gegen Vorurteile und Ausgrenzung. Er will Barrieren brechen und Einfluss nehmen. Die Filme, die vor diesem Hintergrund entstehen, sollen den Planeten in seiner Buntheit zeigen und deutlich machen, dass alle Menschen auf einer Stufe stehen. Kein Thema ist ihm da zu heiß, denn ein wenig provokant will er schon sein. Zu diesem Zweck schlüpft er ganz locker und ohne Scheu mal in die Rolle von Umweltaktivisten, behinderten Menschen oder von Asylanten, um ihre Welt der YouTube-Welt zu erklären. Ohne verletzend zu wirken, gelingt es ihm, sogar ernste Themen mit Witz zu behandeln. Am Ende solcher Filme - „schodiho“ - kann seine „Community“ ganz sicher auf mindestens eine Szene blicken, in der Alex gemeinsam mit den Protagonisten herzlich lacht.

Seine Videos erreichen teils über 7.000 Aufrufe. Gelegentlich wird er als „YouTuber“ sogar auf der Straße erkannt. Dennoch ist er mit beiden Beinen in der Realität geblieben. Ein Star sei er noch lange nicht. Im Moment wolle er schlichtweg unterhalten, im besten Fall auch Emotionen wecken. Als Bezahlung sieht er das Film-Ergebnis, die Umsetzung seiner Ideen. Noch kann er von seinem zeitaufwendigen Hobby nicht leben, aber sein Wunschdenken geht sehr wohl in diese Richtung. Auf der anderen Seite hat er Bedenken, ein „A-Promi“ zu werden und die Filmerei als „Business“ zu betreiben. Er fürchtet, dass damit die Freude daran und die aus der Spontaneität gewachsene Natürlichkeit verloren gehen könnte.


Youlius-Award 2020


Nun winkt Alex die erste greifbare Belohnung für sein Wirken. Am 25. Januar wird in den Bochumer Kammerspielen der „Youlius-Award 2020“ verliehen. Alex ist einer von drei Nominierten in der Kategorie „Unterhaltung und Comedy“. Er bewarb sich mit dem Video-Clip „Meine crazy Drag-Queen Transformation“. Der Film zeigt, wie er sich mit hilfe von Sängerin, Tänzerin und Komponistin Dörthe Dutt, die als „Mutter Karneval der Region“ weit über die Koblenzer Grenzen hinweg bekannt ist, in Babsy Busch verwandelt.

Der Youlius-Award wird jährlich durch den gemeinnützigen Verein zur Förderung der Webvideokultur e.V. an kleinere YouTube-Kanäle mit geringer Reichweite, „aber großartigen Inhalten“ verliehen. Er zeichnet „YouTuber“ aus, die mit Liebe, Leidenschaft und Kreativität ihr Ding machen. Gefördert wird die Preisverleihung durch die Film- und Medienstiftung NRW.

Alex wäre nicht Alex, wenn er nicht mit großem Optimismus der Veranstaltung entgegen sähe. „Die Mitbewerber sind gut, aber ich bin besser“, sagt er. Ein bisschen Star ist er halt doch schon, dieser alexOmay. BSB

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Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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